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52 Verletzte bei Fährunglück:

Panik auf der "Princesa Teguise"

Las Palmas/Madrid - Bei einem Schiffsunglück vor der Kanaren-Insel Gran Canaria sind 52 Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Kurz nach dem Ablegen in Las Palmas sei die hintere Tragfläche des so genannten Tragflügelbootes gebrochen.

Dadurch sei die Fähre abrupt abgebremst worden und auf dem Wasser aufgeschlagen. Möglicherweise sei sie zuvor mit einem Wal oder einem auf der Oberfläche schwimmenden Gegenstand kollidiert. Zahlreiche der 102 Passagiere wurden durch die Schiffskabine geschleudert. Die Opfer zogen sich Knochenbrüche und Prellungen zu. Deutsche waren nicht an Bord, wie die Firma Trasmediterránea mitteilte.

Beinahe Höchstgeschwindigkeit erreicht

Die "Princesa Teguise" war auf dem Weg nach Teneriffa und hatte zum Zeitpunkt des Unglücks am Sonntagabend mit 42 Knoten (fast 78 Stundenkilometer) annähernd die Höchstgeschwindigkeit erreicht. "Die Menschen wurden meterweit aus ihren Sitzen geschleudert oder schlugen mit dem Kopf auf den Vordersitz", sagte ein Reisender.

Am schlimmsten traf es jene, die entgegen den Vorschriften nicht angeschnallt waren. Unter den Schwerverletzten ist auch ein vierjähriges Mädchen. Eines der Opfer wird nach Angaben der Ärzte möglicherweise gelähmt bleiben. Auch drei der fünf Besatzungsmitglieder mussten behandelt werden. "Es war ein Gefühl, als ob man mit einem Flugzeug in ein Luftloch fällt", berichtete ein anderer Passagier. An Bord sei Panik ausgebrochen.

"Fast wie der Aufprall eines Flugzeuges"

"Wenn die Fähre bei voller Fahrt plötzlich eine Vollbremsung macht, ist es fast wie der Aufprall eines Flugzeuges", erklärte ein Firmensprecher. Viele Passagiere hätten auch Nervenkrisen erlitten, berichtete die Lokalpresse. Bis Hilfe eintraf, sei das Schiff zunächst fast eine Stunde führerlos auf dem Meer getrieben. Dies habe zu noch mehr Unruhe an Bord geführt. Bis die Fähre in den Hafen zurückgeschleppt und die Verletzten in Krankenhäuser gebracht werden konnten, seien weitere vier Stunden vergangen.

Betreiber: Wartung nach jeder überfahrt

Erst im November sei das Schiff vom Typ "Jetfoil" einer Generalüberholung unterzogen worden, teilte Trasmediterránea mit. Zudem würden die Fähren nach jeder Überfahrt gewartet. Ein Techniker des japanischen Herstellers sei auf dem Weg, um bei der Aufklärung des Unglücks zu helfen. Auf den Routen zwischen den Kanaren-Inseln hat die Firma zwei dieser Fähren im Einsatz. Sie sind 27 Meter lang, 8,5 Meter breit, bieten 267 Passagieren Platz und erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern. Im Juni vor zwei Jahren war eines der Schiffe vor Teneriffa mit einem Motorschaden ausgefallen. Mit 129 Passagieren an Bord trieb es zehn Stunden auf dem Meer. Zusammenstöße mit Walen hat es schon öfter gegeben.

dpa


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Zuletzt geändert am 11. Februar 2002 15:41 von aj

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