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Russische Deserteure erschossen acht Verfolger:

Blutbad an der Wolga

Moskau - Nach einer blutigen Flucht mit acht Toten sind zwei desertierte russische Fallschirmjäger in der Nacht zum Dienstag von der Polizei erschossen worden. Das teilte das Innenministerium der Teilrepublik Tatarstan an der Wolga mit.

Bei der fast 24-stündigen Verfolgungsjagd in der Wolga- Region eröffneten die Flüchtigen mehrfach aus Kalaschnikow- Maschinenpistolen das Feuer auf ihre Verfolger. Mitleidslos töteten sie insgesamt acht Menschen durch gezielte Kopfschüsse. Zum Hintergrund der Tat gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Überlebenden zeitweise als Geisel genommen

Die Soldaten, ein tatarischer Unteroffizier und ein russischer Wehrpflichtiger, waren Montagnacht aus der Kaserne der 31. Fallschirmjäger-Brigade bei Uljanowsk geflohen. Zu den Todesopfern der Verfolgungsjagd zählten außer Polizisten auch Unbeteiligte. Als die Deserteure in ihrem Fluchtauto an einem Polizeiposten nicht stoppten, hielt der Polizist das nächste vorbeikommende Auto an und nahm damit die Verfolgung auf. Bei einem Überholmanöver erschossen die Deserteure den Polizisten und zwei andere Insassen des Wagens. Der überlebende Fahrer wurde zeitweise als Geisel genommen.

Das Ende der wilden Jagd kam erst in der Nacht zum Dienstag. Zunächst wurde der 20-jährige Unteroffizier nahe der Stadt Buinsk in Tatarstan gestellt. Er erschoss drei Polizisten, bevor er selbst getötet wurde. Einige Stunden später wurde in einem weiteren Feuergefecht auch der 19-jährige Wehrpflichtige erschossen.

Für harten Wehrdienst berüchtigt

In der russischen Armee, die für ihren harten Wehrdienst berüchtigt ist, drehen häufiger Soldaten durch und laufen Amok. Angesichts des kaltblütigen Vorgehens der beiden Deserteure gingen Ermittler diesmal allerdings nicht von einer Verzweiflungstat aus. Sie schlossen einen kriminellen Hintergrund nicht aus. Der Unteroffizier war nach einem Fernsehbericht wegen Diebstahls vorbestraft.

dpa


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Zuletzt geändert am 5. Februar 2002 11:17 von aj

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