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Do 21.02.2002

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Aus im Viertelfinale: Eishockey-Team bei 0:5 ohne Chance gegen USA

Wunder passieren eben nicht alle Tage

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Das war´s: Hans Zach und seine Jungs müssen die Koffer packen.

Salt Lake City - Gescheitert, aber nicht geschlagen. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat Olympia mit erhobenem Haupt "Good bye" gesagt.

"Alle Hochachtung für meine Jungs. Ich bin sehr stolz, wie wacker sie sich gegen die Großen verkauft haben", stellte Bundestrainer Hans Zach nach dem Viertelfinal-Aus gegen die USA hochzufrieden fest, "die Winterspiele waren für das deutsche Eishockey ein wichtiger Moment."

Auch Teamchef Franz Reindl zog nach dem 0:5 gegen den Gastgeber ein positives Fazit und weinte dem Halbfinale keine Träne nach: "Hut ab. Die Mannschaft war fantastisch. Wunder passieren selten und wenn, dann nicht zwei Mal an einem Tag."

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Das schlaucht: Kapitän Jürgen Rumrich und seine Kollegen.

"Ding der Unmöglichkeit"

Eine Sensation wie die der Weißrussen gegen Schweden hatte sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen die Dollar- Millionäre aus der nordamerikanischen Profiliga (NHL) ohnehin nicht zugetraut. Es sei ein Ding der Unmöglichkeit, mit den Besten der Welt mitzuhalten, meinte Zach, "dazu bräuchten wir schon 23 NHL-Spieler." Mit den drei Vorrundensiegen erfüllte das DEB-Team mehr als sein Soll und Berufs-Pessimist Zach fand alles "sehr, sehr positiv. Wir haben gegen die Besten der Welt gespielt und als Gruppensieger überrascht".

Zach fordert Liga zur Mitarbeit auf

Bei den Spielern war die erste Enttäuschung bei der gemeinsamen Feier mit den deutschen Skispringern schon verflogen. "Mehr war nicht drin", sagte NHL-Star Marco Sturm vor dem Abschied von seinen Kollegen, die am Donnerstag die Heimreise antraten und bereits am Sonntag in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit ihren Clubs um den Einzug in die Playoffs kämpfen. "Ich hoffe nur, dass die DEL-Gesellschafter mehr Weitblick zeigen und nicht mehr so versessen auf ihre Clubs und das Spektakel sind", forderte Zach die Liga zur Mitarbeit auf.

Im Mitteldrittel die Geduld verloren

Im olympischen Playoff-Viertelfinale reichte der USA ein starkes Mitteldrittel zum Sieg. Als die Deutschen im "Hurra-Stil" das Führungstor der USA durch Jeremy Roenick aus der 14. Minute wettmachen wollten, schlug das bis dahin übernervöse Team von Trainer Herb Brooks eiskalt zu. Chris Chelios (21.) und Tony Amonte (30.) brachten den zweifachen Olympiasieger mit 3:0 in Front. "Wir haben die Geduld verloren und waren nicht bei der Sache", kommentierte Zach die entscheidende Spielpassage. Nach den weiteren Treffern von John LeClair (31.) und Brett Hull (32.) spulten die erstaunlich disziplinierten US-Boys im Schongang ihr Pensum herunter und stellten Robert Müller, der Marc Seliger danach im Tor ablöste, nicht mehr ernsthaft auf die Probe.

Reindl schimpfte auf den Schiedsrichter

Durch ein Stockfoul von Erich Goldmann, der schon nach neun Minuten vom Eis musste, war die DEB-Auswahl sechseinhalb Minuten lang in Unterzahl und damit auf die Verliererstraße geraten. Zwar war die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen den Essener nicht entscheidend, für Diskussionsstoff sorgte sie aber allemal. Die Leistung des schwedischen Schiedsrichters Ulf Radbjer sei skandalös gewesen, schimpfte DEB-Sportdirektor Reindl. Kapitän Jürgen Rumrich warf dem Referee fehlendes Fingerspitzengefühl vor: "Die Strafe gegen Goldmann musste nicht sein, der Schieri hat anfangs sehr kleinlich gepfiffen."

Zach beteiligte sich nicht an Schiedsrichter-Schelte. "Er hat die Regeln streng, aber korrekt ausgelegt. Er war nicht schuld, dass wir verloren haben", sagte der Diplomtrainer und beschäftige sich lieber mit seiner Mannschaft. "Niemand hat enttäuscht", betonte Zach, der den jungen Verteidigern Christoph Schubert, Dennis Seidenberg und Christian Ehrhoff ein Sonderlob erteilte: "Sie haben mit Feuer gespielt." Die personelle Besetzung des Teams für die WM vom 28. April bis 12. Mai in Schweden sei noch völlig offen, so Zach, "da muss ich mit den älteren Spielern noch einige Gespräche führen."

Von Gerd Münster und Gunnar Meinhardt, dpa

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Zuletzt geändert am 21. Februar 2002 08:43 von sab

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