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Sieg über Amerikaner Vaughn Bean durch Technisches K.o.

Witali Klitschko auf WM-Kurs

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Sieger: Witali Klitschko

Braunschweig - Witali Klitschko hat eine letzte Drohung an Lennox Lewis und Mike Tyson geschickt. Mit seinem Sieg durch technischen K.o. in der elften Runde über den stark eingestuften Amerikaner Vaughn Bean Freitagnacht in Braunschweig bestand der 30 Jahre alte Profi-Boxer einen wichtigen Eignungstest vor einem Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht.

"Für mich war es Witalis bester Kampf", sagte Promoter Klaus-Peter Kohl. Klitschko, der den für die Weltrangliste wichtigen internationalen WBA-Meistertitel verteidigte, baute seine beeindruckende Bilanz aus: Von 32 Kämpfen gewann er 31, 30 davon durch K.o.

Der 28 Jahre alte Bean, der von 44 Profi-Duellen (32 K.o.) nur zwei verloren hatte, kassierte erstmals in seiner Karriere eine vorzeitige Niederlage. 7200 Zuschauer in der ausverkauften Volkswagen-Halle äußerten allerdings Unmut, als Ringrichter Terry O'Connors aus Großbritannien den Kampf abbrach. Bean hielt sich zwar noch auf den Beinen, musste aber reihenweise schwere Treffer hinnehmen, ohne Gegenwehr leisten zu können. "Bei einem der nächsten Schläge wäre er umgefallen. Der Ringrichter musste ihn schützen", erklärte Witalis fünf Jahre jüngerer Bruder Wladimir.

Lob von Bean: Klitschko besser als Holyfield und Moorer

Beans anschließender Vergleich mit den früheren Weltmeistern Evander Holyfield und Michael Moorer, die ihn als einzige nach Punkten bezwangen, fiel deutlich aus. "Klitschko ist klar besser als die beiden. Er ist größer, viel stärker", so Bean, unter dessen rechtem Auge ein stattliches Veilchen blühte.

Tatsache: Klitschko wird gegen Tyson oder Lewis kämpfen

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Klitschko drängt seinen Gegner Bean (re.) in die Ringecke.

"Wir warten nicht auf Tyson oder Lewis. Der Kampf gegen einen der beiden steht fest", versicherte Manager Kohl. Seine Argumentation: Kommt das 150-Millionen-Dollar-Duell Tyson gegen Lewis zu Stande, ist Klitschko offizieller Herausforderer des Siegers. Boxen beide nicht gegeneinander, muss Lewis seine Titel der Verbände WBC und IBF zwangsläufig gegen den in Hamburg lebenden Ukrainer als Nummer zwei der WBC-Rangliste verteidigen. Auch eine Auseinandersetzung gegen WBA-Champion John Ruiz (USA) ist möglich. In diesem Weltverband rangiert Klitschko an Nummer drei. Doch Kohl meint skeptisch: "Dort ist die Situation unklar." Ex-Champion Holyfield will nochmals gegen Ruiz ran, der Kanadier Kirk Johnson ist ein weitere Kandidat.

"Kleiner" Bean war ständig auf der Flucht

Bei weitem nicht alle Beobachter teilten Kohls Ansicht, Klitschko habe an diesem Abend seinen besten Kampf gezeigt. Sechs Runden agierte der Ex-Weltmeister zögerlich, konnte kaum Treffer landen. "Es waren verschiedene Fehler zu sehen", befand Bruder Wladimir. Leichtgewichts-Weltmeister und Stall-Gefährte Artur Grigorjan sah bis zur siebten Runde "nur einen halben Kampf von Witali". Auch Trainer Fritz Sdunek sprach von Schwächen: leichtsinnig in der Deckung, mangelnde Konterqualität im Rückwärtsgang.

"Das war der unangenehmste Stil, mit dem ich es in meiner Karriere zu tun hatte", erklärte Klitschko. Der 22 Zentimeter kleinere Bean war ständig auf der Flucht, wenn er nicht gerade klammerte, blieb mit seinen eingesprungenen Kontern aber höchst gefährlich. Die wichtigste Erkenntnis, die WBO-Weltmeister Waldimir Klitschko gewann: "Witali hat gezeigt, dass er nicht nur reinhauen kann. Er kann auch mit Köpfchen kämpfen."

Von Franko Koitzsch, dpa


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Zuletzt geändert am 9. Februar 2002 13:04 von tea

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