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Olympia-Überraschung: Deutsche Langlaufstaffel gewinnt Bronze

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Unbeschreiblicher Jubel: Schlussläufer Rene Sommerfeldt 

Jubelszenen hinter der Ziellinie

Salt Lake City - Als René Sommerfeldt die deutsche Herren- Staffel zum ersten Edelmetall in der Olympia-Geschichte ins Ziel gelaufen hatte, brachen im Innenraum alle Dämme.

Nach dem sensationellen Gewinn der Bronzemedaille über 4 x 10 km hinter Norwegen und Italien bildeten Jens Filbrich (Oberhof), Andreas Schlütter (Oberhof), Tobias Angerer (Vachendorf) und der Schlussläufer aus Oberwiesenthal ein großes Freudenknäuel. Während sich das Quartett vor Freude ausgelassen im Schnee wälzte, spielten sich im deutschen Langlauf-Lager unbeschreibliche Jubelszenen ab.

"Das ist Wahnsinn. Wir sind überglücklich. Es hat einfach alles gepasst", sagte Langlauf-Koordinator Jochen Behle.

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"Wir sind total happy. Das ist das i-Tüpfelchen", meinte Sommerfeldt, der mit gen Himmel gestreckten Armen das Ziel durchquerte und sofort von seinen Team-Kameraden zu Boden gerissen wurde. Wenige Sekunden zuvor hatte Thomas Alsgaard unter den Augen seines Königs Harald in einem dramatischen Finish den Italiener Cristian Zorzi um 3/100 distanziert und damit erfolgreich Revanche für die bittere Niederlage vor acht Jahren in Lillehammer genommen.

Jahrelange Arbeit gekrönt

"Das ist einfach geil", beschrieb Angerer seine Gefühle nach dem super Rennen der Deutschen. 1980 in Lake Placid und 1994 in Lillehammer hatten die Herren-Staffeln mit jeweils vierten Plätzen ihre bislang beste Platzierung bei Olympischen Winterspielen erreicht. In Salt Lake City wurde die gute Arbeit der letzten Jahre vorläufig gekrönt. Die letzte Herren-Medaille im Langlauf hatte Gert- Dietmar Klause 1976 in Innsbruck mit Silber über 50 km gewonnen.

Im Vorjahr von Finnlands Aus profitiert

Vor einem Jahr hatten die DSV-Läufer bereits den Gewinn von WM- Bronze feiern können. Dabei profitierten sie allerdings von der nachträglichen Disqualifikation der gedopten Finnen. Die Plaketten wurden erst vier Monate später im Juni verteilt. In Soldier Hollow konnte das Quartett den größten Erfolg sofort auskosten. "Diese Medaille ist die erste Richtige, die zählt", meinte Schlütter, der auf seinem Abschnitt die drittbeste Zeit lief.

"Lebenstraum in Erfüllung gegangen"

Startläufer Jens Filbrich war nach einem starken Auftritt als Vierter hinter Norwegen, Italien und Kasachstan zur Wechselmarke gekommen und rechtfertigte damit das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Der 22-jährige Sportsoldat aus Oberhof hatte erst zwei Tage vor der Entscheidung von seinem Einsatz an Stelle des formschwachen Axel Teichmann erfahren. "Für mich ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen, die deutsche Staffel bei Olympia anzulaufen", meinte Filbrich, dessen Mutter Sigrun Krause vor 26 Jahren mit der DDR-Langlauf-Staffel Olympia-Bronze gewonnen hatte.

Auf der zweiten Schleife lief Andreas Schlütter das deutsche Quartett erstmals auf einen Medaillenrang. Der 29-Jährige setzte sich sofort an die Spitze der Verfolgergruppe hinter den dominierenden Norwegern und zur Hälfte gemeinsam mit Olympiasieger Andrus Veerpalu aus Estland ab. "Ich hatte damit gerechnet, dass Veerpalu von hinten kommt. Ich habe mich gleich ran gehängt und gedacht: Er ist zwar Olympiasieger, aber auch nur ein Mensch."

Sommerfeldt verteidigte souverän Platz drei

Der Vachendorfer Tobias Angerer lief in einer sich formierenden Dreier-Gruppe mit dem Olympia-Dritten Jaak Mae und dem Italiener Pietro Piller Cottrer ein großes Rennen. "Erst einmal ein riesen Kompliment an die beiden Klassiker. Das war phänomenal", meinte Angerer, "ich habe schon im Jagdrennen vor zwei Tagen gemerkt, dass es bei mir gut läuft".

René Sommerfeldt hatte danach wenig Mühe, den estnischen Schlussläufer abzuhängen. "Dennoch habe ich erst auf der letzten Runde daran geglaubt, dass es heute klappt. Eine Medaille war unser Ziel", meinte der WM-Zweite von Lahti über 50 km. In der Stunde des Erfolges dachte Sommerfeldt aber auch an Axel Teichmann, der wie im Vorjahr - damals wegen einer Armverletzung - kurzfristig aus der Staffel genommen worden war. "Die Medaille ist auch für ihn."

Von Uwe Jentzsch, dpa - Fotos: dpa

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Zuletzt geändert am 17. Februar 2002 19:49 von sab

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