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Vierter deutscher Wettbewerber: Kein Bären-Favorit

Irritationen um Film-"Baader"

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Eigenwillige Version des Geschehens: "Baader"-Szene mit Michael Sideris, Laura Tonke und Frank Giering (v. r.)

Berlin - Mit dem Terroristendrama `Baader" ist am Freitag bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin der vierte und letzte deutsche Film im Wettbewerb gezeigt worden. Dieser geht bislang ohne klaren Favoriten in die Zielgerade, die am Sonntag mit der Preisvergabe der 52. Berlinale endet.

Die besten Chancen dürften der französische Streifen `8 Femmes" von Francois Ozon, die US-Produktion `Monster's Ball" des deutschstämmigen Marc Forster und der einheimische Publikumsliebling `Halbe Treppe" von Adreas Dresen besitzen.

Film-"Baader" stirbt früher als der echte

Der zweistündige Film des 37-jährigen Münchners Christopher Roth über den RAF-Anführer Andreas Baader zeigte eine nur bedingt den historischen Fakten verpflichtete biografische Studie des 1977 im Gefängnis von Stuttgart-Stammheim durch Selbstmord geendeten Terroristen. Roth und sein Koautor Moritz von Uslar lassen ihren Film 1972 mit der Erschießung enden.

Tatsächlich jedoch war Baader in jenem Jahr in Frankfurt am Main verhaftet worden. Die von Frank Giering verkörperte Titelfigur wird als meist mürrischer, autoritärer und machohafter Typ porträtiert. Sein Gegenspieler als Chef des Bundeskriminalamts spielt Vadim Glowna.

Mit unvoreingenommenem Blick des Nachgeborenen

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Frank Giering als "Baader"

Der ohne finanzielle Mittel aus der Filmförderung hergestellte Film beeindruckt mit dem frischen, unvoreingenommenen Blick der Nachgeborenen auf das dramatische Geschehen, das in den 70er Jahren die alte Bundesrepublik erschütterte. Allerdings mangelt es Roths atmosphärisch dichter Inszenierung an formaler Konsequenz: Einerseits vermittelt der Film mit der Angabe von Daten, Orten, Anschlägen und dem Agieren von Figuren wie Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Horst Mahler eine exakte dokumentarische Rekonstruktion.

Andererseits interpretieren Roth und von Uslar die Hauptfigur und das Geschehen sehr frei und legen, wie sie nach der Aufführung betonten, Wert darauf, nur ihre bewusst eigenwillige Version des Geschehens gegeben zu haben. `Baader" ist sicher kein Kandidat für die Preisvergabe, hat aber die umstrittene Platzierung im Wettbewerb gerechtfertigt. Keiner der deutschen Beiträge war ein Flop, auch das ist schon als Erfolg zu werten.

"Halbe Treppe" mit guten Chancen

Die beste Chance aus einheimischer Sicht auf den Hauptpreis Goldener Bär dürfte zweifellos die ebenso witzige wie anrührende Studie der Krise zweier Ehepaare in Frankfurt an der Oder haben, die Andreas Dresen unter dem Titel `Halbe Treppe" und großem Beifall am Dienstag präsentiert hatte.

Wolfgang Hübner, AP


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Zuletzt geändert am 15. Februar 2002 17:36 von to

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