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Der mutmaßliche Täter trug einen Bundeswehr-Tarnanzug und fuhr mit dem Taxi von seinem Wohnort Freising nach Eching. Dort ließ er den Fahrer warten lassen, drang in die Firma ein und feuerte laut Polizei gezielt auf den Betriebsleiter und einen Vorarbeiter im Alter von 38 und 40 Jahren. Einer der beiden Männer starb sofort, der andere erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen.

Mit dem Taxi zum nächsten Tatort

Mit dem Taxi fuhrt der Täter dann zurück nach Freising, wo er zunächst auf dem Parkplatz vor dem Schulzentrum mit insgesamt annähernd 1.000 Schülern um sich schoss. Den Taxifahrer bedrohte der 22-Jährige offenbar nicht. Der Mann drang ins Rektorat im Erdgeschoss der Wirtschaftsschule ein und fragte nach einem bestimmten Lehrer, der aber nicht da war. Dann erschoss er den Schulleiter und zündete den Ermittlungen zufolge eine selbst gebastelte Rohrbombe. Wie die Polizei mitteilte, war der Täter vor sechs Jahren durch die Abschlussprüfung der Schule gefallen.

Den Angaben zufolge sprengte sich der Täter schließlich im Flur vor den Klassenzimmern im ersten Stock mit einer weiteren Rohrbombe in die Luft. Die Leiche sei eindeutig als die des Täters identifiziert worden, teilte die Polizei mit.

Lehrer mit Wangendurchschuss

Die Polizei berichtete von zwei Verletzten, einem Lehrer mit Wangendurchschuss und einer Lehrerin mit einem schweren Schock. Der Lehrer habe sich dem Täter nach den Schüssen auf den Direktor in den Weg stellen wollen, hieß es. Auch mehrere Schüler erlitten einen Schock. Viele von ihnen hätten das Gebäude bereits frühzeitig verlassen, weil die erste Explosion Feueralarm ausgelöst habe.

Spezialeinsatzkräfte brachten noch vor dem Auffinden der Leiche des Täters 24 Schüler und einen Lehrer mit gepanzerten Fahrzeugen aus dem Gebäude in Sicherheit. Die Schüler und ihre Angehörigen wurden psychologisch betreut. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sprach den Angehörigen der Opfer seine Anteilnahme aus.

Bereits wegen Raubüberfalls verurteilt

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Polozeibeamte sichern den Eingang einer Dekorationsfirma, wo die ersten tödlichen Schüsse abgefeuert wurden.

Für erste Vermutungen aus dem Umfeld des Täters über einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund gebe es keine Bestätigung, sagte ein Polizeisprecher. In der Schule fand die Polizei einen Rucksack mit Teilen einer Handgranate. Wie der bayerische Innenminister Günther Beckstein sagte, ist der 22-Jährige bereits 1998 wegen eines Raubüberfalls verurteilt worden.

Die Polizei suchte zunächst fieberhaft nach dem Täter, der nach den Schüssen auf den Schulleiter für mehrere Stunden spurlos verschwunden war. Spezialeinsatzkräfte durchkämmten die Schule und das gesamte Gelände. Rund 300 Polizisten und mehrere Hubschrauber waren im Einsatz. Der Mann einer Lehrerin, die aus dem Gebäude heraus mit ihrem Handy angerufen hatte, berichtete, Schüler und Lehrer hätten große Angst, da niemand wisse, wo sich der Täter befinde.

AP, dpa - Fotos: AP, dpa


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Zuletzt geändert am 19. Februar 2002 17:18 von aj

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