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So 10.02.2002
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120 000 Touristen in VenedigMaskenparade auf dem Markusplatz
Venedig - Die Parade der Masken auf dem Markusplatz von Venedig ist auch im Jahr 2002 vor allem Sache der Touristen und Fremden. 120 000 Gäste kamen allein an diesem Wochenende zum Mummenschanz an die Lagune. Besonders Franzosen, Amerikaner und Deutsche lieben das öffentliche Spiel der reizvollen und verführerischen Pose. Betuchte Narren stellten sich am Sonntag bei eher kühlem Wetter sogar in Gondeln zur Schau. "Venedig ist die Königin der Masken", kommentiert das Fernsehen das Treiben. Junge Männer drehten mit klassischen Kniebundhosen und Spitzenhemd die Runde, die Damen in aufwendigen Fantasiekleidern. "Maschera nobile", die vornehme Maske der luxeriösen, der ausgefallenen Renaissance-Gewänder waren der größte Trumpf. "Der Karneval hat Casanove wiederentdeckt", kommentierte ein Kenner den Trend. Hoch im Kurs standen auch die traditionellen Masken, etwa Brighella, der verschlagene Schurke mit weißer Livree und grünlicher Gesichtsfarbe oder der schwarzgewandete Dottore mit der Schnabelnase. Seit den 80er Jahren ist der "moderne Karneval" wieder in
Zwar war das Gedränge zwischen Rialtobrücke und Markusplatz am Sonntag erneut bedrohlich. Die Einwohner der Lagunenstadt legen ihre Verkleidung aber fast nur auf den abendlichen Festen und Bällen an - in den verwinkelten Gassen tummeln sich meist nur die Fremden. Allein 34 Sonderzüge und über 1000 Busse waren eingesetzt, damit die Narren von auswärts an die Lagune kamen. Die Hotels sind so gut wie ausgebucht. Erst seit den 80er Jahren ist der "moderne Karneval" in Venedig wieder in Mode gekommen - zuvor waren die Masken fast 300 Jahre in der Mottenkiste geblieben. Orangen-Schlacht in Ivrea Im Gegensatz zur Eleganz in Venedig geht es bei der traditionellen Orangen-Schlacht in Ivrea bei Turin recht rauhbeinig zu. Bei dieser skurrilsten Karnevalstradition Italiens bewerfen sich zur Begeisterung des Publikums verschiedene Mannschaften des Städtchens mit Tonnen von Apfelsinen. Drei Mal geht das bizarre Apfelsinenwerfen bis zum Dienstag über die Bühne, alljährlich müssen Dutzende lädierter Jecken ins Rote-Kreuz-Zelt, am Ende wird das beste Team prämiert. Das Remmidemmi geht angeblich auf eine Begebenheit im Mittelalter zurück: Damals sollen die Bewohner einen ungeliebten Feudalherrn mit Bohnen als Wurfgeschosse verjagt haben. dpa |
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Zuletzt geändert am 10. Februar 2002 15:12 von tea |
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