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Was der Verbraucher für i-mode bezahlen muss, ist noch nicht klar. In Japan müssen i-mode-Kunden eine monatliche Grundgebühr von umgerechnet rund 2,50 Mark (4,90 Mark) entrichten. I-mode arbeitet in Japan mit Paket-gebundener Datenübertragung. Das bedeutet, das Handy ist dauernd online. Bezahlt wird nicht nach Dauer der Übertragung, sondern nach dem Umfang der übermittelten Daten. "In Deutschland wird i-mode über GPRS laufen, also ebenfalls nach Volumen abgerechnet", erklärt Markus Gehmeyr, Pressesprecher bei E-Plus in Düsseldorf. Wie aber das Tarifmodell für Deutschland genau aussehen soll, sei noch nicht entschieden.

Dual-Browser für i-mode- und WAP-Dienste

Wer i-mode nutzen will, benötigt dafür ein spezielles Handy: In dieser Sache setzt E-Plus auf NEC - der Hersteller von Mobiltelefonen vertreibt entsprechende Geräte auch in Japan. "In Deutschland wird das Handy mit einem Dual-Browser ausgestattet", sagt Gehmeyr. Damit könnten dann sowohl i-mode- als auch WAP-Dienste abgerufen werden. Das i-mode-fähige Mobiltelefon besitze zudem ein Farbdisplay, auf dem Fotos und Animationen im Gif-Format dargestellt werden könnten. "Laufende Bilder wird es jedoch erst mit UMTS geben." Wie teuer das Handy sein wird und ob E-Plus es etwa bei Abschluss eines Vertrages subventioniert, sei ebenfalls noch ungeklärt.

Konkurrenz hält Technik für überflüssig

Die Konkurrenz, so scheint es, hält i-mode in Deutschland für überflüssig: "I-mode kann auch nicht mehr als WAP", sagt Philipp Schindera, Pressesprecher von T-Mobile in Bonn. Allerdings gilt WAP derzeit oft noch als zu langsam und zu teuer - T-Mobile verzeichnet als Marktführer denn auch nur rund drei Millionen WAP-Nutzer. Doch die Lage wird sich Schindera zufolge bald verbessern: "WAP ist noch gar nicht voll ausgereizt." Die Computermesse CeBIT in Hannover (13. bis 20. März) werde dem Ganzen neue Impulse geben. Schinderas Stichworte lauten WAP über GPRS und mit farbigem Display.

Eine 1:1-Übersetzung des Erfolges von Japan nach Deutschland ist in der Tat eher unwahrscheinlich, denn i-mode trifft hier auf andere Voraussetzungen: In Japan gibt es beispielsweise keinen Short Message Service. Das Gegenstück zur SMS bildet dort i-mode mit seiner E-Mail-Funktion. Und das Herunterladen von Klingeltönen und Logos wird in Deutschland ebenfalls per SMS erledigt.

Zahl der angebotenen Seiten entscheidend

"Wir werden nicht so viele Kunden mit i-mode gewinnen wie NTT DoCoMo", sagt E-Plus-Sprecher Markus Gehmeyr. Man sei schon glücklich, wenn i-mode den bisher rund 7,5 Millionen E-Plus-Nutzern noch einige hinzufüge. Dazu sollen auch die von anfangs rund 50 ausgewählten Anbietern bereitgestellten Inhalte beitragen. Zum so genannten Content gehören demnach Nachrichten, Wetterberichte, Sportergebnisse und Erotik.

Es gilt als unbestritten, dass auch die Zahl der angebotenen Seiten über Erfolg oder Misserfolg von i-mode entscheiden wird. Aber auch in Japan hat man ähnlich klein begonnen, und heute stehen auf dem Portal von NTT DoCoMo rund 1800 Dienste zur Verfügung. Hinzu kommen 45 000 Seiten von weiteren Anbietern.

Zu der schnell gewachsenen Zahl von Anbietern dürfte auch das Geschäftsmodell von NTT DoCoMo beigetragen haben: Laut einem Bericht der in Hannover erscheinenden Computerzeitschrift "c't" gibt NTT 91 Prozent seiner Einnahmen aus dem i-mode-Dienst weiter an die Content-Anbieter. In Europa sei dieses Verhältnis bei den WAP-Diensten bisher fast umgekehrt. "Auch wir werden den Anbietern für ihre Inhalte sicherlich nicht so viel zahlen können wie NTT in Japan", sagt Gehmeyr.

gms - Foto: gms

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Zuletzt geändert am 4. Februar 2002 16:14 von aj

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