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Vertrag mit Finanzgruppe vor Abschluss? - Eine Milliarde Euro erhofft

Springer-Verkauf soll Kirch Luft verschaffen

München - Um eine drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, soll sich der Medienunternehmer Leo Kirch jetzt zum Verkauf seines Anteils am Axel-Springer-Verlag entschlossen haben. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" will Kirch den 40-Prozent-Anteil an Springer schon in den nächsten Tagen für eine Milliarde Euro an eine Finanzgruppe verkaufen. Zugleich suchten die Banken, bei denen Kirch mit fast sechs Milliarden Euro in der Kreide steht, nach Lösungen.

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Allerdings sind die Interessen der Beteiligten sehr verschieden. Möglicherweise redeten einzelne miteinander, aber eine Bankenkonferenz habe es nicht gegeben, hieß es. Kirch werde letztlich die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten haben. Ob er nach dem Modell der Deutschen Bank seine Formel-1-Rechte und seine Springer-Anteile verkaufen müsste, ob ein ausländischer Investor einsteige oder ein Verlag oder eine Bank, sei heute noch völlig offen.

Kirch-Sprecher Hartmut Schultz sagte, Kirch sei in verschiedenen Gesprächen. Es gebe momentan aber nichts mitzuteilen. Spekulationen kommentiere er nicht. Über die am Freitag fällige Zahlung von 100 Millionen Euro an die Fußball-Bundesliga sagte Schultz, Kirch habe bisher alle Verpflichtungen pünktlich erfüllt. "Es gibt keinen Grund zu glauben, dass das künftig nicht so sein würde."

Das "Handelsblatt" berichtete, die Banken erwögen, Darlehen in Unternehmensanteile umzuwandeln und den 75-jährigen Mehrheitsgesellschafter Leo Kirch als Konzernchef abzulösen. Mehrere Branchenkenner stellten aber den Sinn eines Einstiegs in Frage.

WAZ bekräftigt Interesse

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Die Verlagsgruppe der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" bekäftigte am Montag ihr grundsätzliches Interesse am Kauf von Kirchs Springer-Anteilen. "Es gab aber keine Entscheidung", sagte ein Sprecher.

Die Mehrheitsaktionärin Friede Springer hatte laut "Financial Times Deutschland" eine mögliche Beteiligung von WAZ, Bertelsmann oder Burda abgelehnt. Die Verlegerwitwe hat ein Einspruchs- und Vorkaufsrecht über die Springer-Aktien, die Kirch für einen 700-Millionen-Euro-Kredit an die Deutsche Bank verpfändet haben soll. Der Springer-Verlag hatte die Krise bei Kirch im Januar ausgelöst, als er seine Anteile an Kirchs Sendergruppe ProSiebenSat.1 zurückgab und dafür 767 Millionen Euro zurück forderte.

"Liquiditätsprobleme"

Die "Financial Times Deutschland" zitierte einen Beteiligten mit den Worten, die Verhandlungen zwischen Kirch und einer Finanzgruppe über das Springer-Paket seien in einem fortgeschrittenen Stadium. Er hoffe auf eine Einigung in den nächsten Tagen. Der angepeilte Preis des Pakets, dessen Börsenwert derzeit rund 800 Millionen Euro beträgt, liege bei über einer Milliarde Euro.

Kirch muss im April 460 Millionen Euro an die Dresdner Bank zurückzahlen. Ende Juni wird zudem ein Kredit der Bayerischen Landesbank fällig. Im Oktober will Rupert Murdoch aus Kirchs defizitärem Abo-Fernsehen Premiere aussteigen und seine Einlage über 1,8 Milliarden Euro zurück. Der stellvertretende Konzernchef Dieter Hahn hatte am Wochenende erstmals eingeräumt: "Perspektivisch können wir im Laufe des Jahres Liquiditätsprobleme bekommen".

AP - Foto: AP - Grafik: Reuters


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Zuletzt geändert am 11. Februar 2002 16:16 von aj

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