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"Washington-Post" über CIA-Raketenangriff:

Dorfbewohner und nicht Bin Laden getötet

Washington/Kandahar - Ein US-Raketenangriff auf mutmaßliche El-Kaida-Führer in Ostafghanistan war nach amerikanischen Medienberichten ein Fehlschlag. Statt Osama bin Laden oder anderer Terroristenführer seien bei dem Angriff durch ein unbemanntes Flugzeug des US-Geheimdienstes drei Dorfbewohner ums Leben gekommen, berichtete die "Washington Post" am Montag. Zugleich wurden Berichte über Misshandlungen afghanischer Gefangener durch US-Soldaten bekannt.

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Unterdessen berichteten freigelassene afghanische Gefangene über Misshandlungen durch US-Soldaten. Sie seien von ihren Bewachern geschlagen, getreten und als Terroristen beschimpft worden.

Ein "Washington Post"-Reporter berichtete aus Afghanistan, nach Angaben von Dorfbewohnern seien die Opfer des Raketenangriffs vom Montag voriger Woche drei Bauern gewesen, die in den Bergen Metalltrümmer gesammelt hätten. Einer von ihnen sei hochgewachsen gewesen. Die Berichte über einen "großen" Mann, der bei dem Angriff getötet worden ist, hatte in den USA zu Berichten geführt, dass es sich um Bin Laden handeln könnte.

Der "Post"-Reporter wurde nach eigenen Angaben von US-Soldaten daran gehindert, das Dorf zu betreten und mit Angehörigen der Männer zu sprechen. Nach offiziellen US-Angaben waren 50 amerikanische Soldaten in der abgelegenen Region in Ostafghanistan, um festzustellen, wer bei dem Angriff getötet wurde. Wie das Pentagon am Montag auf Anfrage erklärte, ist der von Gerichtsmedizinern begleitete Erkundungstrupp inzwischen mit DNA-Proben zurückgekehrt. Die Auswertung werde vermutlich aber Wochen dauern.

Gefangene: Wurden geschlagen und beschimpft

Unterdessen berichteten freigelassene afghanische Gefangene über Misshandlungen durch US-Soldaten. Sie seien von ihren Bewachern geschlagen, getreten und als Terroristen beschimpft worden, berichteten einige der 27 Gefangenen nach Angaben der "Washington Post" am Montag. Zwei Männer hätten bei den Misshandlungen das Bewusstsein verloren, sagte einer der Freigelassenen, der als Polizeibeamter für die neue afghanische Regierung arbeitet.

Die Männer waren nach einem amerikanischen Raketenangriff vom 24. Januar auf ein abgelegenes Dorf in der Heimatprovinz des neuen afghanischen Regierungschefs Hamid Karsai als Gefangene genommen worden. Nach afghanischen Angaben waren bei dem Angriff 21 Dorfbewohner getötet worden. Das Pentagon hatte das Dorf als Terroristenlager beschrieben. Inzwischen hat das US-Militär einen Fehler eingestanden. Der US-Geheimdienst CIA hat an die Angehörigen der Opfer Entschädigungen von jeweils 1000 Dollar (1150 Euro) gezahlt.

Terror-Plan vereitelt

Auf dem südafghanischen Flughafen Kandahar zeigten sich am Montag Soldaten aus Kanada einsatzbereit. Nach Berichten kanadischer Medien sind inzwischen zwei Drittel des geplanten Kontingents von 750 Mann in Afghanistan eingetroffen. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Sicherung des Flughafens Kandahar und seiner Umgebung. Die Kanadier unterstützen die von den USA geführte Anti-Terror-Koalition, der auch Norweger und Jordanier angehören.

Die in Singapur erscheinende Zeitung "Straits Times" berichte am Montag, militante Moslems hätten am 4. Dezember des Vorjahres zeitgleich Sprengstoffattentate auf US-Botschaften in Singapur, Kuala Lumpur und Jakarta geplant. Der indonesische Geheimdienst habe ein entsprechendes Papier der radikalen Islamistengruppe "Jemaah Islamiyah" entdeckt. Der Plan sei von indonesischen Sicherheitskräften vereitelt worden.

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 11. Februar 2002 16:33 von aj

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