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Do 14.02.2002

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zurückblättern  ... Stehauf-Frau Ertl fährt aus dem Nichts zu Bronze

In einem packenden Dreikampf hatte Ertl sogar die Goldmedaille vor Augen. In einer Gesamtzeit von 2:45,16 Minuten fehlten ihr am Ende 1,88 Sekunden zum zehnten Olympiasieg einer deutschen Ski-Rennläuferin. Janica Kostelic (2:43,28), bereits nach dem Slalom mit 1,10 Vorsprung auf Ertl und 2,26 Sekunden Vorsprung auf die am Ende zweitplatzierte Österreicherin Renate Götschl (2:44,77) in Führung, holte die erste Einzel-Medaille für Kroatien bei Olympischen Spielen überhaupt. 2000 in Sydney hatten die kroatischen Handballer Gold gewonnen.

Nicht die Favoritin, aber hochmotiviert

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Siegerin: Kroatin Janica Kostelic

Unter strahlend blauem Himmel am Mount Allen konnte Ertl ihr Glück nach dem Finale eines nervenaufreibenden Kombi-Krimis trotz des knapp verpassten Goldes kaum fassen. Nichts erwartet, trotzdem eine Medaille gewonnen: Die Situation erinnerte frappierend an die WM 2001. Ohne Erwartungen war Ertl damals nach einer Verletzung nach St. Anton gereist, dann fuhr sie zu Kombi-Gold. Ähnliches schien diesmal ausgeschlossen: "Leider kann man sowas nie wiederholen", sagte die Polizeiobermeisterin vor ihrem ersten Olympia-Auftritt und versicherte: "Ich bin nicht die Favoritin. Aber ich bin hochmotiviert, und ich habe ja nichts zu verlieren."

Zusätzliche Probleme schuf sich die bisweilen stark zum Egoismus neigende Lenggrieserin dann noch, als sie ohne Not eine Diskussion über ihren Start auf der Spezialabfahrt vom Zaun brach. Sie wollte angesichts guter Trainingsleistungen fahren, die Trainer blieben hart und lehnten ab. Rechtzeitig vor der Kombination wurde die Krise beigelegt. "Der Streit ist für alle abgehakt, ich bin hier mit freiem Kopf gefahren", behauptete Ertl, die den DSV-Damen nach dem vierten Abfahrtsrang von Hilde Gerg umgehend die erhoffte Medaille einfuhr.

Hilde Gerg und Petra Haltmayr chancenlos

Mit einer Kurs-Korrektur überraschte Ertl auch in Sachen Material: Auf der "Wildflower"-Piste packte sie jenen extrem kurzen Ski (150 Zentimeter) aus, den sie bereits zu Saisonbeginn gefahren hatte. Zudem tauschte sie ihre Skischuh-Marke: Statt auf die Produkte ihres bisherigen Herstellers vertraut sie nun plötzlich mit Erfolg auf eine italienische Marke. Weiterer Vorteil: Den zweiten Durchgang, in dem Ertl erneut voll auf Angriff fuhr, hatte ihr Trainer Franz Gamper gesetzt.

Chancenlos waren die beiden anderen deutschen Teilnehmerinnen. Hilde Gerg, die 1998 in Nagano hinter Katja Seizinger und Ertl Bronze in der Kombination und anschließend Gold im Slalom gewonnen hatte, lag nach den beiden Slalom-Durchgängen mit 5,99 Sekunden Rückstand auf Kostelic bereits aussichtslos zurück und schied nach einem Torfehler in der Abfahrt ebenso aus wie Petra Haltmayr (Rettenberg), die vor der Abfahrt bereits 5,04 Sekunden Rückstand hatte.

Von Thomas Häberlein und Markus Seyrer , sid


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Zuletzt geändert am 14. Februar 2002 23:22 von tea

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