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Entlassungen in Software-Schmiede nach tiefroten Zahlen:

Krise bei Intershop weiter verschärft

Jena - Trotz einer drastischen Schrumpfkur mit dem Rückzug aus den USA hat sich die Krise beim Jenaer Software-Konzern Intershop weiter verschärft. Als Konsequenz aus einer Verdreifachung der Verluste von 38,9 Millionen Euro auf 131,8 Millionen Euro (257,8 Mio DM) im Jahr 2001 und einem schweren Umsatzeinbruch kündigte das einstige Aushängeschild der Internetwirtschaft am Dienstag weitere Entlassungen an.

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Die Belegschaft der ostdeutschen Softwareschmiede für den Internet-Handel soll bis Mitte dieses Jahres von derzeit 733 auf 500 schrumpfen. Damit wird die Beschäftigtenzahl innerhalb eines Jahres mehr als halbiert. Ende Oktober war ein weiterer Stellenabbau noch ausgeschlossen worden.

Der Jahresumsatz 2001 lag mit 68,7 Millionen Euro leicht unter der immer wieder gesenkten Prognose des Vorstandes und knapp halb so hoch wie im Jahr 2000 mit 123 Millionen Euro. Nach der Trennung von Mitgründer Wilfried Beeck, der als Vorstand für das operative Geschäft und Finanzen zuständig war, und Europa-Chef Michael Tsifidaris verwies Vorstandschef Stephan Schambach auf weitere Umstrukturierungen. Der 31-Jährige Softwarepionier und größte Einzelaktionär wird die Geschäfte nicht mehr von San Francisco, sondern allein von Jena aus lenken. Die Stellenstreichungen begründete er mit dem Abbau von zwei Führungsebenen im Konzern.

Verhaltener Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr gab Schambach einen verhaltenen Ausblick, kündigte jedoch an, dass das Unternehmen auf Quartalsbasis in die Gewinnzone gebracht werden soll. Der Umsatz in den ersten drei Monaten werde etwa auf dem Niveau des vierten Quartals 2001 mit 11,7 Millionen Euro verharren. Nach früheren Angaben rechnet das Unternehmen 2002 sogar mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zum äußerst schwachen Vorjahr. Intershop will sich auf Softwarelösungen für das elektronische Geschäft (e-business) von international operierenden Großunternehmen konzentrieren.

Börse reagierte mit Kursabschlag

Die Börse reagierte mit einem Kursabschlag auf die schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen. Die seit 1998 am Neuen Markt notierte Intershop-Aktie verlor am Vormittag 8,4 Prozent auf 1,42 Euro. Sollte die Ertragswende nicht geschafft werden, rechnen Aktienstrategen damit, dass dem verglühten Börsenstar trotz der erreichten Kostensenkung Ende dieses Jahres das Geld ausgehen könnte. Der Vorstand gab die verfügbaren liquiden Mittel mit 36,3 Millionen Euro an. Das waren 8,9 Millionen weniger als im September 2001.

dpa - Foto: AP


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Zuletzt geändert am 12. Februar 2002 12:09 von aj

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