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Amerikaner feiern sich und die Spiele - In der Medaillenwertung vorn

"Ein Land im Olympia-Rausch"

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Stars and Stripes, wohin das Auge reicht: Der Patriotismus der Amerikaner ist in Salt Lake City allgegenwärtig.

Salt Lake City - Nach nicht einmal einem Viertel der Olympischen Winterspiele sind jenseits des Atlantiks sämtliche Zweifel ausgeräumt. "Gold für Salt Lake City", titelte die Tageszeitung Indianapolis Star, nachdem 94 Prozent ihrer Leser die Mormonen-Metropole schon jetzt zur besten Olympiastadt aller Zeiten gewählt haben.

Das positive Echo auf die Eröffnungsfeier, der nach dem Terror vom 11. September allgegenwärtige Patriotismus und nicht zuletzt der Siegeszug ihrer Athleten haben die Begeisterung der Amerikaner für den Wintersport neu entfacht. Oder wie es der Fernsehsender NBC treffend ausdrückte: "Amerika - ein Land im Olympia-Rausch."

Tränendrüsenrezept geht auf

Wer in diesen Tagen in den USA den Fernseher einschaltet, kann sich dem Bann der fünf Ringe kaum entziehen. Die landesweit ausgestrahlte Frühstücks-Show "Today" verlegte ihr Studio von New York nach Salt Lake City, Late-Night-Talker Jay Leno reißt seine Witze vorübergehend in der "Olympic Late Show", dazu sendet NBC auf gleich drei Kanälen beinahe rund um die Uhr - vornehmlich Rührstories. Das bewährte Tränendrüsenrezept scheint aufzugehen. Schon bei der Eröffnungsfeier waren 42 Prozent der TV-Geräte auf NBC eingestellt, mehr als doppelt soviel wie in Sydney und Nagano.

US-Stars zeigen sich hypermotiviert

Dass sich US-Präsident George W. Bush gleich zu Beginn der Spiele als Staatsoberhaupt einer "stolzen und entschlossenen Nation" outete, passt gut ins olympische Konzept. Ebenso, dass die bei ihrem Heimspiel wie immer hypermotivierten US-Stars mit dreimal Gold und insgesamt neun Medaillen nach vier Tagen an der Spitze der Nationenwertung lagen.

Sehr zur Freude der dankbaren Gastgeber. "Ich hatte Gänsehaut, als 30.000 Fans USA, USA brüllten", gab selbst der ansonsten megacoole Snowboard-Olympiasieger Ross Powers zu, nachdem er mit Danny Kass und J.J. Thomas den ersten "Dreier" der USA eingefahren hatte. Auch Shannon Bahrke schlug nach ihrer Silbermedaille im Freestyle patriotische Töne an: "Dies ist der schönste Tag in meinem Leben. Ich bin so stolz, Amerikanerin zu sein."

"Heldenverehrung" nur von kurzer Dauer

Die Frage nach dem begehrtesten Objekt an Salt Lake Citys Souvenirständen beantwortet sich damit von selbst: Die "Stars and Stripes" gingen schon mehr als 30.000 Mal über die Theke.

Ob Snowboarder Kass und Freestylerin Bahrke ihre Medaillen in bare Münze umwandeln können wie etwa Eiskunstläuferin Tara Lipinski, die seit ihrem Gold von Nagano als Revue-Läuferin Millionen scheffelt, darf allerdings bezweifelt werden. Nach zweiwöchiger Heldenverehrung droht "Exoten" auch in den USA schnell ein "Normalo"-Schicksal.

Wie Derek Parra. Noch am Abend nach dem Gewinn der Silbermedaille im Eisschnelllauf, einer Sportart, die sich nur alle vier Jahre auf US-Bildschirme verirrt, begab sich der gelernte Handwerker vor laufender Kamera an seinen Arbeitsplatz beim Baumarkt "Home Depot" zurück. Dort darf er jetzt wieder Bodenbeläge verkaufen.

Von Frank Hoffmann, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 13. Februar 2002 10:20 von sab

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