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Kampfpreise auf Strecke Frankfurt-Berlin verboten

Kartellamt untersagt Lufthansa-Billigpreise

Bonn - Das Bundekartellamt hat der Lufthansa niedrige "Kampfpreise" auf der meistgeflogenen deutschen Strecke Frankfurt- Berlin verboten. Der Lufthansa-Preis von zuletzt 105 Euro für einen einfachen Flug liege unter Kosten und ziele klar auf eine Verdrängung des neuen Konkurrenten Germania, begründete der Präsident des Kartellamts, Ulf Böge, am Dienstag in Bonn den Beschluss. Die Lufthansa kündigte umgehend an, das Verbot ihrer Niedrigpreise gerichtlich anzufechten.

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Die Lufthansa muss nach der Entscheidung ihren Preis für den einfachen Flug auf der Strecke auf mindestens 134 Euro verteuern. Gegen den verfügten Sofortvollzug werde die Lufthansa vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf einen Aufschub beantragen, sagte Sprecher Michael Lamberty. "Wir werden die Verfügung mit allen rechtlichen Mitteln angreifen, um unsere Position im Wettbewerbsumfeld nicht zu gefährden."

Germania hatte im November zwischen Frankfurt/Main und Berlin Linienflüge mit einem Ticketpreis für den einfachen Flug von 99 Euro aufgenommen. Zuvor hatte die Lufthansa ein Monopol auf der Strecke. Lufthansa darf nach der Kartellamtsentscheidung auf der einfachen Strecke in den nächsten zwei Jahren nur noch einen Preis fordern, der um mindestens 35 Euro über dem Preis der Germania liegt. Bei einem Preis von unter 134 Euro pro einfacher Strecke biete Lufthansa das Ticket unter Kosten an.

Beeinträchtigung des Wettbewerbs zu befürchten

Mit dem Markteintritt der Germania Fluggesellschaft mbH (Berlin) hatte die Lufthansa ihren Tarif zunächst um rund 60 Prozent auf 100 Euro für die einfache Strecke verbilligt. Seit 1. Januar 2002 verlangt sie 105 Euro. Allerdings enthalte dieser Preis Leistungen und Vorteile für Kunden, die Germania nicht biete. Dieser Preisvorteil mache rund 35 Euro aus.

Durch die Preisstrategie der Lufthansa sei eine wesentliche Beeinträchtigung des aufkommenden Wettbewerbs zu befürchten, betonte Böge. Kurzfristig profitierten die Kunden von einem niedrigeren Preisniveau, sie "würden aber auf Dauer nachhaltig geschädigt."

Lufthansa nehme auf der Strecke zum Nachteil der Germania bewusst einen Verlust in Kauf, sagte Böge. Die Niedrigpreise seien sachlich nicht gerechtfertigt. Die Lufthansa missbrauche dabei ihre marktbeherrschende Stellung, um Germania zu verdrängen. Durch ihre Preise sei der Auslastungsgrad der Germania so zurück gegangen, dass sie bei einem Tarif von 99 Euro keine Kostendeckung mehr erreiche. Die Lufthansa fliegt mit 15 täglichen Verbindungen fast vier Mal so häufig wie Germania zwischen den beiden Metropolen.

Immer mehr Billigflüge

Billigflieger wie Germania oder die irische Ryanair preschen in jüngster Zeit mit ihrem extrem niedrigen Tarifen verstärkt auf den Heimatmarkt der Lufthansa vor. Ryanair eröffnete vor kurzem ein erstes Drehkreuz in Deutschland für europäische Flüge am Flughafen Hahn 100 Kilometer von Frankfurt entfernt und will in den kommenden drei Jahren auch innerdeutsche Flüge anbieten.

dpa - Archivfoto: AP


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Zuletzt geändert am 19. Februar 2002 11:53 von aj

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