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Vielfalt an Bezahlsystemen bremst E-Commerce:

Flucht an der Kasse

Bis hierhin und nicht weiter - die Angst vor Missbrauch persönlicher Daten hindert nach Ansicht der Online-Händler viele Kunden beim Einkauf via Internet.

München - Kurz vor der Kasse findet die Shoppingtour im Internet meist ein Ende. Aus Angst vor der Eingabe der Kreditkartennummer kehren nach Einschätzung von Experten bis zu 80 Prozent der Kunden in letzter Minute um - und treiben Tausende Online-Händler damit zur Verzweiflung.

An einer einfachen und einheitlichen Lösung für das sichere Bezahlen und Online-Banking im Internet arbeiten Banken, Sparkassen und Händler in Deutschland seit Jahren vergeblich. Auch auf der weltgrößten Computermesse CeBIT ist eine Lösung nicht in Sicht: Während einige Hersteller auf die Wiederbelebung der Geldkarte setzen, bauen andere auf die Digitale Signatur oder vorbezahlte Karten nach dem Vorbild von Telefonkarten.

Hoffnungsträger Geldkarte?

"Jeder entwickelt seinen eigenen Standard, und das verunsichert die Kunden", sagt der Präsident des Deutschen Multimedia Verbandes (dmmv), Rainer Wiedmann. Die großen Hoffnungen in das Internet als grenzenloses Einkaufsparadies haben sich nicht einmal ansatzweise erfüllt. Bis jetzt macht der Einkauf im Internet nur einen Bruchteil am Gesamtumsatz im Einzelhandel aus. In diesem Jahr rechnet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) mit einem E-Commerce- Umsatz von 8,5 Milliarden Euro - das sind gerade einmal 1,6 Prozent des gesamten Handelsumsatzes.

Bank schaltet sich zwischen Kunden und Händler

Zahllose Hersteller arbeiten daran, den Kunden den Einkauf im Internet doch noch schmackhaft zu machen. Das Münchner Technologieunternehmen Giesecke & Devrient setzt dabei noch immer große Hoffnung in die Geldkarte. Auf der CeBIT will das Unternehmen erstmals Lösungen vorstellen, die das Wiederaufladen der Geldkarten am heimischen PC ermöglichen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen Geräte gezeigt, mit denen kleine Geldbeträge beim Bezahlen am heimischen PC von der Geldkarte abgebucht werden können. Der große Ansturm auf die so genannte "Cashmouse" blieb aber aus. Mit 10 000 verkauften Geräten seien die Erwartungen nicht erfüllt worden. "Die Banken müssten die Geldkarte stärker vermarkten", sagt Sprecherin Andrea Bockholt. Allerdings schreckten auch die Kosten die Kunden ab: Die rund 50 Euro teuren Lesegeräte müssen sie meist selbst bezahlen.

weiter: Ist das Ende der Geheimzahlen und Passwörter nahe? weiterblättern
 

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Zuletzt geändert am 7. Maerz 2002 13:46 von mwege

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