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Eissprinterinnen machen Medaillentraum wahr - Über 1000 Meter Favorit

Völker und Garbrecht genießen den Augenblick

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Ein Küsschen vom Trainer: Monique Garbrecht freut sich mit Trainer Joachim Franke über den zweiten Platz.

Salt Lake City - Die Eissprinterinnen Monique Garbrecht-Enfeldt und Sabine Völker badeten in Emotionen, nachdem sie mit Silber und Bronze über 500 m endlich ihre lang gehegten olympischen Medaillenträume wahr gemacht hatten.

"Diesen kurzen Moment will ich ganz toll genießen, sowas ist ganz selten im Leben und hält nicht so lange an. Ich habe schwere Zeiten mitgemacht und bin einfach glücklich", sagte die 33-jährige Garbrecht, die zehn Jahre nach dem 1000-m-Bronze von Albertville ihre zweite Olympiamedaille gewann.

Zu später Stunde stießen die Trainer im deutschen Haus mit Rotwein auf die Erfolge ihrer Schützlinge an. "Erstmal feiern, dann weitersehen", meinte Erfolgscoach Joachim Franke, der dank Garbrechts Silber nun bereits auf 16 Olympiamedaillen als Trainer kommt. Völker-Coach Stephan Gneupel witzelte: "Jetzt werden wir beim Bier aushandeln, wer über 1000 m vorne liegt." Der Erfurter hatte im Utah Olympic Oval völlig entrückt die Becker-Faust ausgepackt, als der Bronze-Gewinn seiner Athletin feststand.

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Ein Lächeln für die Fans: Sabine Völker.

Völker hat nun Gold im Visier

Über 1000 m gelten die beiden Deutschen auf dem Olympic Oval in der Nacht zum Montag (1.15 Uhr MEZ) als Favoritinnen. "Jetzt mache ich erstmal einen Tag trainingsfrei und versuche zu relaxen, um dann die volle Konzentration auf die 1000 m zu richten", sagte Völker, die über die lange Sprintdistanz den Weltrekord hält. Bei Weltmeisterschaften kam sie bislang nie über Platz zwei hinaus, bei ihrer bisher einzigen Olympia-Teilnahme 1998 in Nagano war die 28-Jährige haarscharf an Bronze vorbeigeschrammt.

"Der Lauf meines Lebens"

Garbrecht, die im vergangenen Jahr in Salt Lake den WM-Titel holte, wollte "erstmal noch gar nicht an die 1000 m denken" - zu überraschend kam ihr Erfolg nach wochenlangem Formtief und Selbstzweifeln. Im "Lauf meines Lebens" hatte sie im ersten der beiden Wertungsrennen den deutschen 500-m-Rekord auf 37,34 Sekunden verbessert, LeMay-Doan war in 37,30 nur 0,08 Sekunden über ihrem Weltrekord geblieben. "Catriona hat gezeigt, dass sie über 500 m der Chef ist", lobte Garbrecht die Sprintkönigin, die nach der Wiederholung des Nagano-Triumphs ihre olympische Laufbahn für beendet erklärte.

LeMay-Doan will noch eine Saison dranhängen

"Ich habe am Morgen schon gedacht: Ich fühle mich zu alt für dieses Nervenspiel", meinte die 31-jährige LeMay-Doan und kündigte an: "Ich will nur noch eine Saison dranhängen." Das hatte ursprünglich auch Monique Garbrecht vor, die bei der Einzelstrecken-WM 2003 in ihrer Heimatstadt Berlin den Schlusspunkt setzen wollte. In Salt Lake öffnete sich die achtmalige Weltmeisterin jedoch noch einmal ein Hintertürchen: "Dies sind vermutlich meine letzten Spiele - man weiß es aber nie."

Monique Garbrecht war im zweiten Rennen in 37,60 Sekunden im direkten Duell mit der Olympiasiegerin (37,45) deutlich langsamer. Allerdings ließen die Fernsehbilder einen Fehlstart von LeMay-Doan vermuten. Joachim Franke meinte dazu: "Ich akzeptiere das, weil sie eine großartige Athletin ist, die verdient gewonnen hat."

Von Berthold Mertes, sid - Fotos: AP, dpa

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Zuletzt geändert am 15. Februar 2002 10:08 von sab

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