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So 10.02.2002

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   vom 10.02.02

Gold für Ammann - Silber für Hannawald
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Nach dem Schanzen-Krimi hatte er ein Lob für den Überraschungssieger: "Auf jeden Fall hat der Beste heute gewonnen." Ammann sprang auf 98 und 98,5 m und lag am Ende um die Winzigkeit von 1,5 Zählern vor Hannawald. Dritter wurde der Pole Adam Malysz (98,5/98) mit 263,0 Zählern. "Das ist fantastisch, einfach unglaublich", jubelte der 20 Jahre alte Sieger, der im Auslauf von seinen Teamkollegen vor Freude zu Boden gerissen wurde.

Schmitt: "Ich bin enttäuscht, weil ich mir Medaillenchancen ausgerechnet hatte"

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Der Überfliger: Newcomer Simon Ammann

Das hervorragende Abschneiden der Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV) komplettierten der viermalige Weltmeister Martin Schmitt (250,0/94,5+94,5) aus Furtwangen mit Platz sieben und Mannschafts-Weltmeister Michael Uhrmann (245,0/92+95,5) aus Rastbüchl mit Platz acht. Christof Duffner (Schönwald) wurde 17. Dennoch war Schmitt unzufrieden: "Ich bin enttäuscht, weil ich mir Medaillenchancen ausgerechnet hatte." Bundestrainer Reinhard Heß spendete Trost. "Sicher tut es weh, aber wir haben noch zwei Chancen. Auf der Großschanze werden noch viel Freude an ihm haben." Das Ergebnis von Hannawald wertete Heß positiv: "Ich bin nicht enttäuscht, dass es kein Gold geworden ist. Das war ein sehr guter Auftakt."

Neues Kapitel in "Hannis" Erfolgsstory

Dies gilt natürlich in erster Linie für Hannawald, der seine Stärken ohnehin auf der Großschanze hat. Mit Olympia-Silber fügte er seiner Erfolgsstory ein weiteres Kapitel hinzu. Gold würde eine Saison krönen, die bislang wie im Märchen verlaufen ist. Noch vor einem Jahr war Hannawald vorzeitig aus der Weltcup-Serie ausgestiegen, weil die Leistungen fehlten. "Wir haben Monate lang daran gearbeitet, ihn wieder an die Spitze heranzuführen", hatte sein Heimat-Trainer Wolfgang Steiert vor der Vierschanzentournee angedeutet, welch beschwerlicher Weg hinter dem sympathischen Leichtgewicht liegt.

Ammann wuchs über sich hinaus

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Sven Hannawald (li.) gratuliert Simon Ammann zum Sieg im Springen auf der Normalschanze.

Der Triumph bei der 50. Vierschanzentournee, wo er als erster Springer überhaupt alle vier Konkurrenzen gewann, machte Hannawald praktisch über Nacht zum Star. Die Fans bejubeln ihn so frenetisch wie sie dies in den Jahren zuvor bei Martin Schmitt getan hatten. Dennoch weist Hannawald die Rolle als neue Nummer eins im Team stets von sich. Doch in Salt Lake City zeigte er erneut, dass er im deutschen Team das Maß aller Dinge ist.

Im ersten Durchgang erzielte der 27-Jährige mit 97 m die drittbeste Weite, im Finale stand der mit 99 m sogar den weitesten Sprung der Konkurrenz. "An den Sprüngen war nichts zu korrigieren", kommentierte Heß die hervorragende Vorstellung. Doch am Ende fehlte ein Meter am ganz großen Triumph, weil Ammann über sich hinaus wuchs. "Das er so weit vorn ist, hätte ich nicht gedacht", meinte Heß. Und der dem Sieger fair applaudierende Hannawald bekannte: "Ein wenig enttäuscht bin ich schon."

Von Marc Zeilhofer, dpa

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Zuletzt geändert am 10. Februar 2002 20:46 von tea

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