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Di 05.02.2002

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Klinsmanns Leben nach der Karriere:

Rund um die Welt und rundum froh

Mexiko City, Brasilia, Atlanta, Stuttgart, Köln - Jürgen Klinsmanns Terminkalender für die kommenden zwei Wochen sieht nicht wie der eines Vorruheständlers aus. Und davon ist der ehemalige Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dreieinhalb Jahre nach seinem Karriereende auch weit entfernt.

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An allen Ecken der Welt und in zahlreichen Projekten arbeitet der heute 37-Jährige mit, um seine Philosophie an den Mann - vor allem an die Jugend - zu bringen: "Wir nehmen den Fußball, um Werte und Inhalte zu transportieren."

Bundeskanzler, Ministerpräsident, Milliardär ...

Zu diesem Zweck nimmt ihn Bundeskanzler Gerhard Schröder ab Sonntag mit auf seine Reise nach Brasilien und Mexiko, wo Klinsmann Jugendliche trifft und ein Fußballspiel zwischen mexikanischen und deutschen Kindern organisiert. Kurz darauf reist er zu einem Jugendfußball-Kongress nach Atlanta. Danach will ihn Baden- Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel als Zugpferd für Stuttgarts Olympia-Bewerbung verpflichten. Und am 20. Februar tritt Klinsmann bei der Bildungsmesse in Köln auf. Daneben entwickelt er in seiner Wahlheimat Los Angeles eine Fußball-Akademie für den amerikanischen Milliardär Phil Anschutz, baut sein Kinderhilfswerk "Agapedia" nach Moldawien und Bulgarien aus, treibt das innovative Jugendfußball-Internetportal "fussballD21" voran und bereitet sich für seine Auftritte als ZDF-Fachmann bei der WM in Japan und Korea vor.

"Die vielen Aufgaben machen mir alle unglaublich viel Spaß, und sie waren auch ein Auffangbecken für das Leben nach der Karriere", sagte Klinsmann. Eine genaue Berufsbezeichnung für sich zu finden, fällt dem Blondschopf indes schwer: "Net-Worker, Projekt-Manager, Fußball-Botschafter - von allem etwas."

Die Familie bestimmt das Leben

Wie schon in seiner aktiven Zeit, als er durch halb Europa tingelte und sich im harten Fußball-Geschäft stets seine Unabhängigkeit bewahrte, ging Klinsmann auch nach dem bei der WM '98 verkündeten Laufbahnende andere Wege als seine Berufskollegen. Die Familie mit Frau Debbie und den Kindern Jonathan (4) und Leila (im Herbst geboren) bestimmten das Leben, der Star drückte wieder die Schulbank. Klinsmann: "Die Zeit nach dem Karriereende war nicht unproblematisch. Für mich war unheimlich wichtig, Abstand zu bekommen und Fortbildung zu betreiben."

Leben wie Gott im sonnigen Kalifornien

Heute sieht der inzwischen 37 Jahre alte Schwabe diesen Lernprozess weitgehend abgeschlossen und kann von sich sagen: "Ich bin froh, wie das Ganze gelaufen ist und fühle mich unheimlich wohl." Im sonnigen Kalifornien genießt er die Anonymität, die allenfalls mal von einem Touristen beeinträchtigt wird. "Hier lebe ich in der Gegenwart und Zukunft, in Deutschland wäre ich immer mit der Vergangenheit konfrontiert worden", sagt Klinsmann, "die Kinder wachsen hier unbehelligt auf. In Deutschland hätte es doch immer geheißen: Schau, das sind die Kleinen vom Ex-Fußballer".

Per Klick in die Heimat

Dank Internet hat "Computer-Freak" Klinsmann auch nicht das Gefühl, irgendetwas zu verpassen. Wenn er am frühen Morgen gegen halb sechs aufsteht, klickt er die deutschen Zeitungen elektronisch an und lässt sich mitunter auch von seinem langjährigen Stuttgarter Heimat- Radiosender berieseln. "Außerdem laufen hier im Fernsehen ständig Fußball-Spiele aus den europäischen Ligen." Eine Rückkehr als Trainer oder Manager steht für den 108-maligen Nationalspieler aber trotz einer ganzen Reihe attraktiver Anfragen (noch) nicht zur Diskussion. "Kurz- oder mittelfristig kommt das nicht in Frage", so der einstige Torjäger, "aber man weiß nie, was kommt - und ob es noch mal kribbelt."

Von Oliver Hartmann, dpa


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Zuletzt geändert am 5. Februar 2002 16:53 von tea

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