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Mode: Londons junge Wilde besinnen sich auf Traditionen

Enge Tops und Ethno-Schick

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Exotik pur von Carlos Miele

Londons junge Wilde können auch anders: In unruhigen Zeiten besinnen sie sich auf Traditionen, wie die ersten Tage der laufenden Fashion Week gezeigt haben. Modisch zählten die Catwalk-Shows der Designer Jasper Conran und Margaret Howell zu den Höhepunkten.

Conran zeigte einmal mehr klassisch Tragbares in klaren Farben, dieses Mal mit einer gekonnten Verbeugung vor dem Yves Saint Laurent der 70er Jahre. Die Models trugen A-Linien-Röcke in Knie- oder Maxi-Länge und Schlaghosen, dazu enge Oberteile mit Pelzkragen oder tief fallender Nackenlinie. Conrans Farben sind gelb, lila, türkis und braun in allen Schattierungen. Oft setzen bunte Leuchtfarben Akzente auf schlichten, schwarzen Ensembles: schmale Gürtel und asymmetrische Linien. Chiffon und Pailletten kommen auch vor, aber in sparsamer Verwendung.

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Kate Moss in "FrenchFrost"

Margaret Howells sehr gelungene Kollektion in dunklen Naturfarben und Schwarz ist noch strengeren, klassisch einfachen Linien verpflichtet, ebenfalls mit einem Hauch Nostalgie, der in diesem Fall von den 30er Jahren inspiriert ist. Überhaupt lässt sich eine Abkehr von den wilden Rüschen-, Fransen- und Detailorgien der Frühjahrskollektion bemerken - so auch bei Ben de Lisi - und eine neue Liebe zur Farbe Schwarz, besonders ausgeprägt bei John Rocha. Außerdem dominieren klassische Schnitte. Wobei Ausnahmen, wie Carlos Miele, der auf Ethno-Schick setzte, die Regel bestätigen.

Promis: Kate Moss und Starfotograf Testino

Die Prominenz, deren Abwesenheit bei den Londoner Schauen oft beklagt wurde, war diesmal durchaus vertreten: Kate Moss präsentierte Kreationen des ehemals nur auf Unterwäsche spezialisierten Labels "FrenchFrost", deren Designerinnen die Schauspielerin Sadie Frost und Jemina French sind. In der ersten Reihe ihrer Show saßen Anita Pallenberg, der Fotograf Mario Testino und Sadie Frosts Mann, Leinwandstar Jude Law.

Viel versprechende Designer gehen nach Paris oder New York

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John Rocha steht auf Schwarz

Die London Fashion Week ist erfolgreich gestartet, kämpft aber mit alten Problemen: Londoner Designer verlassen die Stadt, sobald sie einen bestimmten Grad an internationaler Zustimmung erreicht haben. Gerade erst ging ein viel versprechender Designer der jungen Generation, Matthew Williamson, nach New York, um dort seine "Flügel zu spreizen". Marjan Pejoski, die das berühmte Schwanenkleid der Sängerin Björk entwarf, und Shelley Fox werden ihre Produktion demnächst in Paris vorführen.

Talentschmiede der Mode von morgen

Die Londoner Modewelt ist traditionell gespalten zwischen Stolz auf ihre flügge gewordenen Talente und Enttäuschung über ihren Weggang. Symptomatisch dafür ist der Streit, den sich derzeit Colin McDowell, Modekritiker der "Sunday Times", und Nicholas Coleridge, Vorsitzender des Dachverbands der Modedesigner, liefern. McDowell kritisierte das Niveau britischer Designer allgemein und das der vergangenen London Fashion Week im September im Besonderen: Es sei die möglicherweise enttäuschendste in der Geschichte der Modestadt London gewesen. Coleridge hielt mit dem Argument, London sei von jeher die Talentschmiede der Mode von morgen, dagegen.

Hana Goodhart, dpa


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Zuletzt geändert am 19. Februar 2002 16:14 von tea

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