IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    US Sports    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

Daviscup gegen Kroatien: Stich muss Selbstvertrauen vermitteln

Sorgenkind Kiefer wird zum Hoffnungsträger

Zagreb - Das Sportlerleben hat diese Momente bereit, in denen jemand vom Versager zum Helden werden kann - oder umgekehrt. Für Nicolas Kiefer schlägt am Wochenende im Daviscup-Match gegen Kroatien in Zagreb eine solche Stunde.

Anklicken zum Vergrößern
Nicolas Kiefer

Der 24-Jährige Hannoveraner kann zu Deutschlands entscheidendem Spieler werden, nachdem Kiefers ehemalige Rolle als Daviscup-Verweigerer von Tommy Haas übernommen worden war. "Ich bin bereit alles zu geben", erklärte der Niedersachse, "ich möchte unbedingt mit dem Team Erfolg haben."

Kiefer mit sich unzufrieden

Eigentlich hatte er gar nicht mit seinem Einsatz im Einzel bei der Premiere von Michael Stich gerechnet. Zu schwach war seine Form in den letzten Wochen und Monaten. Erstrunden-Niederlage folgte auf Erstrunden-Niederlage. Selbst beim Challenger-Turnier in Heilbronn erwischte es ihn schon im Auftaktmatch. Der Nicolas Kiefer 2002 hat nichts gemein mit dem Nicolas Kiefer, der 1999 die Nummer vier in der Tenniswelt war. "Ich war zuletzt vor rund 18 Monaten mit mir zufrieden", erklärte Kiefer, "ich kann mich mit meinem Spiel im Augenblick nicht identifizieren."

Das erste Training mit den Mannschaftskameraden Rainer Schüttler, David Prinosil und Nachrücker Michael Kohlmann im Hall Dom Sportoval in der kroatischen Hauptstadt am Montag hat er genossen: "Ich freue mich, hier zu sein." Am Dienstag standen zwei weitere Trainingseinheiten zwischen 13.00 und 15.00 Uhr sowie 18.00 und 21.00 Uhr auf dem Programm.

Anklicken zum Vergrößern
Nachrücker Michael Kohlmann

Erfolgreich ohne Tommy Haas

Michael Stich und Assistent Patrick Kühnen sorgten für Lockerheit und versuchten, gute Stimmung rüberzubringen. Die oft vermisste Teamatmosphäre und Selbstvertrauen zu vermitteln, ist Stichs herausragende Aufgabe beim problematischen Neuanfang für das deutsche Team : "Es gibt keinen Grund, warum wir nicht auch ohne Tommy Haas erfolgreich sein sollen", meinte der Elmshorner.

Dazu aber muss er vor allem sein "Sorgenkind" aufpäppeln. Schon nach Kiefers Erstrunden-Aus bei den Australian Open ließ sich Stich, was die Aufstellung angeht, nicht festlegen, obwohl sich Schüttler in Melbourne in glänzender Form vorstellte. "Entscheidend sind die Trainingseindrücke in Zagreb", sagte Stich, "wir wissen, was für ein Potenzial Nicolas Kiefer hat." Doch der kann es nicht mehr abrufen. Eine Serie von Verletzungen ließ ihn immer weiter im Ranking sinken. Niederlagen gegen Spieler, die spielerisch weniger Möglichkeiten als er haben, folgten. Die Verunsicherung steckt inzwischen tief im Kopf.

Rezept: Glaube an die eigene Stärke

Kiefer denkt inzwischen darüber nach, einen Sportpsychologen aufzusuchen, nachdem auch zahlreiche Trainerwechsel keinen Erfolg brachten. So wie es unter anderem auch Sven Hannawald in seiner Formkrise vor diesem Erfolgswinter tat. Der Kopf muss einfach frei werden und der Glaube an die eigene Stärke zurückkehren. Das einfachste Rezept wäre natürlich ein Erfolg am Freitag im Auftaktmatch gegen Goran Ivanisevic vor 3.500 lautstarken Fans.

Vielleicht schafft es Michael Stich ja, den sensiblen Hannoveraner auf dieses schwere Match mental richtig einzustellen. Es könnte ein Durchbruch sein - für ein echtes deutsche Team ohne Verweigerer Haas, vor allem aber für Nicolas Kiefer.

Von Andreas Hardt, sid


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Sonderteil zur Bundesliga
Großer Sonderteil zur Bundesliga »


F 1
Großer F 1- Sonderteil mit Gewinnspiel »



Zuletzt geändert am 5. Februar 2002 14:56 von tea

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum