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US-Band Alien Ant Farm und ihre Unterhaltungsmission

Der Angriff der außerirdischen Ameisen

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Hit mit Coverversion von Michael Jacksons "Smooth Criminal": Alien Ant Farm

Dryden Mitchell nimmt seinen Job sehr ernst. Der Sänger der US-Band Alien Ant Farm - derzeit nominiert für den Grammy Award als beste HardRockPerformance (Entscheidung am 27.2.) - sieht seinen Auftrag darin, für Unterhaltung zu sorgen.

Doch auf der Bühne wirkt er ernst, konzentriert, manchmal aggressiv und auch im Interview kommt ihm kein Lächeln über die Lippen. Mit der Coverversion von Michael Jacksons "Smooth Criminal" gelang dem Quartett ein veritabler internationaler Hit. Derzeit stellen die außerirdischen Ameisen auf einigen Konzerten in Europa ihr zweites Album "ANThology" (Motor) vor.

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Der Erfolg von "Smooth Criminal" hat die Band nur zum Teil überrascht. "Wir hatten den Song nicht als Single vorgesehen", erklärt Bassist Tye Zamora im Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Die Radiostationen hätten den Song einfach die ganze Zeit gespielt und so sei er quasi ohne ihr Zutun zur Single geworden. "Unsere Einflusslosigkeit war verblüffend, aber nicht, dass der Song dann so explodiert ist. Er war ja schon bei Michael Jackson ein Hit."

"Ziemlich nah am Original"

Auf die Frage, ob ihre Heavy-Coverversion einen ironischen Unterton habe, reagiert Sänger Mitchell leicht gereizt. Jackson sei ein perfekter Künstler, die Version seines Songs sei auch nicht heavier, sie habe allerhöchstens etwas mehr Energie. Bassist Zamora ergänzt: "Eigentlich ist unsere Version ziemlich nah am Original, wir haben bloß die Keyboards durch Gitarren ersetzt und die Geschwindigkeit etwas hochgedreht."

"Wir spielen Rock 'n' Roll"

Zudem ist das Jackson-Cover eher untypisch für den Stil von Alien Ant Farm. "Wir spielen Rock 'n' Roll", sagt Zamora. "Das ist der Überbegriff für die verschiedenen Elemente, die wir in unserer Musik vereint haben und die sich eigentlich nicht mit einem einzigen Etikett versehen lassen." Zamora hat früher viel Punkrock gehört, Mitchell sieht seine Wurzeln eher im Classic Rock von Queen oder anderen Bands der siebziger Jahre. Die Rhythmusabteilung aus Bass und Schlagzeug habe dagegen viele Rhythm'n-Blues-Einflüsse, erklärt der 25 Jahre alte Sänger.

Insekten-Connection mit Papa Kakerlake? Alles Quatsch!

Ameisen würden ihn nicht interessieren, sagt Mitchell und kratzt sich am Nacken, wo das Bandlogo tätowiert ist - eine stilisierte Ameise. Der Bandname komme von einer Vision, erklärt Zamora. Sie hätten sich vorgestellt, dass Außerirdische die Menschen auf die Erde gebracht hätten und sie jetzt beobachteten - so wie Kinder, die fasziniert einen Ameisenhaufen beobachten.

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Die enge Freundschaft mit der Band Papa Roach (Vater Kakerlake) habe nichts mit irgendeiner Insekten-Connection zu tun, stellt Mitchell klar. Man habe sich in alten Clubtagen über einen gemeinsamen Bekannten kennen gelernt, angefreundet und gegenseitig geholfen. Als Papa Roach immer erfolgreicher wurden, haben sie ihre Freunde von Alien Ant Farm immer wieder ins Gespräch gebracht und damit wohl nicht unerheblich zu deren Durchbruch beigetragen.

Mäuse, Männer und Musik

"Zunächst machen wir Unterhaltung nur für uns, wenn wir auf die Bühne gehen", erklärt Mitchell. "Wenn die Leute das mögen, ist es großartig. Wenn nicht, scheiß drauf, dann gehen wir woanders hin und versuchen es nochmal." Eine tiefschürfende Botschaft will die Band mit ihren Texten nicht vermitteln. "Ich schreibe über Liebe, Beziehungen und Freundschaft", erklärt Mitchell. Alle anderen Themen spielten nur am Rande eine Rolle. Am Abend des 11. Septembers nach den Terroranschlägen in den USA habe die Band in London einen ganz normalen Gig gespielt, sagt Mitchell.

..."dann holt Dryden seinen Penis raus"

Weitere Auftritte: 12.02. München (Elserhalle), 13.02. Hamburg (Grünspan), jeweils mit Support Dredg; 22.02. A-Sölden: MTV Winter Jam (mit Puddle Of Mudd).

"Wenn die Leute mitgehen, dann tun wir das gleiche", erklärt Zamora. "Wenn es gut ist, gehen wir auf die nächste Stufe." Was das sei? "Dann holt Dryden seinen Penis raus", sagt Zamora und grinst. Mitchell springt auf und geht zur Wand des Backstage-Raumes, an die irgendein Witzbold eine Maus mit einem mindestens drei Mal so großen Geschlechtsteil gezeichnet hat. "Was für kleine Ohren sie hat", sagt Mitchell - ganz ernst und ohne Ironie in der Stimme.

Stephan Köhnlein, AP


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Zuletzt geändert am 6. Februar 2002 14:16 von to

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