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Mo 25.02.2002

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zurückblättern  ... "Ich weiß nicht, wie das zu Stande kommt"

Spaniens König Juan Carlos ließ nach der losgebrochenen Auseinandersetzung ein für Mittwoch geplantes Dinner mit dem abgestürzten "Helden von Soldier Hollow" im La-Zarzuela-Palast ohne Angabe von Gründen vorläufig absagen.

"Gebt 'Juanito' nicht auf", appellierte sogar Ministerpräsident Jose Maria Aznar sowohl an seinen in der Olympia-Stadt weilenden Sportminister Juan Antonio Gomez Angulo als auch an die spanische Bevölkerung. Erziehungsminister Pilar del Castillo äußerte die Hoffnung, "dass es eine Chance für einen Protest gegen die Entscheidung gibt".

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Muss Gold wieder abgeben: Larissa Lazutina.

"Schande über Spaniens Sport"

Dagegen stellte die Madrider Tageszeitung El Mundo ernüchtert fest: "Mühlegg hat weltweit Schande über Spaniens Sport gebracht." Das Blatt, das noch am Sonntag auf seiner Titelseite eine Jubelstory über den dritten Triumph des Marktoberdorfers nach den Erfolgen über 10 sowie 30 km gedruckt hatte, forderte von Angulo Gomez sogar eine Rechtfertigung über die Umstände des Skandals im Parlament und eine Untersuchungskommission.

"Juanito" Mühlegg, der 1998 dem Deutschen Skiverband (DSV) im Streit ("Spiritisten-Affäre") den Rücken gekehrt hatte und seit Ende 1999 für Spanien in die Loipe geht, fühlt sich indessen unschuldig. "Jetzt überrollt mich das Ganze. Ich will versuchen, ruhig Blut zu bewahren", sagte der 31-Jährige, "aber endgültig vorbei ist es noch nicht." Auf die 50 km habe er sich mit einer Spezialdiät vorbereitet. "Dabei werden Hormone gebildet worden sein. Ich weiß aber nicht, wie das zu Stande kommt", rätselte Mühlegg. Er setze nun auf die B-Probe, die erst an diesem Montag ausgewertet sein soll.

"Chemische Tricksereien und Betrug"

Ungeachtet seiner Unschuldsbeteuerungen verurteilte El Mundo den 50-km-Weltmeister schon vor der Analyse der B-Probe als "Dopingsünder": "Der größte Erfolg in unserer olympischen Geschichte schrumpft plötzlich auf Unsportlichkeit, chemische Tricksereien und Betrug zusammen."

Zufriedenheit bei IOC über Kontrollsystem

Beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) herrschte unterdessen Zufriedenheit über die rasche Abwicklung der Fälle von Mühlegg sowie der ebenfalls wegen Darbopoetins abgesetzten 30-km-Olympiasiegerin Larissa Lasutina und der über 30 km disqualifizierten Doppel-Olympiasiegerin Olga Danilowa (beide Russland). "Unser Kontrollsystem funktioniert", erklärte IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach (Tauberbischofsheim) als Vorsitzender der zuständigen Disziplinar-Kommission: "Wichtig ist, dass wir schnell und konsequent noch vor der Schlussfeier reagiert haben."

Der Schweizer Denis Oswald in seiner Funktion als Chef der Medizinischen Kommission des IOC sah in der Bewältigung des größten Dopingskandals in der olympischen Geschichte ebenfalls einen Erfolg: "Das ist eine dringende Warnung an jene, die glauben, mit der Einnahme derartiger Mittel davonzukommen. Es zeigt, dass sich der Kampf gegen Doping lohnt. Zu Ende sein wird er nie, aber der Abstand zu den Betrügern wird geringer."

dpa, sid - Fotos: dpa

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Zuletzt geändert am 25. Februar 2002 11:42 von sab

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