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Do 07.03.2002
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Skiflug-WM in Harrachov: "Sven und ich wechseln uns immer ab"Schmitt will wieder die Nummer 1
Harrachov - Martin Schmitt will wieder die Nummer 1 sein - und zwar nicht nur im eigenen Team. "Mein Weltcupsieg in Lahti hat mir enormen Auftrieb gegeben. Sven und ich wechseln uns außerdem immer ab", meint der 24-Jährige. Den Wechsel an der Weltspitze würde Schmitt gerne schon bei der Skiflug-WM am Wochenende in Harrachov vollziehen, nachdem Sven Hannawald mit dem Grand-Slam-Sieg bei der Vierschanzentournee und seiner olympischen Einzelmedaille der Skisprung-Held des Winters war. "Tigerski" als Aufstiegshilfe Doch jetzt kommt Martin: "Ich komme zum Saisonende richtig in Fahrt, nachdem der Winter nicht nach meinen Wünschen gelaufen ist. Das Olympiagold hat mir einen Extrakick gegeben, meine neuen Tigerski passen perfekt, und ich bin sicher, dass ich gut fliegen kann." 1999 und 2001 gewann Schmitt den Skiflug-Weltcup - natürlich im Wechsel mit Hannawald, der 1998 und 2000 triumphierte. Auf eine Medaille bei einer Skiflug-WM wartet Schmitt dagegen immer noch, im Gegensatz zu Titelverteidiger Hannawald. Erster Einzel-Triumph seit 348 Tagen in Lahti "Ich würde nicht sagen, dass ich Favorit bin, aber um die Medaillen will ich schon mitspringen. Das Selbstvertrauen ist zurück", sagt der viermalige Skisprung-Weltmeister Schmitt. Als sein Teamkollege Hannawald beim Weltcup in Lahti fehlte, flog er endlich zum ersten Einzel-Triumph seit 348 Tagen. Ein ähnliches Kunststück trauen ihm die Trainer auch im Riesengebirge zu. "Martin springt zumindest um die Medaillen. Das wird ein ganz heißes Spiel mit Sven, Malysz und Hautamäki", meint Heimtrainer Wolfgang Steiert. Heß: "Martin hat Ansprüche, um den Titel mitzuspringen" Bundestrainer Reinhard Heß möchte keinen Vergleich zwischen seinen beiden Vorfliegern ziehen: "Martin hat Ansprüche, um den Titel mitzuspringen. Letzten Endes wird es auf den persönlichen Schneid jedes Einzelnen auf dieser riesigen Schanze ankommen." In dieser Beziehung gilt Schmitt eher als vorsichtig, auch wenn sein persönlicher Weitenrekord bei 218 Metern (bei einem 219-Meter-Flug stürzte er beim Jubeln in den Schnee) steht. Außerdem bereitet ihm die Patellasehne im linken Knie nach wie vor Probleme. "Ich merke das Knie schon noch, besonders bei weiten Flügen", sagt Schmitt. Nach einem Konditionstraining am Montag unterzog er sich am Dienstag und Mittwoch deshalb noch einmal einer präventiven physiotherapeutischen Behandlung und reiste am Donnerstag gemeinsam mit Hannawald in Harrachov an. Auf der Flugschanze am Teufelsberg machte Schmitt bei der WM-Generalprobe 2001 mit dem Plätzen zwei und drei schon höllisch gute Erfahrungen. Diesmal soll am Ende eine "1" vor seinem Namen stehen. Von Lars Becker, dpa |
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Zuletzt geändert am 7. Maerz 2002 14:10 von tea