IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    US Sports    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

Kroatien - Deutschland 4:1 - Knappe Niederlage gegen Ivanisevic

Schüttler verpasste Happy End für Stichs Debüt

Anklicken zum Vergrößern
Rainer Schüttler mit erhobener Faust

Zagreb - Rainer Schüttler kämpfte wie ein Löwe und spielte das beste Daviscup-Match seiner Karriere - doch gegen Goran Ivanisevic, 3.500 lautstarke Zuschauer und eine Reihe zweifelhafter Linienrichter-Entscheidungen konnte er am Ende trotz einer großartigen Leistung nichts ausrichten. Der Bad Homburger unterlag dem Wimbledonsieger in einem dramatischen Match mit 4:6, 6:7 (4:7), 6:7 (5:7). Die Zweitrundenpartie in der Daviscup-Weltgruppe gegen Kroatien in Zagreb war damit verloren. Typischerweise beendete Ivanisevic das Match nach 2:22 Stunden mit seinem 27. As bei seinem dritten Matchball.

Das Debut von Michael Stich als Daviscupkapitän hatte damit kein glückliches Ende. Die abschließende 6:7 (1:7), 4:6-Niederlage von Nicolas Kiefer gegen Ivan Ljubicic zum 1:4-Endstand war nur von statistischer Bedeutung. "Rainer war sehr knapp dran", sagte Stich, "die Mannschaft hat sich hier gut präsentiert, das zählt. Es war ein Schritt in die richtige Richtung." Das deutsche Team muss nun vom 20. bis 22. September zum neunten Mal seit 1981 in der Qualifikation um den Klassenerhalt in der Weltgruppe kämpfen. Kroatien trifft in der zweiten Runde auf Argentinien.

Ärger über Verweigerer Tommy Haas

In die Freude über das starke Auftreten von Schüttler und das neu erweckte Mannschaftsgefühl mischte sich beim ehrenamtlich tätigen Kapitän allerdings Ärger über Verweigerer Tommy Haas. "Ich verstehe nicht, dass er ein Zeitungsinterview an einem Sonntag gibt, wo wir noch um den Gesamtsieg kämpfen", kritisierte der Elmshorner Haas erneute Angriffe gegen den Deutschen Tennis Bund in der Welt am Sonntag, "das ist ein unmöglicher Zeitpunkt." Den Weg zurück ins Team will er Haas dennoch nicht versperren: "Der Weg ist offen, aber Tommy muss sich endlich im Klaren sein, was er eigentlich will."

"Ich bin sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat"

Anklicken zum Vergrößern
Michael Stich feuert seinen Spieler Rainer Schüttler an.

Ohne Haas war Rainer Schüttler die deutsche Nummer eins und spielte diese Rolle ausgezeichnet: "Ich bin sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat", sagte Schüttler nach seinem Match, "wenn er so aufschlägt, gibt es wenig, was man tun kann." "Volksheld" Ivanisevic besiegte die deutsche Mannschaft im Dom Sportiva in der kroatischen Hauptstadt praktisch im Alleingang und spielte in der gleichen Form, die ihm im letzten Juli sensationell in Wimbledon triumphieren ließ. "Ich habe alle gegeben, aber er hat etwas mehr Glück gehabt", meinte Schüttler, "mehr konnte ich nicht machen. "

Ivanisevic wurde nach dem Gewinn des entscheidenden dritten Punktes von den Fans minutenlang gefeiert, er riss sich das Shirt vom Leib und "badete" in der Menge. "Dies ist ein großer Erfolg für uns, wir waren noch nie in der zweiten Runde", sagte der Triumphator, "ich habe an diesem Wochenende unglaublich aufgeschlagen." Nach seinem Auftakterfolg am Freitag gegen Nicolas Kiefer war Ivanisevic auch beim vorentscheidenden 6:4, 6:4, 7: 5-Doppelerfolg an der Seite von Ivan Ljubicic am Samstag gegen David Prinosil und Michael Kohlmann der alles überragende Spieler.

Schüttler fehlte etwa Glück und Mut

Anklicken zum Vergrößern
Goran Ivanisevic jubelt nach seinem 6: 4, 7: 6 und 7: 6 Sieg über Rainer Schüttler.

Schüttler allerdings war am Sonntag knapp dran. Letztlich fehlte ihm in der ausgeglichenen Partie nur etwas Glück und mehr Mut von Schiedsrichter Kim Craven. Der Brite wagte beim entscheidenden Breakball zu Ivanisevics 5:4-Führung im ersten Satz nicht, einen Linienrichter zu überstimmen, der einen Ball gut gab, der tatsächlich im Aus gelandet war. Da nützten auch die energischen Proteste von Michael Stich und Rainer Schüttler nichts. "Der Ball war klar im Aus, das hat letztlich den Satz entschieden", meinte der Deutsche, "aber was soll man machen, das ist Pech."

"Stich ist ein Segen für das deutsche Tennis"

Stich und die gesamte Mannschaft feuerten Schüttler pausenlos an. "Ich muss mich bei den Jungs bedanken, sie haben mich tol unterstützt", sagte der 42. der Weltrangliste, der in Abwesenheit von Haas Deutschlands Nummer eins war. Michael Stich hatte es geschafft, den Spielern den lange vermissten Teamgeist zu vermitteln. "Es hat Spaß gemacht, aber es gibt noch viel zu tun für die Zukunft", mahnte der ehemalige Wimbledonsieger an.

"Stich ist ein Segen für das deutsche Tennis", lobte Georg von Waldenfels, der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), den neuen Kapitän, der ehrenamtlich arbeitet. Der 33-Jährige kann sich trotz des Ausscheidens als Sieger der Woche von Zagreb fühlen. "Ich bereue keine Sekunde, den Job angenommen zu haben", sagte der Elmshorner, "die Jungs haben sich toll präsentiert und so gekämpft, wie ich es erwartet habe. Schade, dass es nicht gereicht hat."

Von Andreas Hardt, sid


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Sonderteil zur Bundesliga
Großer Sonderteil zur Bundesliga »


F 1
Großer F 1- Sonderteil mit Gewinnspiel »



Zuletzt geändert am 10. Februar 2002 17:50 von tea

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum