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Dreifach-Triumph der deutschen Rodel-Damen - "Eine Demonstration"

Olympisches Happyend für Sylke Otto

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Dreifacher Jubel: Die deutschen Rodel-Damen untermauerten bei Olympia ihre Favoritenstellung.

Park City - Erst küsste Sylke Otto die Eisrinne, dann ihren Freund. Die 32-jährige Rodlerin aus Oberwiesenthal hatte sich endlich den Traum vom Olympiasieg erfüllt, zehn Jahre nach ihrer ersten Olympia-Teilnahme war die Blondine endlich am Ziel ihrer sportlichen Wünsche.

Barbara Niedernhuber (Königssee) als Zweite und Silke Kraushaar (Oberhof) als Dritte gehörten zu den ersten Gratulanten. An den historischen Tag vom 100. deutschen Olympiasieg bei Winterspielen dachten alle in diesem Augenblick nicht. "Ein langer Leidensweg bis zu dieser Goldmedaille ist beendet", jubelte Sylke Otto.

Dann ließ sie vor lauter Freude noch im Zielraum ihren Tränen freien Lauf. Zwei verpasste Winterspiele 1994 und 1998, ein Mittelfußbruch zum Saisonbeginn und der blockierte Halswirbel waren vergessen: "Ich war unheimlich glücklich, als mein Freund plötzlich in der Bahn stand und mich drückte."

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Ein Küsschen vom Freund: Sylke Otto nach ihrer Gold-Fahrt.

Goldener Ring muss noch warten

Der goldene Ring am Finger muss allerdings noch ein wenig warten. Ronald Grund, ihr langjähriger Lebensgefährte im fränkischen Zirndorf, meinte: "Ein Heiratsantrag an der Bahn, das ist mir zu schlicht. Sie soll ihre Glücksgefühle jetzt ausleben, dann kommt das andere." Als erste Belohnung gibt es eine gemeinsame Woche Skiurlaub über Ostern in den italienischen Alpen.

"Otto...find ich super"

An der Kunsteisrinne von Park City jubelten viele Freunde und Wegbegleiter mit. Rolf Helwig, der 1983 der erste Coach der gebürtigen Chemnitzerin war. Der 71-Jährige trug eine schwarze Mütze mit einem angehängten blonden "Otto-Zopf". Andere trugen T-Shirts mit der Aufschrift: "Otto... find ich super".

Zünftig wurde dann im "Kufenstüberl" mit dem Fanclub sowie Skispringern und Biathleten gefeiert, die Medaille gibt es erst am nächsten Tag. In Oberwiesenthal war auf dem Fichtelberg extra ein "Olympia-Studio" eingerichtet worden. 50 bis 60 Leute hatten sich eingefunden, darunter Heimtrainer Andreas Estel: "Wahnsinn, ich könnte sie aus der Ferne drücken."

Für Olympia-Gold zwölf Kilo abgespeckt

Sylke Otto blickte zurück: "Als ich 1998 nur Zuschauerin war, da habe ich mir geschworen, dass ich das nächste Mal dabei bin. Und ich habe einiges dafür getan." Zwölf Kilogramm nahm sie ab, wurde prompt 2000 und 2001 jeweils Welt- und Europameisterin. Nun sorgte sie für den siebten Triumph einer deutschen Rodlerin bei Winterspielen - elf Goldmedaillen wurden seit 1964 überhaupt erst vergeben.

Dreifach-Erfolge bei den Damen hatte es für die DDR bereits 1972, 1984 und 1988 gegeben. 1976 standen zudem nur deutsche Athletinnen - aus der DDR und der BRD - auf dem Podest, nun klappte es erstmals seit der Vereinigung. Insgesamt räumten deutsche Rodler in der Historie 60 Olympiamedaillen ab.

"Wir können nicht mehr besser werden"

"Das war eine Rodel-Demonstration, eigentlich müssten wir jetzt aufhören, denn wir können nicht mehr besser werden", sagte Bundestrainer Thomas Schwab: "Wir fuhren in einer anderen Liga." Schon der Vorsprung von Otto, die mit Bahnrekorden im zweiten und dritten Lauf alles klar machte, war mit 0,321 Sekunden auf Niedernhuber recht deutlich, Kraushaar lag 0,401 Sekunden zurück. Der Abstand der Vierten Angelika Neuner (Österreich) auf Bronze betrug dann 1,297 Sekunden oder rund 27 Meter.

Barbara Niedernhuber: Dank an Georg Hackl

Zufrieden war auch Barbara Niedernhuber: "Ich bedanke mich beim Hackl Schorsch. Wenn er mir nicht einen Schlitten hergerichtet hätte, wäre ich ohne Chance gewesen. In der Kneipe in Schönau am Königsee wird der Bär los sein." Auch Silke Kraushaar, deren Freunde und Verwandte im Sonneberger Rathaus sowie im Oberhofer "Felix" feierten, zog eine positive Bilanz: "Zwei Olympia-Teilnahmen mit Gold und Bronze - das kann sich sehen lassen. "

Von Torsten Teichert, sid - Fotos: AP, dpa

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Zuletzt geändert am 14. Februar 2002 09:23 von sab

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