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Olympisches Dorf: Skispringer mit eigenem Koch in der Bärenschlucht

Hackl und der Stress mit dem Steak

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Die deutschen Eishockey-Spielerinnen Christina Oswald (li.) und Julia Wierscher in ihrer Unterkunft im Olympischen Dorf .

Salt Lake City - Georg Hackl ging das Steakbraten nicht schnell genug, und Julia Wierscher verbrachte die erste Nacht in Salt Lake City fröstelnd im Rollkragenpulli.

Nicht alle Wünsche erfüllten sich für Deutschlands Sportler im Olympischen Dorf auf Anhieb, trotzdem überwog nach dem Einzug in das schlichte Haus mit der Nummer 821 im roten Ziegelstil die Zufriedenheit. Allerdings haben sich viele deutsche Medaillenkandidaten schon im Voraus "abgesetzt". So residieren die Skispringer um Sven Hannawald beispielsweise in der Bärenschlucht - in Privatunterkünften mit eigenem Koch.

Mit Pulli ins Bett

"Ich habe einen Termin beim Friseur gemacht, zur Nagelpflege werde ich auch öfter mal gehen. Allerdings habe ich letzte Nacht gefroren, das war der Hammer", schildert Eishockeyspielerin Julia Wierscher ihre ersten Eindrücke. Die 30-Jährige vom EC Bergkamen legte sich mit Socken und Pullover ins Holzbett. Warme Decken vermisst sie viel mehr als Fernseher und Telefon. Derartige Luxusgüter fehlen in den spartanischen Doppelzimmern ohnehin.

Rodel-Oma Anne Abernathy (48) von den Jungfraueninseln

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Die Athleten der deutschen Mannschaft filmen ihre offizielle Begrüßung

Das Haus 821 bewohnen die mit einer 30-köpfigen medizinischen Abteilung samt Medikamenten im Wert von 150.000 Euro angereisten Deutschen zusammen mit dem Miniteam von den Jungfraueninseln um Rodel-Oma Anne Abernathy. Der 48-Jährigen geht es genau wie den deutschen Sportlern. Zwei Athleten teilen sich auf etwa 15 Quadratmetern einen Schrank und den traumhaften Blick auf die Wasatch-Berge. Auf vier Doppelzimmer in einem Appartment kommen zwei Duschen, eine Küche und ein kleiner Aufenthaltsraum.

Eis-Chef Zach: "Das ist ein First-Class-Dorf"

Nicht sehr viel, aber offensichtlich doch genug. "Das ist ein First-Class-Dorf", sagt Eishockey-Coach Hans Zach. Damit dürfte er vor allem die üppigen Angebote für die 3500 Athleten und Offiziellen meinen. Vom Friseursalon über einen Blumenladen bis hin zu einem Kino und dem beliebten "Village Club" ist alles vorhanden. Auch die Speisekarte im "Douglas Dining Room" lässt kaum einen Wunsch offen. Lediglich der dreimalige Rodel-Olympiasieger Hackl monierte, dass er zu lange auf sein frisch zubereitetes Steak warten musste: "Können da nicht zwei Leute gleichzeitig braten?"

Soldaten in Tarnuniform und schwarzer Pudelmütze

Was an Küchenkräften für den Hackl Schorsch fehlt, gleicht das tausendköpfige Sicherheitsaufgebot im Olympischen Dorf, das für rund 140 Millionen Euro auf dem Gelände einer ehemaligen Militärbasis errichtet wurde, locker wieder aus. Schon bei der Einfahrt warten fünf Panzer und ein Armee-Hubschrauber auf die Besucher. Die mit der Akkreditierungsbezeichnung X ausgestatteten Soldaten in Tarnuniform und schwarzer Pudelmütze nehmen jedes Fahrzeug millimetergenau unter die Lupe.

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Hoffentlich kommt das Steak pünktlich: Georg Hackl mit der Olympiafahne

Stacheldraht und Maschinengewehre

Doch die Olympioniken haben sich schnell an Stacheldraht und Maschinengewehre gewöhnt. "Die Amerikaner schaffen die Gratwanderung zwischen Sicherheit auf hohem Standard und so wenig sichtbarer Belastung für die Sportler wie möglich", lobt NOK-Präsident Walther Tröger als deutscher Chef de Mission. Thomas Pfüller, Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), bezeichnet die Unterkunftsbedingungen gar als die "besten aller Zeiten".

Skispringer logieren in "Bears Hollow"

Zu seiner Einschätzung tragen allerdings hauptsächlich die deutschen "Außenposten" nahe den olympischen Zentren in den Bergen um Salt Lake City bei. Für die Skispringer wurden zwei Privathäuser in "Bears Hollow" gemietet, die alpinen Stars residieren in zwei Privathäusern in Snowbasin, die Langläufer sind in einem "Bed und Breakfast" in Midway untergebracht, und die Biathleten wohnen im olympischen Außendorf von Heber City. Pfüller: "Die Unterkünfte in den gemütlichen und einladenden Häusern sind spitzenmäßig. Außerdem haben wir noch Fernseher gekauft und drei Köche dabei."

Von Lars Becker, sid


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Zuletzt geändert am 5. Februar 2002 12:44 von tea

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