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Angolas Rebellenchef Savimbi ist tot
Nachricht weckt in Angola die Hoffnung auf Frieden

Nach jahrzehnelangem Bürgerkrieg:

Angolanischer Rebellenchef Savimbi tot

Luanda - Der Führer der Nationalen Union für die vollständige Unabhängigkeit Angolas (UNITA), Jonas Savimbi, wurde bei einem Feuergefecht getötet. Er war am Freitag mit seinen Truppen in der Provinz Moxico in einen Hinterhalt der angolanischen Regierungstruppen geraten. Das bestätigte inzwischen die portugiesische Regierung.

Anklicken zum Vergrößern Die Leiche des Rebellenführers wurde Journalisten gezeigt.

Portugal rief die Regierung und die Rebellen in seiner Ex-Kolonie dazu auf, den längsten Bürgerkrieg auf dem afrikanischen Kontinent zu beenden. Die Regierung in Luanda signalisierte bereits, sie wolle nun ein Ende des fast 27 Jahre dauernden Bürgerkriegs einleiten, der seit der Unabhängigkeit 1975 rund 500 000 Menschen das Leben gekostet hat. Am Samstag wurden aus Luanda Informationen über einen Friedensappell bekannt. Er richtete sich an die UNITA-Anhänger.

Portugal, die USA und Russland - die drei Garantiemächte für den Frieden in Angola - waren nach Angaben aus Lissabon offiziell von der angolanischen Regierung vom Tod Savimbis unterrichtet worden. Nach Angaben des portugiesischen Fernsehsenders SIC zeigten die angolanischen Regierungstruppen einer Gruppe von Reportern die Leiche Savimbis. Der Tote habe 15 Einschüsse aufgewiesen, hieß es. Eine Stellungnahme der UNITA dazu gab es bis Samstagnachmittag nicht.

Schon öfter als tot gemeldet

Nach Angaben der staatlichen angolanischen Nachrichtenagentur Angop sollen zusammen mit dem 67 Jahre alte UNITA-Führer Savimbi zwei Generäle seiner Rebellentruppe gefallen sein. Zwei enge Mitarbeiter des Rebellenchefs seien dagegen entkommen, hieß es. Savimbi war in der Vergangenheit schon mehrmals fälschlicherweise als tot gemeldet worden. Deshalb hatten die internationalen Medien diesmal die Berichte der Regierung in Luanda vom Tod Savimbis mit großer Vorsicht aufgenommen.

Bevölkerung feiert Freudenfeste

Die Bewohner Luandas reagierten nach portugiesischen Berichten mit Freudenfesten auf die Berichte vom Tod des Rebellenchefs. Die Behörden, die mit einer erhöhten Polizeipräsenz auf den Straßen reagierten, forderten die Bewohner der Hauptstadt auf, vorerst in ihren Wohnungen zu bleiben.

Savimbi hatte die UNITA seit ihrer Gründung im Kalten Krieg geführt. Die zunächst vom Westen protegierte UNITA finanzierte sich zuletzt überwiegend aus dem Verkauf von Diamanten und wurde für zahlreiche blutige Terrorattacken verantwortlich gemacht (siehe auch: Nachricht weckt in Angola Hoffnung auf Frieden).

dpa; Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 23. Februar 2002 19:17 von jo

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