IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Di 12.02.2002

 Nachrichten

   vom 12.02.02

118 Menschen sterben bei Flugzeugabsturz
"Herr der Ringe" für
13 Oscars nominiert

Rio: Farben und
Haut wie nie zuvor

Prozess gegen Milosevic begonnen
FBI hat Hinweise auf Terroranschlag
Mädchenleiche in Wohnung entdeckt
Deutschland bleibt Blauer Brief erspart
Krise bei Intershop weiter verschärft
Dänen erfinden tropffreien Teebeutel
Winter schleicht
sich wieder an

Karikatur
Foto des Tages


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Prozess gegen Milosevic vor UN-Kriegsverbrechertribunal - Del Ponte:

"Internationale Gerechtigkeit in Aktion"

Den Haag - Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat am Dienstag der Prozess gegen den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic begonnen. Ihm werden Völkermord, Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Bosnien, Kroatien und im Kosovo vorgeworfen.

Anklicken zum Vergrößern
Will sich selbst verteidigen und auch Regierungschefs als Zeugen vernehmen lassen: Slobodan Milosevic.

Chefanklägerin Carla del Ponte erklärte zum Auftakt der Verhandlung, an diesem Tag sei internationale Gerechtigkeit in Aktion zu erleben. Der 60-Jährige ist weltweit der erste Staatschef, der wegen Kriegsverbrechen während seiner Amtszeit vor Gericht steht.

66 Einzelklagen

Insgesamt liegen 66 Einzelklagen vor. Del Ponte will in dem vermutlich zwei Jahre dauernden Prozess rund 300 Zeugen aufrufen, darunter den kosovo-albanischen Politiker Ibrahim Rugova und den früheren Leiter der OSZE-Mission im Kosovo, William Walker. Die Identität zahlreicher weiterer Zeugen wird zu deren Schutz nicht veröffentlicht. Sie sei sich ganz sicher, dass Milosevic wegen der ihm zur Last gelegten Verbrechen verurteilt werde, sagte Del Ponte. "Er entgeht keinem der drei Anklagepunkte."

"Mittelalterliche Barbarei und kalkulierte Grausamkeit"

Del Ponte erklärte weiter, Milosevic stehe wegen Verbrechen "von mittelalterlicher Barbarei und kalkulierter Grausamkeit" vor Gericht. Sein Fall werde zur machtvollen Demonstration, dass niemand über dem Gesetz stehe. Angetrieben von seinem Machtwillen habe Milosevic seine Ziele zum Preis unsäglichen Leids seiner Gegner verfolgt. Ihre Aufgabe als Hauptanklägerin sei es, den Opfern eine Stimme zu verschaffen. "Kein Staat und keine Organisation steht heute hier vor Gericht."

Der stellvertretende Chefankläger Geoffrey Nice erklärte in Bezug auf die Milosevic zur Last gelegten Verbrechen im Kosovo, dieser habe damals das Kommando über die serbischen Truppen gehabt. Daher müsse er schuldig gesprochen werden, wenn er Verbrechen nicht verhindert habe, von denen er Kenntnis hatte. "Wusste er davon? Natürlich", sagte Nice und verwies auf Berichte, die im Präsidentenbüro eingingen und auf die internationale Berichterstattung über den Krieg.

Clinton als Zeuge?

Milosevic wirkte bei der Eröffnung des Verfahrens ruhig. Der studierte Jurist erkennt das UN-Tribunal nicht an und hat es abgelehnt, Verteidiger zu benennen. Er wird sich selbst vor Gericht vertreten. Dem Vernehmen nach will er sich um die Zeugenvernahme zahlreicher ehemaliger und gegenwärtiger Staats- und Regierungschefs bemühen, darunter des früheren US-Präsidenten Bill Clinton. Nach seinem Sturz im Oktober 2000 war Milosevic an das UN-Tribunal in Den Haag ausgeliefert worden.

AP - Foto: dpa

[an error occurred while processing this directive]
Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Olympia bei RZ-Online
Olympia bei RZ-Online


Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 12. Februar 2002 12:37 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum