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Do 14.02.2002

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Wolf von Lojewskis erzählt sein Leben

Der TV-Mann als Schreiber

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Wolf von Lojewski: "Live dabei". Lübbe, 288 Seiten, ca. 20 Euro

Oft sind Memoiren Zauberschlüssel zu menschlichen Geheimkammern. Dann wird offen, was verborgen lag. In Golo Manns "Erinnerungen und Gedanken" erfahren wir "aus erster Hand" etwas von dem schrägen Durcheinander seiner so begabten Sippe. Wer so oft - über Bildschirm - unser Gast ist wie Wolf von Lojewski, von dem möchte man mehr wissen. Gelegenheit bietet der Moderator des "heute journal" mit seinen Erinnerungen eines Journalisten "Live dabei".

Die spontane Frage: Bleibt sich Wolf von Lojewski gleich - als Nachrichtenmann und als schreibender Erzähler? Er bleibt. Wie er den Stoff sammelt, filtert, ordnet, verarbeitet: verdaulich in kleine Portionen verpackt, gelegentlich mit einem Wimpernzwinkern, dosierte Prisen von scheuem Humor und leiser Ironie, Pointen wie nach vielen Gängen als Dessert - unaufgeregt, aber eindringlich, sachlich, dabei mit wärmender Distanz, unverbindlich angenehm, vornehm "von".

"Mein verlorenes, versunkenes Paradies ..."

Aus seinem erzählten Leben einige Klein- Notizen. Kindheit und Jugend auf einem ostpreußischen Landgut. Privatunterricht. "Mein verlorenes, versunkenes Paradies ... fernab von Nachbarn und Spielgefährten ... ich, der kleine Prinz, allein mit Freund Tell, dem Berhardiner." Spricht als Kind perfekt Polnisch, verliert es später. Not: Vertreibung; im Treck Flucht vor den Russen; Armut. Stufen einer Karriere: Erste Reportage als 12- Jähriger. Lokalreporter bei den "Kieler Nachrichten". TV-Regionalprogramme. Korrespondent in London und Washington. Moderator von "Weltspiegel", "Tagesthemen", "heute journal".

"Schon am ersten Abend schenkte ich ihr den Mond."

Glück: Ute, die er heiratet. "Stupsnase, große Augen, drauflosredendes Temperament. Schon am ersten Abend schenkte ich ihr den Mond." Hält lebenslang. Reisen in die ganze Welt. Der Jugendliche trampt in den hohen Norden und tief in den Vorderen Orient.

Begegnungen: Helmut Kohl, "hoch über den Wolken in tiefem Gespräch mit sich selbst". Hannelore Kohl, "lustig unterhaltsam". Ronald Regan: Euch Deutschen kann man vertrauen. Nennt sein Schicksal "die Reise in den Sonnenuntergang meines Lebens". Journalistische Höhepunkte: "Rund um Big Ben". Vietnam- und Watergate- Jahre. Irak- Krieg.

"Mein Journalistenleben, eine Art Surfen"

Seine Summe: "Mein Journalistenleben, eine Art Surfen. Und es hat Spaß gemacht. Im richtigen Augenblick ein günstiger Wind ... Und wenn ich in dieser Disziplin etwas gelernt habe, so ist es die Kunst, jeder Hektik zu widerstehen. Die meisten Fehler entstehen durch Überreaktion. Der Wind läßt nach, und du willst ihn zwingen. Der Wind packt zu, und du stemmst dich dagegen. Mal stürzt du ins Segel, mal kippst du ins Wasser ...

Werner Schunk


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Zuletzt geändert am 14. Februar 2002 11:22 von to

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