IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    US Sports    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Mo 18.02.2002

 Sport

   vom 18.02.02

Langen-Gold: Nichts für schwache Nerven
Bundesliga: Köln jagt Negativ-Rekord
Leverkusen hat keine Angst vor Arsenal
Dallas dank Nowitzki wieder auf Erfolgskurs
Schumi: WM-Auftakt
mit altem Auto

2. Liga: Hannover siegt, Mainz schwächelt
Lorant als "Pascha
vom Bosporus"

Handball: Chaos bei VfL Gummersbach
Völlers WM-Kader nimmt Konturen an
Nicht alle Spanier freuen sich mit Mühlegg


 Nachrichten



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Zuckerbrot und Peitsche: Trainer-Rezept verhalf Kombinierern zum Silber

In der Loipe mächtig aufgedreht

Salt Lake City - Erst Standpauke, dann Streicheleinheiten - Hermann Weinbuch beherzigte eine der ältesten Trainer-Regeln und hatte damit bei seiner jungen Mannschaft Erfolg. Mit "Zuckerbrot und Peitsche" führte er die deutschen Nordischen Kombinierer zu Olympia- Silber.

Anklicken zum Vergrößern
Silber-Quartett: Die deutschen Kombinierer liefen in der Loipe zur Hochform auf.

"Nach Platz fünf im Springen habe ich sie zusammengeschissen und am Morgen darauf wieder stark geredet", erklärte der 41-Jährige und gab zugleich ein Kostprobe seines Appells zum Besten: "Die anderen haben genauso Muffe wie ihr, besonders die Amis." Weinbuch hatte die Lage richtig eingeschätzt. Die Deutschen waren in der Loipe von Soldier Hollow die Stärksten.

Ackermann kämpfte Gottwald nieder

Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), Georg Hettich (Schonach- Rohrhardsberg), Marcel Höhlig und Ronny Ackermann (beide Oberhof) stürmten von Platz fünf an Japanern, Amerikanern und Österreichern vorbei und mussten sich nur Finnland geschlagen geben. Das Quartett reduzierte den Rückstand von 1:50 Minuten nach dem Springen auf ganze 7,5 Sekunden. Dass durch schwache Sprungleistungen sogar Gold vergeben wurde, war für Schlussläufer Ackermann, der im Zielspurt den Weltcup-Führenden Felix Gottwald (Österreich) noch niederrang, kein Thema: "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, nach Fehlern zu suchen. Wir freuen uns, das genießen wir jetzt", erklärte der Sportsoldat.

"...nicht auszudenken, wenn Marco Baacke dabei wäre"

"Wir haben eine Super-Mannschaft. Nicht auszudenken, wenn Marko Baacke dabei gewesen wäre. Dass wir diesen Ausfall kompensieren konnten ist unglaublich", jubelte Weinbuch über den Erfolg, der glänzende Perspektiven eröffnet. Sprint-Weltmeister Baacke, dem nach seinem Trainingssturz eine Niere und die Milz entfernt werden musste, will in der kommenden Saison wieder mit dem Leistungssport beginnen.

Er findet dann ein Team vor, dass sein Nervenflattern bei großen internationalen Wettkämpfen abgelegt hat. Vor einem Jahr bei der WM in Lahti noch unglückliche Vierte, befürchtete Bundestrainer Weinbuch nach Platz fünf im Springen den Rückfall in alte Denkmuster. "Die Selbstsicherheit, dass sie so gut sind, die haben sie noch nicht. Es fehlt eben noch die Stärke im Kopf", sagte er - und wurde von seiner Mannschaft eines Besseren belehrt: "Jeder hat gemerkt, heute geht was, heute ist unser Tag", erklärte Georg Hettich, der sich mit seiner Laufleistung für sein durchwachsenes Sprung-Resultat rehabilitierte.

Hoffen auf den Sprint-Wettbewerb

Die Medaille nahm nach Platz vier und fünf im Einzel den Druck von der Mannschaft und lässt auch für den Kombinations-Sprint am Donnerstag und Freitag hoffen. "Die große Schanze und der eine Sprung kommen uns entgegen. Wir haben mit Ronny und Björn gleich zwei Leute, die um die Medaillen mitkämpfen. Der Björn ist momentan am besten drauf von allen", ist Weinbuch optimistisch.

Doch in die Freude über die erste olympische Mannschafts-Medaille seit 1988 (Gold in Calgary) mischte sich beim seit 1996 amtierenden Bundestrainer auch Nachdenklichkeit. "Das ändert nichts an meiner Entscheidung, dass dies kein Job bis 65 ist", sagte der Familienvater. Vor allem für seine beiden Kinder bleibe zu wenig Zeit. Eine besondere Verantwortung für seine Disziplin, in der er selbst drei Mal Weltmeister war, verspürt Weinbuch nicht: "Diesen Schuh will ich mir nicht anziehen, dass die Kombination immer oben bleibt. Ich habe mein Ding gemacht."

Von Marc Zeilhofer und Uwe Jentzsch, dpa - Foto: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Sonderteil zur Bundesliga
Großer Sonderteil zur Bundesliga »


F 1
Großer F 1- Sonderteil mit Gewinnspiel »



Zuletzt geändert am 18. Februar 2002 10:50 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum