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Neues Album: Stoppok gegen Zeitgeisttrends - Tournee im März

Wohlfühlen - aber bitte ohne Wellness

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"Wellness"-Hörprobe: "Heut Nacht"

"Wellness" heißt das neue Album von Stefan Stoppok. Das Cover zeigt, was der Essener Rockmusiker von solchen Zeitgeistvokabeln hält: Mit sehr ungesund wirkendem dunkelblauen Farbstich im Gesicht steht er im Nieselregen...

Das ironische Artwork, das der 44-jährige Sänger selbst entworfen hat, folgt noch einer zweiten Idee: "Ich war zum Glück extrem unabhängig beim Design. Meine eigene Vorgabe war daher: Welches Design würde eine große Plattenfirma nie zulassen?"

Künstlerische Freiherit über alles

Stoppok genießt die künstlerische Freiheit in vollen Zügen, denn seit dem vergangenen Jahr ist er als Teilhaber des kleinen Labels "Grundsound" (Vertrieb über Indigo) quasi sein eigener Chef. "Das ist zwar mehr Arbeit, aber auch befriedigender."

Richtig "losgerockt" wird Anfang März

Zufrieden darf er auch mit seinem jüngsten Werk sein, das seit vergangener Woche in den Plattenläden liegt. Wie auf seiner letzten Platte "Grundvergnügen" dominiert auch diesmal der "Unplugged"-Sound mit Akustik-Gitarre und wenig Verzerrer. Richtig "losrocken" will Stoppok dann wieder auf der Tour, die Anfang März beginnt.

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Kreist um Politisches und Privates: Stoppok

Die Texte der neuen Platte kreisen gleichermaßen um Politisches und Privates. Besonders eindringlich wirkt der Song "Die Gladiatoren", der sich mit der Rolle der Militärmacht USA auseinander setzt und bereits Monate vor den Anschlägen vom 11. September geschrieben wurde. Trotzdem wirkt der Text geradezu beklemmend aktuell: "Alles was uns mal im Wege stand / Ob ein alter Krüppel oder ein ganzes Land / Haben wir einfach beseitigt / Dass es nicht mehr stört / Alles was wir tun ist nie verkehrt".

Wider "amerikanische Ignoranz und Arroganz"

Die "amerikanische Ignoranz und Arroganz" sei für ihn nicht erst seit dem Krieg in Afghanistan ein Thema, betont Stoppok. "Es müssen nicht erst Flugzeuge in Hochhäuser fliegen, damit ich weine". Ohnehin habe er noch nie aktuelle politische Ereignisse eins zu eins in Songs verpackt. "Die Sachen liegen in der Luft und fliegen einem zu, wenn man als Künstler wach ist."

Neben den gesellschaftkritischen Songs finden sich flammende Liebeserklärungen ("In 25 Jahren", "Heut Nacht") und wehmütige Bekenntnisse eines Verlassenen - wie etwa die Ballade "Ein Wort" ("Ein Wort von Dir und der Schnee der schmilzt / Und es wird Frühling wenn du es willst").

"Verdummungsmaschinerie schlägt zu"

In Songs wie "Abenteuerland" oder "Wellness" widmet sich der 44-Jährige Bluesrocker der von Oberflächlichkeit geprägten Spaßgesellschaft. "Die Verdummungsmaschinerie schlägt immer mehr zu", ärgert sich Stoppok und überzieht sie mit ätzender Ironie, bei der an einer Stelle auch die Heile-Welt-Band Pur ihr Fett weg bekommt: "Willkommen hier im Abenteuerland / Wo der letzte Rest Verstand auf mysteriöse Weise verschwand/ Leben Pur auf der Schmalspur".

Die Termine der "w.e.l.l.n.e.s.s.-Tour 2002":
01.03. Hannover (Capitol), 02.03. Bielefeld (PC 69), 03.03. Münster (Jovel), 04.03. Essen (Zeche Carl), 05.03. Oldenburg (Kultur Etage), 06.03. Bremen (Schlachthof), 07.03. Hamburg (Fabrik), 08.03. Bad Salzungen (Pressenwerk), 09.03. Freiburg (Jazzhaus), 10.03. München (Metropolis), 11.03. Frankfurt (Batschkapp), 12.03. Stuttgart (Altes Schützenhaus), 13.03. Nürnberg (Hirsch), 14.03. Leipzig (Anker), 15.03. Berlin (BKA Luftschloss), 16.03. Erfurt (Gewerkschaftshaus), 17.03. Krefeld (KuFa), 18.03. Bochum (Bahnhof Langendreer), 19.03. Köln (Live Music Hall), 20.03. Wuppertal (Live Club Barmen).

Der Titelsong "Wellness" handelt von Wellness-Werner und Pommes-Erwin, wie Stoppok auf der Homepage erläutert: "Eine schöne Geschichte über eine feine Geschäftsidee und gleichzeitig unsere Meinung über die ganze Pseudoesoterik-Szene, die die Leute mit irgendeiner falschen Energiekacke verarschen."

Zum Tourstart zwei Überraschungen

Zum Tourstart hat Stoppok zwei Überraschungen für seine Fans: Zum einen hat er als speziellen Gast Chris Whitley verpflichtet, den er als einen der besten zeitgenössischen Gitarristen verehrt. Und zum anderen veröffentlicht er ein Songbook mit 30 Songs zum Nachspielen für Hobbymusiker. "Wir haben seit Jahren eine unglaubliche Anfrage, dass Leute die Stücke spielen wollen. Und wir stellen fest, dass viele unserer Lieder mittlerweile bei Straßenmusikern und Coverbands schon zum Volksgut gehören."

Torsten Holtz, AP


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Zuletzt geändert am 13. Februar 2002 13:59 von to

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