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52. Berlinale - Die jungen Regisseure dominieren, die alten werden geehrt

Acht Frauen aus Frankreich machten Furore

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Szenenfoto aus "8 Femmes": Ludivine Sagnier, Virginie Ledoyen, Catherine Deneuve, Danielle Darricux, Isabelle Huppert, Firmine Richard und Emmanuelle Béart (v. l.)

Zur Halbzeit im Wettbewerb der 52. Internationalen Berliner Filmfestspiele überglänzt ein filmischer Edelstein aus Frankreich alle anderen elf bis zum Montag gezeigten Konkurrenten:

Die "8 Femmes" ("Acht Frauen") des erst 34-jährigen Regisseurs und Drehbuchautors Francois Ozon haben bei der Berlinale sowohl das Publikum wie auch die Kritiker zu Beifallsstürmen hingerissen. Ozons witzig-geistreiche Liebeserklärung an die Frauen ist ein Geniestreich, der dem aktuellen französischen Welterfolg "Amelie" nicht viel nachsteht.

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Francois Ozon

Wunderkind Ozon, ein großer Bewunderer Rainer Werner Fassbinders, präsentiert sämtliche große Diven seiner Filmnation wie Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Fanny Ardant und Emmanuelle Beart in einem Spektakel mit Chansoneinlagen, in dem nur ein Mann mitwirkt - als Leiche. "8 Femmes" ist zweifellos heißer Favorit für die Vergabe des Goldenen Bären am kommenden Sonntag. Aber durchaus nicht ohne Chancen ist nach wie vor Tom Tykwers vielgelobter Eröffnungsfilm "Heaven". Dieser in italienischer und englischer Sprache gedrehten deutsch-amerikanischen Koproduktion gelten die einheimischen Hoffnungen, zumal Tykwer in Berlin lebt.

Von "grauenhaft" bis "tief beeindruckend"

Der am Sonntag gezeigte zweite deutsche Wettbewerbsbeitrag "Der Felsen" von Dominik Graf hat die Meinungen polarisiert. Von "grauenhaft" bis "tief beeindruckend" reichen die Urteile über diese Liebestragödie auf Korsika mit der großartigen Karoline Eichhorn in der Hauptrolle. Eindeutig positiv waren hingegen alle Reaktionen auf den ungewöhnlichen amerikanischen Film "Monster's Ball". Inszeniert hat dieses Südstaatendrama mit den Stars Billy Bob Thornton und Halle Berry der gebürtige Ulmer Marc Forster. Aufgewachsen in der Schweiz, ist der 32-Jährige schon 1990 in die USA gegangen. Sein Werk kann als Geheimtipp für die Bären-Vergabe gelten.

Ein Geburtstagsgeschenk für Milos Forman

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Das Szenenfoto aus dem deutschen Film "Der Felsen" zeigt die Schauspieler Antonio Wannek und Karoline Eichhorn.

Tykwer, Ozon und Forster gehören allesamt zur jungen Generation von Filmemachern, denen die Zukunft gehört. Auch die 36-jährige Dänin Annette K. Olesen zählt dazu. Ihr Familien-Tragikomödie "Sma Ulykker" ("Kleine Missgeschicke") zeigt in mittlerweile bester dänischer Tradition die Folgen eines unerwarteten Todesfalls in einer Kopenhagener Familie. Das ist gut beobachtet und anrührend gespielt. Genau solche im besten Sinne naturalistischen Filme werden in der deutschen Produktion schmerzlich vermisst.

Ehren-Bär für Robert Altman

Die bei dieser Berlinale besonders geehrten Regie-Veteranen Robert Altman und Milos Forman haben bereits ein beeindruckendes Lebenswerk vorzuweisen. Der knapp 77-jährige Altman wurde am Sonntag mit einem Ehren-Bären dafür ausgezeichnet, dazu lief sein neuer Film "Gosford Park", eine unterhaltsame Gesellschaftsstudie aus dem England Anfang der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Der zweifache Oscar-Gewinner Forman wurde zu seinem 70. Geburtstag mit einer Galaaufführung seines Welterfolgs "Amadeus" von 1984 geehrt, allerdings in einer vom Regisseur um volle 20 Filmminuten ergänzten Fassung von nun dreistündiger Dauer.

Wolfgang Hübner, AP


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Zuletzt geändert am 11. Februar 2002 13:33 von tea

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