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Dramatisches Springen von der Großschanze - Ammann gewinnt erneut

Sogar der Kanzler tröstete Hannawald

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Erneut besiegt: Sven Hannawald gratuliert Simon Ammann.

Park City - Sven Hannawald verkroch sich traurig auf sein Zimmer, Reinhard Heß spülte den Frust mit einem Whisky runter - und sogar der Bundeskanzler spendete Trost. "Sie haben in diesem Winter Sportgeschichte geschrieben, daran ändert auch das Missgeschick in Salt Lake City nichts. Zum Sport gehören nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen, in denen sich die Größe eines Sportlers zeigt", schrieb Gerhard Schröder in einem Telegramm.

Bei den deutschen Skispringern war nach dem Sturz-Drama von Park City erstmal Frustbewältigung angesagt, schließlich soll es beim Teamspringen am Montag ein goldenes Olmypia-Happyend geben. "Wir wollen noch mal feiern - zu Viert nach dem Teamspringen. Ich denke, dass ich die ganze Sache schnell abhaken kann, auch wenn es sehr weh tut", meinte Hannawald. Nicht nur psychisch, sondern auch physisch: Bei seinem Sturz bei 131 Metern wegen eines verkanteten Ski trug der Gewinner der Vierschanzentournee eine Wadenprellung davon. Nach der Behandlung gab Teamarzt Ernst Jakob Entwarnung, Hannawald ist beim Mannschaftsspringen in jedem Fall dabei.

"Einer der schlimmsten Momente"

"Ich hatte viele Hochs und Tiefs in meiner Karriere, aber das war einer der schlimmsten Momente", schilderte Sven Hannawald seine Gefühlslage nach dem bitteren Absturz. Silber hatte er sicher, Gold vor Augen - doch der Sturz raubte ihm wegen eines Rückstandes von 0, 7 Punkten sogar Bronze. Jetzt ist Abschalten Pflicht. "Speziell Sven muss das vergessen. Wir gehen zum Training der Eishockeyspieler und zu ein paar Wettbewerben", sagte Hannawalds Heimtrainer Wolfgang Steiert.

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Medaillentraum zu Ende: Sven Hannawald riskierte im zweiten Durchgang zuviel und musste in den Schnee greifen.

Hoffen auf Mannschafts-Gold

Niemand machte Hannawald beim Abendessen (Hühnchen mit Reis) Vorwürfe. "Sowas wird es bei uns nie geben", sagte Heß. Das klingt verständlich, denn Hannawald soll die Kollegen Martin Schmitt (10. Platz), Stephan Hocke (12.) und Michael Uhrmann (16.) noch zum Team-Triumph führen. Laut Heß werden "diese Vier primär das Team sein", eine interne Ausscheidung wird es nicht geben. Deutschland, Mannschafts-Weltmeister von 1999 und 2001, ist klarer Favorit.

"Wenn Sven diesen Sprung gestanden hätte, hätten wir in der Teamkonkurrenz mit Abstand Gold gewonnen. Das haben die Jungs verinnerlicht und sich schon beim Mittagessen nach dem Springen geschworen, alles zu geben", sagte Heß. Auch Schmitt will trotz seiner Knieprobleme nach vier Weltmeistertiteln endlich Olympiagold gewinnen: "Im Einzel habe ich versucht, eine Schlacht zu gewinnen. Ich habe sie verloren. Aber das ist abgehakt."

"Anlaufgeschwindigkeit war zu hoch"

Im Kollektiv wollen die Springer ihre Bilanz aufbessern; statt der erhofften Goldmedaillen gab es bisher nur Hannawalds Silber von der Normalschanze. Dafür hat der ohne Weltcupsieg angereiste Simon Ammann (Schweiz) überraschend zwei Olympiasiege auf dem Konto. Bei der Ursachenforschung entwickeln die erfolgverwöhnten Deutschen erstaunliche Thesen. "Ammann und Malysz haben in der Höhenlage von Park City Vorteile, weil sie leichter sind", so Steiert. Heß meinte, dass die Anlaufgeschwindigkeit bei Hannawalds Flug von der Jury zu hoch gewählt gewesen sei: "So hoch wie er eingeflogen ist, konnte er dem Landedruck nicht standhalten."

Immerhin gab es einen fairen Sieger. Der kleine Simon Ammann, der sofort nach dem Sturz zu Hannawald geeilt war, zeigte noch bei der abendlichen Siegerehrung Mitgefühl: "Ich kann verstehen, dass Sven enttäuscht ist. Aber er hat bei der Vierschanzentournee so viel geleistet, und außerdem kann er noch mit dem Team Gold gewinnen."

Von Lars Becker, sid - Fotos: dpa

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Zuletzt geändert am 14. Februar 2002 11:09 von sab

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