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Medienkonzern sucht Wege aus Finanzkrise - Poker um Formel-1-Rechte

Banken-Allianz will Kirchs Springer-Aktien kaufen

Frankfurt/Main - Dem angeschlagenen Medienkonzern Kirch könnte eine Allianz von Gläubigerbanken aus der Misere helfen - allerdings um den Preis seines Anteilspaketes am Axel Springer Verlag. Medienberichten zufolge wollen Dresdner und HypoVereinsbank das Paket gemeinsam übernehmen; ein Großteil könnte danach an der Börse platziert werden.

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Unterdessen wies das Münchner Unternehmen ein angebliches Angebot für die Formel Eins postwendend zurück: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) will Formel-Eins-Gründer Bernie Ecclestone die Königsklasse des Auto-Rennsports für 800 Millionen Euro (1,56 Milliarden Mark) zurückkaufen.

Angebot von 1,1 Milliarden Euro

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" wollen die Gläubigerbanken bis Samstag eine Entscheidung über die Zukunft von Kirch erreichen. Bislang hatten Dresdner und HypoVereinsbank getrennt Interesse am Kauf des 40-prozentigen Springer-Paketes gezeigt. Die Allianz sei nun geschlossen worden, um einen Bieterwettbewerb für den Verlagsanteil zu verhindern, hieß es in der "SZ". Die HypoVereinsbank war bisher bereit, 1,1 Milliarden Euro (2,15 Milliarden Mark) für den Anteil an Europas größtem Pressehaus zu zahlen. Wie es in der Zeitung weiter hieß, wurde das gemeinsame Vorgehen der Geldinstitute sowohl mit Kirch wie auch mit der Springer-Haupteignerin Friede Springer abgestimmt.

Ecclestone-Offerte ist den Banken zu niedrig

Ecclestone werde in den nächsten Tagen bei Kirch und der Bayerischen Landesbank sein Angebot abgeben, meldete die "SZ". Nach Angaben von Firmensprecher Hartmut Schultz ging diese Offerte bislang nicht ein; sie sei aber auch zu gering und würde "nicht ernst genommen", sagte er der AFP-Finanztochter AFX. Kirch hatte laut "SZ" 1,6 Milliarden Euro für die Mehrheit an der Formel Eins gezahlt; Ecclestone hält seitdem nur noch ein Viertel an der Rennwagen-Weltmeisterschaft. Sie zählt zusammen mit dem Springer-Anteil zu den wichtigsten Trümpfen im Medienimperium des Unternehmers Leo Kirch. Laut "SZ" will der 71-jährige Ecclestone künftig die Autokonzerne DaimlerChrysler (Mercedes-Benz) und Fiat (Ferrari) an der Formel Eins beteiligen.

Mehrere Kredite werden bald fällig

Kirch steckt bis über beide Ohren in Schulden und muss in den nächsten Monaten mehrere Einzelforderungen in jeweils dreistelliger Millionenhöhe begleichen. Größtes Problem ist aber die angekündigte Forderung von Rupert Murdoch, der an Kirchs Bezahlfernsehen Premiere World beteiligt ist. Der US-australische Medienunternehmer kann diesen Anteil ab dem 1. Oktober zu Geld machen. Damit müsste Kirch voraussichtlich zwischen 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Murdoch bezweifelt, dass Kirch dies kann und ließ bereits die Kirch-Bücher für einen möglichen groß angelegten Einstieg durchleuchten.

Am Montag seien die Murdoch-Prüfer nun aus München abgezogen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Kirch-Vertreter hätten darauf verwiesen, dass eine weitere Prüfung keinen Sinn mehr mache, weil Murdoch sich definitiv aus Premiere zurückziehen wolle. Bei Murdoch werde aber weiter ein größerer Einstieg bei Kirch nicht ausgeschlossen. Der Betrag, den Kirch ab Herbst schulde, sei so groß, "dass uns wahrscheinlich die Kontrolle über das frei empfangbare Fernsehen zufallen würde", zitierte die Zeitung den Medienunternehmer selbst. Kirch besitzt neben Premiere auch die Free-TV-Sender Sat.1, ProSieben, Kabel1, DSF und N24.

AFP - Grafik: Reuters


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Zuletzt geändert am 14. Februar 2002 16:07 von sab

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