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Nationalität der Elitesoldaten in Afghanistan nur teilweise bekannt:

Einsatz unter größter Geheimhaltung

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Explosion nahe Kandahar: US- Spezialisten zerstören sichergestellte Waffen und Munition.

Kandahar - Im größten Stützpunkt der Antiterrorkoalition in Afghanistan sind Soldaten von Spezialeinheiten einer ganzen Reihe von Staaten stationiert. Mehrere Sprachen sind in der Basis in Kandahar zu hören, verschiedene Flaggen werden gezeigt. Die Elitesoldaten haben gemeinsam, dass sie Angehörige der El Kaida und der Taliban bekämpfen, zum Teil Mann gegen Mann.

Vereinzelt mussten die Soldaten bereits Tote beklagen. Welche Staaten im Einzelnen Spezialtruppen entsandt haben, teilen die USA, unter deren Kommando die Operation abläuft, nicht mit. In Afghanistan ist die Zusammensetzung der Truppe jedoch ein offenes Geheimnis. Kanadische Elitesoldaten sind deutlich an ihren grünen Uniformen zu erkennen. Die Deutschen tragen Tarnanzüge für den Einsatz in der Wüste mit schwarz-rot-goldenen Aufnähern.

In Uniformen ohne Namensabzeichen oder in traditioneller afghanischer Kleidung durchkämmen Soldaten aus mindestens fünf Staaten Wüsten und Gebirge, werden von Militärmaschinen an vermuteten El-Kaida- oder Taliban-Stellungen abgesetzt, die Gewehre schussbereit.

Imagepfege: Hundewelpen gerettet

"Sie versuchen hier nicht, die Herzen der Afghanen für unser Ziel einzunehmen", erklärte ein Sprecher der US-Spezialeinheiten, der nicht genannt werden wollte, in der vergangenen Woche auf der ersten Pressekonferenz zum Einsatz der amerikanischen Elitetruppen. "Jeder hier jagt Taliban- oder El-Kaida-Mitglieder." Imagebewusst präsentierten die Navy-SEALs bei der Veranstaltung ihre speziellen Wüstenfahrzeuge - teilweise Dünenbuggy, teilweise Rennauto - und führten einen niedlichen Hundewelpen vor, der aus einem Ziel der US-Angriffe gerettet worden war.

"Wer nicht deutsch spricht, braucht nicht hereinzukommen"

Am Sonntag bestätigte dann Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping einen Zeitungsbericht, wonach sich Spezialkräfte des Sonderkommandos KSK an der Seite von amerikanischen und britischen Soldaten im Kampfeinsatz in Afghanistan befinden. Tatsächlich sind die Deutschen schon seit Wochen am Hindukusch. Ein untrügliches Zeichen ihrer Anwesenheit war beispielsweise das Schild, das im Januar an einer Tür ihres Hauptquartiers in Kandahar angebracht wurde. Darauf stand in englischer Sprache zu lesen: "Wer nicht deutsch spricht, braucht nicht hereinzukommen."

Ähnlich wie Deutschland hat auch Kanada versucht, seine Rolle bei den verdeckten Operationen nicht an die große Glocke zu hängen. Im Januar brach Verteidigungsminister Art Eggleton jedoch die Geheimhaltung, indem er einräumte, dass Sondereinheiten der Truppe JTF-2 in Afghanistan Verdächtige gefangen nahmen. Seine Äußerungen führten zur Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, da sich zahlreiche Abgeordnete über die Umstände der Operation getäuscht sahen.

Nach Angaben der USA sind am Afghanistan-Einsatz, der vom US-Oberkommando für Mittel- und Vorderasien in Florida geleitet wird, 25 Staaten in irgendeiner Form beteiligt. Über Nationalität und Rolle der Bodentruppen wird jedoch nichts mitgeteilt. Dies sei Sache der betroffenen Staaten, heißt es.

Schutz der Beteiligten hat höchste Priorität

In Großbritannien versuchten ranghohe Regierungsmitglieder dem Vernehmen nach, die Namen von SAS-Soldaten bekannt zu geben, die für ihre Tapferkeit im Kampf ausgezeichnet werden sollten. Darunter waren zwei Briten, die Taliban- und El-Kaida-Mitglieder bei Kandahar mit Schusswaffen und Messern überwältigt hatten. Letztlich setzte sich aber die Armee durch, und die Namen blieben unter Verschluss.

Häufig kommt die Rolle der verdeckten Kämpfer nur dann ans Licht, wenn etwas schief geht. Ende vergangenen Jahres bestätigte der US-Geheimdienst CIA den Einsatz seiner Spezialtruppe, nachdem deren Mitglied Johnny Spann bei einem Gefangenenaufstand bei Masar-i-Scharif getötet worden war. Australien bestätigte den ersten Gefallenen unter seinen Elitesoldaten in diesem Monat. Der Mann kam durch eine Landmine ums Leben. Wo, wurde nicht mitgeteilt. Die Aufnahme von Fernsehbildern vom Sarg des Getöteten ließen die amerikanischen Behörden auf dem Stützpunkt in Kandahar nicht zu. Dies diene dem Schutz der Geheimoperationen und der daran Beteiligten, hieß es.

AP - Foto: AP


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Zuletzt geändert am 26. Februar 2002 13:19 von aj

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