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Mi 20.02.2002

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Olympischer Nervenkrieg mit Happy End:

Skijäger holen Silber hinter Norwegen

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Bewies Nervenstärke: Biathlon- Oldie Frank Luck.

Salt Lake City - Nervenkrieg mit Happy End: Bei der Krönung von Ole Einar Björndalen zum erfolgreichsten Biathleten aller Zeiten feierte die deutsche Biathlon-Staffel der Herren mit dem Gewinn der Silbermedaille hinter Norwegen einen versöhnlichen Abschluss bei den Olympischen Winterspielen.

Nach einer dramatischen Aufholjagd holten Ricco Groß (Ruhpolding) sowie die Oberhofer Peter Sendel, Sven Fischer und Frank Luck 45,3 Sekunden hinter den Skandinaviern auch im abschließenden vierten Wettbewerb in Salt Lake City über 4 x 7,5 km Edelmetall vor Frankreich. "Wir sind mit zwei blauen Augen davon gekommen. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Kompliment an die ganze Mannschaft", jubelte Bundestrainer Frank Ullrich.

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Freude über die vierte Goldmedaille: Als erster Athlet seit Eric Heiden 1980 gewann Ole Einar Björndalen (l) bei einer Olympiade alle Wettbewerbe in einer Sportart.

Als erster Athlet seit Eric Heiden 1980 gewann Björndalen bei einer Olympiade alle Wettbewerbe in einer Sportart. Nach 1:23:42,3 Stunden überquerte der 28-jährige Schlussläufer der norwegischen Staffel jubelnd die Ziellinie. Mit insgesamt fünf Mal Gold und ein Mal Silber krönte er sich zum "König der Biathleten" und rückte in der Rangliste der erfolgreichsten Olympia-Teilnehmer aller Zeiten an die sechste Stelle vor.

"Das war nicht der Hit"

Die deutsche Staffel befand sich von Beginn an in der Verfolgerrolle. Der sonst so zuverlässige Startläufer Ricco Groß leistete sich im stehenden Anschlag drei Fehler, konnte die Scheiben mit den drei zur Verfügung stehenden Nachladepatronen aber noch abräumen. "Das war nicht der Hit. Das einzig Positive war, dass ich die Strafrunde vermeiden konnte", übte der Olympia-Dritte im Jagdrennen Selbstkritik. "Eigentlich können wir uns solche Extravaganzen nicht leisten, denn bei uns geht es wesentlich enger als bei den Damen zu", meinte der 31-jährige Ruhpoldinger. Mit 28,8 Sekunden Rückstand auf Russland schickte der Wahl-Bayer Peter Sendel in die Loipe.

"Beim letzten Schießen hatte ich zittrige Knie"

Der Oberhofer musste bei seinen Schießübungen ebenfalls nachladen und verlor in der bei dichtem Schneefall schweren Spur weiter an Boden auf das Führungstrio, aus dem sich der Norweger Frode Andresen auf der letzten Schleife absetzte. "Das Laufen auf der letzten Runde war beinhart, beim letzten Schießen hatte ich zittrige Knie", erklärte der 29-Jährige nach seinem ersten Einsatz in Soldier Hollow. "Ich bin natürlich sehr froh, dass es am Ende noch zu einer Medaille gereicht hat."

41,4 Sekunden hinter den Skandinaviern nahm Sven Fischer die Verfolgung auf. Der 30-jährige Oberhofer lief wie gewohnt stark, doch am Schießstand zitterten ihm die Hände. Trotz dreimaligen Nachladens blieb eine Scheibe im liegenden Anschlag stehen, so dass Fischer als einziger Spitzen-Athlet in die Strafrunde musste. "Das war ein vogelwildes Schießen. Er hat total überzogen", kritisierte Frank Ullrich. Doch Fischer ließ sich nicht entmutigen und führte die deutsche Staffel wieder auf Rang drei hinter Norwegen und Russland. "So blau war ich lange nicht mehr. Mir hat es die Augen regelrecht rausgedreht", schilderte der erschöpfte Fischer.

Spannender Dreikampf um Silber und Bronze

Während Ole Einar Björndalen souverän seinem insgesamt fünften Olympiasieg entgegenlief, entwickelte sich dahinter ein spannender Dreikampf um Silber und Bronze. Oldie Frank Luck bewies dabei einmal mehr Nervenstärke und hängte auf den letzten Metern auch noch Frankreichs Spitzen-Biathleten Raphael Poiree ab. "Ich habe es auf das Finish ankommen lassen, weil ich ein sehr gutes Material hatte", meinte Luck. Den Grundstein für den am Ende unverhofften Erfolg hatte er mit einem glänzenden Schießen gelegt. Luck musste als einziger des DSV-Quartetts nicht einmal nachladen.

dpa - Fotos: dpa, AP

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Zuletzt geändert am 20. Februar 2002 22:23 von aj

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