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Columbia-Crew plant kritische Verjüngungskur an Weltaumteleskop:

Hubble erhält ein neues Herz

Washington - Für das Weltraumteleskop Hubble, das mit seinen Bildern aus den fernsten Winkeln des Universums Wissenschaftler in aller Welt begeistert, beginnt nach fast zwölf Jahren im All eine kritische Verjüngungskur. Die Astronauten der Raumfähre Columbia sollen die klapprig gewordene Energieschaltzentrale des amerikanisch-europäischen Teleskops ausbauen und ein neues "Herz" einsetzen - eine Operation, die auch das Ende von Hubble bedeuten könnte.

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Arbeiten an Hubble im Februar 1997: Jetzt sollen die Astronauten der Raumfähre Columbia die klapprig gewordene Energieschaltzentrale ersetzen.

An diesem Donnerstag sollte die Columbia mit ihrer siebenköpfigen Crew vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral ins All starten, und bereits für das Wochenende sind die Vorbereitungen für die umfassende Verjüngungskur geplant. Für die alles entscheidende "Herzoperation" muss Hubble in eine Art "Koma" versetzt und vollkommen abgeschaltet werden. Das soll die Astronauten vor einem Stromschlag schützen. Schaffen die Astronauten es nicht, den Austausch binnen acht Stunden zu vollenden, könnten die extremen Temperaturen im All die empfindlichen Instrumente an Bord des Teleskops zerstören.

Ohne "Herz-Lungen-Maschine"

NASA-Flugdirektor Bryan Austin erklärte zu der bisher einmaligen Rettungsaktion: "Das ist wie eine Operation am offenen Herzen, nur dass wir keine Herz-Lungenmaschine haben." Astronaut Rick Linnehan fasste das Risiko mit den drastischen Worten zusammen: "Wenn es nicht klappt, dann ist Hubble tot." Die Gefahr eines Scheiterns wird von der NASA zwar als gering eingeschätzt, doch Nervosität war in den Tagen vor dem Start doch spürbar.

Zusammen mit der neuen Energieschaltzentrale erhält Hubble zwei neue Solarzellenflügel, die das Teleskop mit einem Viertel mehr Energie versorgen können. Erstmals würde der Strom damit ausreichen, alle vier wissenschaftlichen Instrumente an Bord gleichzeitig zu bedienen.

Deutlich empfindlichere und schnellere Kamera

Zu den weiteren entscheidenden Verbesserungen gehört der Einbau einer neuen, deutlich empfindlicheren und schnelleren Kamera, die in noch weiter entfernten Ecken des Universums nach Planeten suchen kann als das bisherige Modell. Mit der "Advanced Camera for Surveys" (ACS), die die Größe einer Telefonzelle hat, könnte Hubble noch das Licht von Galaxien erspähen, die "nur" eine Milliarde Jahre nach dem Urknall gebildet wurden. Auch die Infrarotkamera und ein vor über vier Jahren ausgefallenes Spektrometer sollen repariert werden.

Alle Erwartungen der Astronomen übertroffen

Link:

  • http://hubble.nasa.gov

  • Sollte die Verjüngungskur klappen, dürfte Hubble für die Wissenschaft noch mindestens bis Ende des Jahrzehnts ein Lichtblick bleiben, bevor es dann von einem Weltraumteleskop der nächsten Generation abgelöst wird. Der NASA-Chefwissenschaftler für Hubble, David Leckrone, ist von den neuen Möglichkeiten begeistert: "Wir können uns überhaupt nicht vorstellen, was wir dann noch finden werden."

    Bereits jetzt hat Hubble in seiner wechselreichen Geschichte alle Erwartungen der Astronomen übertroffen. Viele der Aufnahmen von fernen Galaxien, explodierenden Sternen und Pulsaren sind aber auch für Laien so atemberaubend, dass die Astronomie für die breite Öffentlichkeit an Faszination gewonnen hat.

    dpa - Archivfoto: AP


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    Zuletzt geändert am 26. Februar 2002 14:30 von aj

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