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US-Hip-Hop-Szene blüht auch jenseits von New York und L.A.

Im Süden viel Neues

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"Southern Rap" von der Southern Belle: Missy Elliott

Die Rechnung `Südstaaten ist gleich Blues" stimmt nicht mehr. Rap aus dem ländlichen Amerika setzt alte Gesetze außer Kraft - und sich kommerziell immer mehr gegen die Hip-Hop-Konkurrenz aus New York oder Los Angeles durch. Egal, ob man nach Georgia, Missouri oder Louisiana blickt, der Süden hat die Hegemonie der etablierten Hip-Hop-Zentren durchbrochen.

Percy Miller ist Afro-Amerikaner, erfolgreicher Unternehmer, glühender Basketball-Fan und mehrere Millionen Dollar schwer. Nichts alltägliches, doch unter Jüngern des amerikanischen Traums alles andere als das achte Weltwunder. Umso außergewöhnlicher sind dafür die Prämissen, die zu Percy Millers künstlerischem Alter Ego, Master P., geführt haben: No Limit Records, die Mitte der 90er gegründete Plattenfirma des 32jährigen Hip-Hop-Moguls, hat ihren Sitz in New Orleans.

Seit Master P kennt die Hip-Hop-Welt `Southern Rap"

So sehr die berühmte Hafenstadt in Louisiana für ihren pulsierenden Blues steht, so wenig war die geschichtsträchtige Südstaatenstadt Synonym für Hip-Hop. Mit dem Auftauchen von Master P. und seinem Independent-Label musste auch die Hip-Hop-Welt nach Süden schauen. Auch wenn es Rap-Künstlern aus südlichen US-Staaten schon früher gelungen ist, die Historie des Genres punktuell zu prägen, fällt die endgültige Akzeptanz von `Southern Rap" mit dem Aufstieg von No Limit zusammen. Frühere Gruppen wie Arrested Development ("Tennessee"), Tag Team ("Whoomp! There it is"), 2 Live Crew ("Banned In The USA") oder Down South ("Lost In Brooklyn") verbuchten entweder Achtungserfolge oder werden, wie im Fall von 2 Live Crew, nicht zwingend mit ihrer Südstaatenheimat in Verbindung gebracht.

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Seit Master P blickt die Szenen nach Süden

Master P. hingegen prägte den wenig später zum Subgenre stilisierten Begriff `Southern Rap" mit Komponenten wie lokale Verwurzelung in den Songtexten und einem fast dreisten Wiedererkennungswert in allen Veröffentlichungen. Doch diese Identitätsstiftung a la Mr. Miller funktionierte: Platten seines Alter Egos Master P., seiner Brüder Silkk The Shocker oder C-Murder verkauften sich millionenfach. Ebenso wie der Output des für drei Soloalben verpflichteten Westküsten-Ikone Snoop Dogg.

Vermarktung ohne Grenzen: No Limit

No Limit ist heute neben einer Plattenfirma längst ein umsatzschweres Bekleidungslabel (No Limit Gear) und Filmproduktionsunternehmen (No Limit Films) geworden. Doch bestätigt die gegenwärtig stark sinkende Nachfrage nach der Musik aus dem Hause No Limit das alte Vorurteil. Die bassbetonte, minimalistische Musik, kombiniert mit der bescheidenen Rapkunst der meisten No-Limit-Künstler, sorge zwar für gute Verkaufszahlen, habe aber nicht die künstlerische Substanz, um den Zeitgeist der Hip-Hop-Kultur stark zu beeinflussen - kurz, als künstlerisch wertvoll oder stilbildend durchzugehen.

Ein Vorwurf, der auch gegen die zweite Hitschmiede aus dem Süden mit ähnlichem Werdegang, Cash Money Records (Juvenile etc.) erhoben wird. Und doch haben auch andere Künstler vom Etikett(enschwindel) `Southern Rap" profitiert, darüber hinaus die Hip-Hop-Kultur stark beeinflusst: an vorderster Front Missy Elliott mit ihrem produzierenden Weggefährten Timbaland oder das Duo Outkast.

Bubba Spaxxx, der weiße MC, der aus dem Süden kam weiterblättern
 
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Zuletzt geändert am 20. Februar 2002 16:45 von to

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