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Eissprinterin Sabine Völker kann sich auch über zweiten Platz freuen

"Silber gewonnen, nicht Gold verloren"

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Kraftvoll übers Eis: Sabine Völker aus Erfurt.

Salt Lake City - Sabine Völker lief schneller als je zuvor, das Gold und den Weltrekord jedoch musste die Eisschnellläuferin aus Erfurt einer anderen überlassen. Die wochenlang an einer Krankheit des Immunsystems leidende US-Amerikanerin Chris Witty, 1998 Zweite der Winterspiele von Nagano, stürmte in Salt Lake City nach einer beinahe schon wundersamen Heilung unverhofft zum Olympiasieg über 1000 Meter.

Sabine Völker fühlte sich in Wittys Sensationsstory trotzdem in einer Hauptrolle: "Ich habe Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Ich bewundere mich dafür, dass ich die Nerven behalten habe, als die Witty so eine Zeit vorgelegt hat."

Weltrekord hielt nur zwei Monate

In 1:13,83 Minuten blieb das US-Girl im Duell mit Kanadas 500-m-Olympiasiegerin Catriona LeMay-Doan um 23 Hundertstelsekunden unter der Marke, die Völker erst zweieinhalb Monate zuvor beim Weltcup an gleicher Stätte aufgestellt hatte. Die über 500 m bereits mit Bronze dekorierte 28-jährige Deutsche konterte zwei Laufpaare später: 1:13,96. Zum Gold-Coup reichte es nicht, aber zur zweiten Medaille auf dem Utah Olympic Oval vor US-Girl Jennifer Rodriguez (1:14,24).

Friesinger nahm fünften Platz gelassen hin

Anni Friesinger unterbot drei Tage vor dem Rennen über ihre Paradestrecke 1500 m in 1:14,47 Minuten ihre persönliche Bestzeit um 28 Hundertstelsekunden. Die Inzellerin kam damit auf Platz fünf vor der 500-m-Olympiazweiten Monique Garbrecht-Enfeldt aus Berlin (1:14,80) und meinte: "Jetzt habe ich noch zwei Chancen auf Edelmetall - über 1500 und 5000 m."

Olympiasiegerin konnte ihr Glück kaum fassen

Chris Witty konnte ihr Glück nicht fassen: "Als ich auf die Anzeigetafel schaute und die 1:13 sah, war ich völlig geschockt", erzählte die 26-Jährige, bei der vor vier Wochen das Pfeiffersche Drüsenfieber diagnostiziert worden war - eine Immunschwäche, die das Leistungsvermögen drastisch beeinflussen kann. Witty: "Ich sah zuerst nur Catriona vor mir. Ich weiß nicht, was mich dann antrieb."

Beobachter blickten ungläubig drein

Letzteres fragten sich auch einige Beobachter: "Die Leistung passt in keiner Weise in Wittys Leistungsprofil in dieser Saison", kommentierte Völkers Trainer Stephan Gneupel vielsagend. Erst am 16. Januar 2002, drei Tage vor der Sprintvierkampf-WM in Hamar, hatte Witty die Diagnose erhalten. US-Teamarzt Eric Heiden riet der 1000-m-Weltmeisterin von 1998: Ausruhen, viel schlafen, in den Körper hineinhorchen. "Es gibt immer noch Tage, an denen die Energie nicht da ist. Mein Training seither war das, was andere zum Aufwärmen tun", erklärte Witty, drei Tage zuvor 14. über 500 m.

Karriere-Ende nach der WM 2003

Sabine Völker hatte "mit allen anderen, aber nicht mit Chris gerechnet" und meinte zu deren Leistungsexplosion: "Das verstehst du nicht unbedingt. Es war ein kleiner Schock." Dennoch war ihre Zufriedenheit über das Erreichte unverkennbar: "Ich habe zwei Medaillen, jetzt kann ich unbeschwert in das 1500-m-Rennen gehen. Anni ist die Favoritin. Aber vielleicht gelingt mir ja dann der Lauf meines Lebens."

So oder so steht für die Diplom-Betriebswirtin fest, dass sie nach der Einzelstrecken-WM 2003 in Berlin ihre Karriere beenden wird. "Ich denke, ich kann auch anders Geld verdienen. Ich bin schließlich nicht auf den Kopf gefallen", sagt Völker nach 22 Jahren Eisschnelllauf: "Ich will nicht aufhören und sofort Mutter werden, sondern auch das normale Leben genießen."

Von Berthold Mertes, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 18. Februar 2002 09:49 von sab

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