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35 Medaillen: Deutsche Athleten sammelten die meisten

Rekord-Winterspiele setzen Maßstäbe

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"Brillante Spiele": Lob von Aktiven, Zuschauern und Funktionären für Salt Lake City

Salt Lake City - Mit der besten Olympia-Bilanz aller Zeiten haben die deutschen Wintersportler in einem dramatischen Dreikampf knapp vor Gastgeber USA und Norwegen ihre Spitzenposition verteidigt. Die Winterspiele der Superlative, die am letzten Tag von einem Dopingverdacht gegen den dreimaligen Olympiasieger Johann Mühlegg überschattet wurden, übertrafen aber nicht nur die sportlichen Erwartungen.

Fünf Monate nach den Terror-Attacken auf die US- Machtzentren waren die Amerikaner großartige Gastgeber für ein friedliches und sicheres Fest auf Eis und Schnee. Das 17 Tage dauernde Sport-Spektakel von Salt Lake City wird als das teuerste, größte und profitabelste in die Geschichte eingehen. "Es waren brillante Spiele", lobte IOC-Vizepräsident Thomas Bach.

Die XIX. Olympischen Winterspiele in Utahs Hauptstadt verdienten sich Bestnoten und sprengten sämtliche Rekorde: Kartenverkauf, Zuschauer-Resonanz, TV-Quoten und Umsatz boomten wie noch nie. Dennoch wollte Jacques Rogge das Prädikat "beste Winterspiele" nicht vergeben. "Das ist kein Wettbewerb von Städten. Es wird keinen vergleichenden Superlativ geben", kündigte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) schon vor der Abschlussfeier an.

Turin wird sich strecken müssen...

Turin 2006 wird sich strecken müssen, um an das hohe Niveau heranzukommen. Denn nicht nur der ehemalige IOC-Chef Juan Antonio Samaranch stellte die Salzsee-Stadt bereits vor dem Erlöschen der Olympischen Flamme am Sonntagabend (Ortszeit) auf eine Stufe mit Lillehammer 1994. Der Spanier vergab wie damals die Höchstnote 6,0.

Abschied vom Wertungs- und Preisrichtersystemim Eislauf

Diese wurde im Eiskunstlauf wahrscheinlich zum letzten Mal vergeben, denn der Weltverband ISU will das Wertungs- und Preisrichtersystem nach dem Paarlauf-Skandal reformieren. Der Eis- Eklat sorgte für ein Novum: Erstmals wurden in der olympischen Geschichte an zwei Paare Goldmedaillen vergeben.

"Fabel-Ergebnis": 12 Gold, 16 Silber, 7 Bronze

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Fette Beute auch für Claudia Pechstein

Zu den fleißigsten Medaillensammlern avancierte das deutsche Rekord-Team, das schon vor den letzten zwei von 78 Entscheidungen wie 1992 in Albertville und 1998 in Nagano als Nummer eins feststand. Mit 12 Mal Gold, 16 Mal Silber und 7 Mal Bronze wurde die bislang beste Ausbeute von vor vier Jahren (12/9/8) deutlich übertroffen. Allerdings standen damals nur 68 Wettbewerbe auf dem Programm. "Wenn man nach Nagano von einem Jahrhundert-Resultat gesprochen hat, sehe ich dies als Fabel-Ergebnis an", bilanzierte der Leistungssportchef des Deutschen Sportbundes (DSB), Rolf Ebeling. Auch Thomas Bach zeigte sich begeistert von der deutschen Mannschaft. "Sie hat im Gesamtbild alles übertroffen, was man erwarten konnte."

Erfolgreich wie nie: USA nutzten Heimvorteil

Mit Deutschland stritten die USA und Norwegen bis zuletzt um die Krone. Die Gastgeber nutzten den Heimvorteil konsequent aus und waren so erfolgreich wie noch nie: Schon vor dem Eishockey-Finale gegen Kanada hatten sie 10 Gold-, 12 Silber- und 11 Bronzemedaillen gesammelt. Die Skandinavier verbuchten bis zum Schlusstag 22 Medaillen (11/7/4).

"König der Spiele": Ole Einar Björndalen

Zum "König der Spiele" wurde Ole Einar Björndalen. Der Norweger schaffte als Dritter nach den Eisflitzern Lidija Skoblikowa (UdSSR) 1964 und Eric Heiden (USA) 1980 das Kunststück, alle Wettbewerbe in einer Sportart für sich zu entscheiden. Mit seinen vier Biathlon- Siegen avancierte er nach Gold und Silber in Nagano zum erfolgreichsten Skijäger aller Zeiten.

Kostelic als Schnee-Königin" von Salt Lake City

Sport-Geschichte für ihr Land schrieb Janica Kostelic. Sie schenkte Kroatien in der alpinen Kombination den ersten Winter- Olympiasieg und wurde mit ihren Erfolgen im Riesenslalom und Slalom sowie Platz zwei im Super-G zur "Schnee-Königin" von Salt Lake City. Auch die Finnen feierten mit dem Nordischen Kombinierer Samppa Lajunen einen Dreifach-Gewinner, konnten mit ihrer Bilanz (4/2/1) aber überhaupt nicht zufrieden sein.

Russland erstmals nicht unter den besten Drei

Zum großen Verlierer wurde Russland, das erstmals seit der Olympia-Premiere der damaligen UdSSR 1956 in Cortina d'Ampezzo nicht zu den besten drei Nationen gehört. Die einstige Sport-Großmacht sorgte mit ihren Boykott-Drohungen und einer Serie von Protesten dafür, dass auf die Winterspiele ein Schatten fiel.

Trotz einzelner Doping-Fälle: "bisher sauberste Spiele"

Auch beim Thema Doping spielten russische Athleten eine negative Rolle. Langläuferin Natalja Baranowa war die prominenteste von 27 Athleten, die vor Olympia-Beginn positiv getestet wurden. Ihre Kollegin Larissa Lazutina fiel mit einem erhöhten Blutwert auf und ließ damit die auf Gold programmierte Staffel platzen. Dies blieben bei den von 16 000 Sicherheitskräften geschützten Winterspielen jedoch Einzelfälle. Richard Pound, Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, bezeichnete diese daher als die bisher saubersten.

Auch neben dem Sport: Jede Menge Superlative

Superlative gab es ohnehin zuhauf. 95 Prozent aller Tickets wurden verkauft, 1,52 Millionen Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe live vor Ort - beides ist olympischer Rekord. Auch das weltweite Interesse war so groß wie nie: Die Fernsehanstalten verbuchten Rekord- Einschaltquoten, in Deutschland verdrängte der Wintersport sogar "König Fußball". Gut drei Jahre nach Bekanntwerden des größten Olympia-Skandals standen selbst die zwischenzeitlich dem Bankrott nahen Organisatoren glänzend da. Sie werden einen Gewinn von mindestens 40 Millionen Dollar verbuchen.

Eric Dobias und Ralf Jarkowski, dpa


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Zuletzt geändert am 24. Februar 2002 10:40 von to

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