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Do 14.02.2002
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Doppeltes Schwein für Kati Wilhelm: Dicke Prämie und ein BorstenviehHarte Arbeit vor Olympia wurde belohnt
Salt Lake City - Kati Wilhelm hatte gleich doppelt Schwein: Nach ihrem Olympiasieg im Sprint ist die Thüringerin um 40 600 Euro und ein Borstenvieh reicher. Das Schwein bekommt die 25-Jährige aus Zella-Mehlis von ihrem früheren Vereinschef Richard Drossl, das Geld kommt aus den offiziellen Prämientöpfen der Deutschen Sporthilfe (15 000) und des Deutschen Skiverbandes (25 600). "An die Wette, bei der es um eine Olympia-Medaille ging, habe ich gleich gedacht. Die Höhe der ausgelobten Preisgelder kannte ich überhaupt nicht", erzählte die Skijägerin nach ihrem Coup über 7,5 km. Mega-Party im Heimatort Während die Feier in Salt Lake City bescheiden ausfiel, machten zahlreiche Fans in Wilhelms Heimatstadt Steinbach-Hallenberg die Nacht zum Tage. Die Eltern der Olympiasiegerin wurden sogar von der Polizei mit Blaulicht zur Mega-Fete vor dem Rathaus gefahren. "Wir haben noch zwei Rennen. Danach ergeben sich bestimmt Möglichkeiten, um ausgiebig zu feiern", begründete Wilhelm ihre Zurückhaltung. Schelte der Trainer hat offenbar gefruchtet In der Stunde ihres größten sportlichen Erfolgs bedankte sich Wilhelm zuerst bei ihren Trainern. "Sie haben in der Vorbereitung wieder alles richtig gemacht", stellte sie zufrieden fest. "Wir mussten uns ein bisschen Schelte gefallen lassen, als in den Weltcup- Rennen keine von uns ganz oben stand. Offensichtlich sind wir aber die Leute für die ganz großen Dinge", fügte sie schmunzelnd an.
Perfekt präparierte Ski Zimmer-Kollegin Uschi Disl, mit nunmehr sieben Plaketten bei vier Olympia-Starts erfolgreichste Medaillensammlerin im Biathlon, hatte ein besonderes Lob für Wilhelms Heimtrainer Harald Böse parat. "Ihm ist es zu verdanken, dass wir eine so tolle Laufform haben. Beim vorolympischen Trainingslager in Silver Star haben wir hart gearbeitet. Wie in den vergangenen Jahren hat sein Training perfekt funktioniert, so dass wir beim Höhepunkt total fit sind", sagte die bayerische Frohnatur. "Dazu kamen die von unseren Technikern perfekt präparierten Ski." Favoriten Poiree und Forsberg schwächeln Uschi Disl war Laufschnellste aller Starterinnen vor Kati Wilhelm und Katrin Apel (Oberhof). Erst auf Rang vier und sechs folgten mit der nun zweimaligen Bronzemedaillen-Gewinnerin Magdalena Forsberg (Schweden) und Liv Grete Poiree (Norwegen) die Serien-Siegerinnen des Winters. "Offensichtlich war deren Vorbereitung nicht so optimal. Noch Anfang Januar haben sie uns läuferisch klar beherrscht", schätzte Damen-Bundestrainer Uwe Müßiggang ein. In toller körperlicher Verfassung präsentierten sich bisher auch die deutschen Herren. Silbermedaillen-Gewinner Sven Fischer benötigte lediglich zwei Sekunden mehr Laufzeit für die zehn Kilometer als "Wunderläufer" Ole Einar Björndalen. Der kann am Samstag in der Verfolgung bereits sein drittes Gold in Salt Lake City holen. "Mit dem Jagdrennen habe ich mich noch nicht beschäftigt. Doch werde ich es in der Vorbereitung halten wie immer: Ich gehe stets an den Start und will mein Bestes geben. Welche Platzierung dann heraus springt, darüber entscheiden auch die Leistungen der anderen", meinte Sven Fischer. Ricco Groß will jetzt Verfolgungs-Medaille Besonders motiviert wird der Pechvogel dieser Spiele, Ricco Groß, an den Start gehen. Nach dem erneuten vierten Platz und der um 0,2 Sekunden oder 1,3 Meter verpassten Bronzemedaille bemühte sich Bundestrainer Frank Ullrich, den dreimaligen Staffel-Olympaisieger aus Ruhpolding wieder aufzubauen. "Am Abend hatte er es ganz gut verkraftet. Ricco hat als guter Schütze beste Chancen in der Verfolgung. Er darf es aber nicht mit Gewalt versuchen", kündigte Ullrich erneut ein heißes Rennen an. Von Uwe Jentzsch, dpa - Fotos: dpa [an error occurred while processing this directive] |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | ||||||||||||||
Zuletzt geändert am 14. Februar 2002 10:37 von sab