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Druck auf Bagdad nimmt zu:

Ecevit warnt Saddam vor "großer Gefahr"

Ankara/Washington/Berlin - Der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit hat den irakischen Staatschef Saddam Hussein dringend aufgefordert, die Waffenkontrolleure der Vereinten Nationen unverzüglich wieder ins Land zu lassen. Der Irak sehe sich einer "neuen großen Gefahr" gegenüber, schrieb Ecevit am Montag in einem in Ankara als letzte Warnung verstandenen Brief. "Wenn die Lage nicht sehr ernst wäre, hätte ich diese Mahnung nicht als zwingend angesehen", heißt es in dem Schreiben Ecevits an Saddam.

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Erhielt eine Warnung aus dem Nachbarland Türkei: der irakische Staatschef Saddam Hussein.

Während US-Außenminister Colin Powell noch am Sonntag Befürchtungen vor einem amerikanischen Alleingang gegen den Irak zu zerstreuen versuchte, steht nach Darstellung von Sicherheitsberater Richard Perle praktisch fest, dass Präsident George Bush zum Krieg gegen den Irak entschlossen ist - im Zweifelsfall gegen den Willen der Europäer.

Bush habe vor einer Woche in seiner Rede zur Lage der Nation "klar gemacht, dass wir vorhaben, die Machtverhältnisse in Bagdad zu ändern", sagte Perle der "Financial Times Deutschland" (FTD) am Sonntag am Rande der Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik. "Ich denke, es gibt nichts, was Saddam Hussein tun könnte, um uns zu überzeugen, dass vom Irak keine Gefahr mehr ausgeht."

"Klarer Kurs" in Richtung Krieg gegen Irak

Bush sei mit seiner Rede vom 29. Januar auf einen "sehr klaren Kurs" in Richtung Krieg gegen den Irak eingeschwenkt. Dieser könnte nach dem Vorbild der Intervention in Afghanistan geführt werden: mit massiven US-Luftangriffen, US-Spezialeinheiten am Boden und einheimischen Oppositionstruppen, die die Hauptlast der Kämpfe tragen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist nicht über einen Alleingang der USA im Anti-Terror-Krieg besorgt. Er teile nicht die Sorge, sagte der Kanzler in einem Interview des Magazins "Newsweek International". "Ich meine, dass die Alliierten sehr wohl konsultiert werden."

Vollmer (Grüne): "Keine Beweise"

Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Ludger Vollmer (Grüne), warnte die USA vor einem Militärschlag gegen den Irak. "Es gibt keine Anzeichen und keine Beweise dafür, dass der Irak in den Terrorismus, über den wir seit einigen Monaten reden, involviert ist", sagte er am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Der Kampf gegen den Terrorismus dürfe nicht als Argument genutzt werden, alte Rechnungen zu begleichen.

Von seinem Besuch bei Präsident Bush Mitte Januar hatte der türkische Ministerpräsident nach eigenem Bekunden den klaren Eindruck mitgebracht, dass Bush den irakischen Präsidenten "nicht ausstehen" könne. In seinem Brief an Saddam stellt Ecevit daher fest, er habe bei allen seinen Bemühungen, die Gefahr einer eventuellen US- Militäraktion gegen den Irak abzuwenden, "kein positives Ergebnis" erzielen können. Wenn Saddam die UN-Kontrollen nicht wieder zulasse, könnten "schwerwiegende Ereignisse" eintreten, die auch der Türkei großen Schaden zufügen würden.

Powell: "Wir wollen keinen Krieg"

US-Außenminister Powell hatte am Sonntag im US-Fernsehsender CBS abgewiegelt: "Wir wollen keinen Krieg. Wir versuchen, einen Krieg zu vermeiden. Wir halten Kontakt mit unseren Freunden und Verbündeten. Es ist eine falsche Beschuldigung zu sagen, dass wir unsere Freunde und Alliierten nicht konsultierten."

Rumsfeld erhebt Vorwürfe gegen Iran

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld warf unterdessen Iran vor, geflüchteten El-Kaida- und Taliban-Mitgliedern zu helfen. Er habe keinen Zweifel daran, dass sie über die durchlässige Grenze nach Iran gekommen seien und dort Unterschlupf gefunden hätten. "Wir haben alle möglichen Berichte, dass Iran El-Kaida-Angehörigen die Durchreise erlaubt hat", fügte Rumsfeld im ABC-Fernsehen hinzu. "Wir haben neuerdings alle möglichen Berichte, dass sie (die Iraner) an verschiedene Elemente in Afghanistan Waffen liefern."

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Reza Assefi, wies diese Anklagen zurück. "Seit Ausbruch der Krise waren unsere Grenzen abgeriegelt, und unsere Kräfte waren stets wachsam, um den Übertritt von El-Kaida-Mitgliedern nach Iran zu verhindern", sagte Assefi am Montag in Teheran.

Iran: "Angriff auf den Irak unwahrscheinlich"

Er glaube auch nicht an US-Militärschläge gegen sein Land oder den Irak, sagte Assefi. "Ein Angriff auf den Irak ist unwahrscheinlich, und ich glaube nicht, dass die USA solch einen nicht rückgängig zu machenden Fehler begehen werden."

dpa - Archivfoto: AP

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Zuletzt geändert am 4. Februar 2002 15:23 von aj

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