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Liberalisierung des Autohandels in der EU heftig umstritten

Monti: Autofahren soll billiger werden

Straßburg/Brüssel - Die geplante Liberalisierung des Autohandels in der EU ist in Deutschland heftig umstritten. Bundeskanzler Gerhard Schröder und die IG Metall warnten am Dienstag davor, die Privilegien der Autohändler aufzuheben. Dagegen sprachen sich Einzelhandel und ADAC für eine Lockerung der Regelungen aus. Die EU-Kommission wollte in Brüssel eine Reform der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) bekannt geben, bei der die derzeit strengen Regeln für die Niederlassung von Händlern gelockert werden sollen.

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Schröder sagte bei der Eröffnung eines neues Opel-Werkes in Rüsselsheim, wenn die GVO aufgehoben würde, wäre die deutsche Automobilbranche stark benachteiligt. Die IG Metall fürchtet wegen der neuen Auto-Vertriebsregelung, dass bis zu 100.000 Jobs im deutschen Kfz-Gewerbe wegfallen könnten. Je mehr das bisherige Regelwerk den Schutzcharakter für kleinere Händler verliere, desto mehr bauten die großen Autohersteller ihren Direktvertrieb aus.

"Viele mittelständische Unternehmen werden vernichtet, weil jetzt erst recht die Großen die Kleinen fressen werden." Tausende der rund 47.000 Unternehmen der Branche mit rund 530.000 Beschäftigten in Deutschland könnten vom Markt verschwinden. "Statt sinkender Preise wird es zum Händlersterben und zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen", warnte die Gewerkschaft.

AvD: Gefahr für mittelständische Autohändler

Auch der Automobilclub von Deutschland (AvD) sieht Gefahren für den mittelständischen Autohandel. Ansatzpunkte für sinkende Preise seien dagegen kaum zu erkennen. "Es ist offensichtlich, dass der Wegfall der Markenexklusivität das Aus für zahlreiche mittelständische Automobilhändler und -werkstätten bringen wird", sagte Mathias Wieland vom AvD.

Auch der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft Willi Diez warnte vor einer Neuregelung. "Der Koordinierungsaufwand für die Autohersteller wird schwieriger werden", sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Die Vertriebskosten könnten steigen.

ADAC: Neuwagenpreise könnten sinken

ADAC-Verbraucherschutzexperte Ulrich May sagte dagegen, ein schärferer Wettbewerb sei für die Autofahrer grundsätzlich gut. Die Neufassung der GVO könnte in Deutschland zu sinkenden Neuwagenpreisen führen, sagte er der "Berliner Zeitung". Nach Einschätzung des Einzelhandels-Sprechers Hubertus Pellengahr könnte der erwartete Wettbewerb dafür sorgen, dass Leistung und Service besser werden und die Preise sinken. Bisher werde der Markt weitgehend von den Interessen der Hersteller dominiert und nicht von denen der Kunden, sagte er derselben Zeitung.

Bisher werden Neuwagen in Deutschland in der Regel über exklusive Händlernetze der Autohersteller verkauft. Markenhändeler dürfen nicht außerhalb ihres Verkaufsgebietes werben oder Niederlassungen errichten. Nach den Plänen der EU-Kommission sollen Händler künftig überall in der EU werben und unter bestimmten Voraussetzungen auch Filialen einrichten können.

Profitieren vor allem ausländische Hersteller?

Nach früheren Angaben des Verbandes der Automobilindustrie ist geplant, dass Autobauer mit einem nationalen Marktanteil von mehr als zehn Prozent künftig nicht mehr die Standorte der Verkaufsstellen ihrer Vertragshändler festlegen dürfen. Der Verband hatte kritisiert, dass davon vor allem ausländische Hersteller profitieren würden, die in der Regel über einen Marktanteil von weniger als zehn Prozent verfügten.

AP - Grafik: dpa

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Zuletzt geändert am 5. Februar 2002 15:29 von aj

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