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Palästinenser machen israelischen Raketenangriff verantwortlich

Fünf Tote bei Explosion im Gazastreifen

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Nach dem Angriff: Eine Fabrik in Dschabalia steht in Flammen

Gaza - Trotz der Wiederaufnahme des israelisch-palästinensischen Dialogs ist kein Ende der Gewalt im Nahen Osten in Sicht. Bei einer Autoexplosion, die den Palästinensern zufolge von israelischen Raketen ausgelöst wurde, kamen am Montag im Gazastreifen fünf Männer ums Leben.

Zuvor hatten israelische Kampfhubschrauber eine Fabrik in Dschebelija zerstört, in der angeblich Granaten hergestellt wurden. Der palästinensische Präsident Jassir Arafat warf Israel vor, die Bemühungen um eine Feuerpause zu sabotieren.

Vergeltung angekündigt

In dem ausgebrannten Autowrack wurden nahe dem Grenzübergang Sufa vier Leichen gefunden, ein fünfter Mann erlag später seinen Verletzungen. Palästinensischen Sicherheitsbeamten zufolge hatte ein israelischer Hubschrauber das Fahrzeug mehrfach beschossen. Die Demokratische Front für die Befreiung Palästinas erklärte, die Opfer hätten dieser PLO-Gruppierung angehört, und kündigte Vergeltung an. Israel äußerte sich zunächst nicht zu dem Zwischenfall.

Zuvor war an einem weiteren Grenzposten im Gazastreifen ein Palästinenser von israelischen Soldaten in den Kopf geschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Wie aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, war davor eine kleine Explosion zu hören gewesen. Bei dem israelischen Angriff auf die Fabrik in Dschebelija habe es indessen keine Opfer gegeben.

Palästinensische Häuser demoliert

Später demolierten israelische Bautrupps zwei halbfertige palästinensische Häuser in Ost-Jerusalem, die nach Angaben der Kommunalbehörden ohne Genehmigung errichtet worden waren. Die israelische Menschenrechtsgruppe Betselem warf der Regierung vor, in den letzten 16 Monaten mehr als 5.100 Palästinenser obdachlos gemacht zu haben. Dies sei eine flagrante Verletzung internationalen Rechts.

Arafat beschuldigte Israel, keine Entspannung der Lage zu wollen. Sein Informationsminister Jassir Abed Rabbo beklagte insbesondere, dass der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon das Gesuch ausgeschlagen habe, die Militärattacken in den Autonomiegebieten für zehn Tage auszusetzen, damit die palästinensischen Behörden selbst für Ruhe sorgen könnten.

Scharon erklärte wiederum, die Blockade der Autonomiegebiete werde erst enden, wenn die Palästinenser sämtliche Terrorgruppen ausschalteten. Im israelischen Fernsehen reagierte er skeptisch auf die jüngste Versicherung Arafats, den Terrorismus bekämpfen zu wollen. Arafat hatte in einem Beitrag für die "New York Times" Anschläge auf israelische Zivilisten verurteilt und erstmals das Rückkehrrecht aller palästinensischen Flüchtlinge in Frage gestellt.

Peres sieht "Hoffnungsstrahl"

Der israelische Ministerpräsident erklärte sich allerdings zu weiteren Gesprächen mit palästinensischen Vertretern bereit. Am Samstag war bekannt geworden, dass er am vergangenen Mittwoch eine ranghohe Palästinenserdelegation in seinem Haus empfangen hatte. Außenminister Schimon Peres bezeichnete dies beim Weltwirtschaftsforums in New York als "Hoffnungsstrahl" für eine Feuerpause.

Bundesaußenminister Joschka Fischer will noch in diesem Monat in den Nahen Osten reisen, wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte. Zuvor hatte der Grünen-Politiker in einem Zeitungsinterview erklärt, der Weg zu Verhandlungen müsse immer wieder gesucht werden, auch wenn kurzfristige Erfolge nicht zu erwarten seien.

AP


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Zuletzt geändert am 4. Februar 2002 15:49 von aj

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