IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Di 26.02.2002

 Nachrichten

   vom 26.02.02

Microsoft registriert abgespielte Videos
Vanessas Mörder kam durch die Garage
Tote und Verletzte
bei Zugunglück

Rau begnadigt Ex- Terroristin Schulz
Zuwanderung: Union
lehnt Einigung ab

Telekom darf die Grundgebühr erhöhen
Weltraum-OP: Hubble erhält neues Herz
KSK-Einsatz unter
größter Geheimhaltung

Bombe in
Rom explodiert

Pilger bewarfen
Teufel mit Handys

Wetter: Ende des Dauerregens in Sicht
Karikatur


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Wegen Schleyer-Entführung und Mord an Zöllnern verurteilt:

Rau begnadigte Ex-Terroristin Adelheid Schulz

Stuttgart - Knapp 20 Jahre nach ihrer Festnahme hat Bundespräsident Johannes Rau die ehemalige RAF-Terroristin Adelheid Schulz begnadigt. Das teilte das Präsidialamt am Dienstag in Berlin mit. Die heute 46 Jahre alte Schulz gehörte jahrelang zum harten Kern der Roten Armee Fraktion (RAF). Aus Gesundheitsgründen kam sie nach knapp 16 Jahren Gefängnis im Oktober 1998 auf freien Fuß.

Anklicken zum Vergrößern
Mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand von Adelheid Schulz war die Strafvollstreckung nach rund 16 Jahren im Oktober 1998 unterbrochen worden.

Adelheid Schulz war wegen mehrfachen Mordes und Mordversuches zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Mit Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand war die Strafvollstreckung nach Verbüßung von rund 16 Jahren im Oktober 1998 unterbrochen worden.

Schulz war am 11. November 1982 mit der früheren Top-Terroristin Brigitte Mohnhaupt in einem Wald bei Offenbach festgenommen worden, als sie sich aus einem versteckten Waffen-, Geld- und Ausweisdepot versorgen wollten. 1985 verurteilte sie das Oberlandesgericht Düsseldorf unter anderem wegen der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und dessen vier Begleitern erstmals zu lebenslanger Haft.

Zum zweiten Mal lebenslänglich

Im September 1994 erhielt sie zum zweiten Mal lebenslänglich. Das Stuttgarter Oberlandesgericht sprach sie des Mordes an zwei Zöllnern 1978 im niederländischen Grenzort Kerkrade, des zweifachen versuchten Mordes sowie des schweren Raubes schuldig. Sie hatte sich zusammen mit dem einstigen Top-Terroristen Rolf Heißler der Grenzkontrolle entzogen und war geflohen.

Schulz gab dem Urteil zufolge ganze Feuersalven aus ihrer polnischen Maschinenpistole auf vier Zollbeamte ab. Ein damals 19-jähriger Zöllner wurde laut Urteil durch ein Geschoss aus der Waffe der Terroristin tödlich getroffen. Auch im Körper des zweiten Toten, eines 24-jährigen Zöllners, seien Kugeln aus der von Adelheid Schulz benutzten Waffe gefunden worden.

Gericht: "Hardlinerin" der RAF

Im Anschluss an die Schießerei hatten die Terroristen unter Anwendung von Waffengewalt von einem Verkaufsfahrer die Herausgabe seines Lieferwagens erzwungen und diesen als Fluchtfahrzeug benutzt. Das Gericht hatte Schulz als "Hardlinerin" der RAF bezeichnet. Die Anklage beruhte damals auf Aussagen von RAF-Aussteigern in der früheren DDR.

AP - Archivfoto: AP


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Olympia bei RZ-Online
Olympia bei RZ-Online


Formel 1 bei RZ-Online
Formel 1 bei RZ-Online



Zuletzt geändert am 26. Februar 2002 15:50 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum