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So 10.02.2002

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Finnen vorn - Von Gottwald überspurtet - Kircheisen Fünfter

Goldfavorit Ackermann mit "Blech" bestraft

Soldier Hollow - Von Gold geträumt, mit Blech bestraft - ein "bitter enttäuschter" Ronny Ackermann ist beim geplanten Sturm auf den Thron der Nordischen Kombination ziemlich klar gescheitert. Hinter den "fliegenden Finnen" Samppa Lajunen und Jaakko Tallus sowie Weltcup-Spitzenreiter Felix Gottwald aus Österreich kam der Oberhofer nur als Vierter ins Ziel. Junioren-Weltmeister Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) beendete sein Olympia-Debüt auf dem glänzenden fünften Rang.

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Ronny Ackermann

Damit verpasste der 24 Jahre alte Sportsoldat Ackermann die erste deutsche Einzel-Medaille in dieser Disziplin seit 1980, als Ulrich Wehling in Lake Placid zum dritten Mal hintereinander Olympiasieger wurde. "Das war sehr, sehr bitter. Ich habe versucht, alles aus mir rauszukitzeln, aber mehr war nicht drin", sagte der völlig frustrierte Ackermann nach dem 15-km-Lauf auf dem extrem schwierigen Höhenkurs von Soldier Hollow.

Erstes Gold für Finnland seit 54 Jahren

Im Ziel lag der Goldfavorit 1:16,1 Minuten hinter Lajunen, der als erster Finne seit 54 Jahren (1948 siegte Heikki Hasu) den Olympiasieg in der Nordischen Königsdisziplin eroberte. Bis drei Kilometer vor dem Ziel hatte Ackermann zumindest die Bronzemedaille im Visier, doch dann zog Gottwald so unwiderstehlich an ihm vorbei wie Lance Armstrong an Jan Ullrich beim Aufstieg der Tour de France 2001 nach Alpe d'Huez.

Ackermann verkrampft und schlapp

"Ich habe versucht, mein Rennen durchzuziehen. Das ist mir einigermaßen gelungen, aber Lajunen war extrem stark. Und als Gottwald am Anstieg kam, konnte ich ihm einfach nicht folgen" schilderte Ackermann den Ausgang des Rennens bei Temperaturen von minus 17 Grad. Im Gegensatz zu Kircheisen ("Ich bin überglücklich, heute habe ich mich selbst übertroffen") gab Ackermann zu. Er fand von Beginn an nicht seinen Laufrhythmus, wirkte verkrampft und schlapp.

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Die Finnen Samppa Lajunen (r) als Sieger und Jaakko Tallus, der den zweiten Platz belegt, freuen sich über ihren Erfolg.

Dabei sah es für ihn nach dem Sprunglauf auf der Normalschanze am Samstag in Park City noch nach einem Traumergebnis aus. Nach teilweise völlig missratenen Trainingsversuchen war bei dem "absoluten Wettkampftypen" (Ackermann über Ackermann) ausgerechnet im ersten Wertungssprung der Knoten geplatzt. Mit viel Mühe konnte er den 96-Meter-Satz stehen, freute sich über "den besten Sprung, den ich hier gemacht habe", legte im zweiten Durchgang nochmals 96 Meter nach und hielt so den Abstand zum überragenden Tallus in Grenzen. Der Finne stand mit 100,5 Metern den mit Abstand weitesten Flug der gesamten Konkurrenz und legte so 53 Sekunden zwischen sich und Lajunen. Ackermann (1:08 Minuten zurück) ging wenig später auf Strecke.

Gottwald kam regelrecht angeflogen

"Nach fünf Kilometern haben sie mich eingeholt", orakelte Tallus. Seine Prognose erfüllte sich einen Kilometer später, als Lajunen aufschloss. Ackermann, der nach morgendlicher Blutdoping-Kontrolle eine hektische halbe Stunde vor dem Rennen erlebt hatte, begann ungewohnt passiv und konnte bis zur 5-km-Marke nur zwölf Sekunden gegenüber Tallus aufholen.

Auf der zweiten der drei Laufrunden setzte sich Lajunen locker von seinem Landsmann ab, während Ackermann den Österreicher Mario Stecher überholte und auf Rang drei nach vorne lief. Ackermann quälte sich sichtlich über die Distanz, während von hinten der auf Startplatz elf scheinbar aussichtslos zurückliegende Gottwald regelrecht angeflogen kam. Zwei Kilometer später war Gottwald dran und lief mühelos am völlig ausgepumpten Deutschen vorbei

Zufriden mit Youngster Kircheisen

Bundestrainer Hermann Weinbuch konnte nur mit Youngster Kircheisen zufrieden sein. "Mein großes Ziel war eine Medaille bei der Junioren-WM, das habe ich geschafft. Ich bin doch schon froh, überhaupt hier zu sein. Einen fünften Platz habe ich nie erwartet", sagte Kircheisen, der schon hundert Meter vor dem Ziel jubelnd die Arme in den Himmel reckte.

Der Junior dürfte auch für die Teamkonkurrenz (14./15. Februar) neben Ackermann gesetzt sein. Dagegen enttäuschten Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) und Georg Hettich (Rohrhardsberg) auf den Rängen 21 und 34 und müssen um ihren Einsatz in der Mannschaft bangen.

Von Peter Stracke und Torsten Teichert, sid


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Zuletzt geändert am 10. Februar 2002 21:22 von tea

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