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Mo 11.03.2002

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Bayer will Chance gegen Turin wahren
Vor dem Klassiker gegen ManU - Kahn: Lautern-Spiel ist viel wichtiger

Champions League: Klassiker gegen Manchester - Jancker fällt aus

Kahn: Lautern-Spiel ist viel wichtiger

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Torhüter Oliver Kahn (l) und Teamkollege Paulo Sergio liegen sich nach Spielende gegen 1860 in den Armen.

München - Ganz Europa wartet auf dieses Duell der Giganten, nur Torwart Oliver Kahn ist der Klassiker zwischen Manchester United und dem deutschen Fußball-Meister Bayern München in der Champions League derzeit ziemlich egal.

"Das ist eines der großen europäischen Prestige-Duelle. Ganz Europa schaut auf dieses Spiel. Aber unser Spiel am Samstag gegen Kaiserslautern ist das absolute Endspiel der Saison. Wenn wir da gewinnen, bin ich überzeugt, dass wir wieder deutscher Meister werden", sagte der Nationalkeeper zwei Tage vor dem vorletzten Zwischenrunden-Spiel in Gruppe A am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei RTL und Premiere) in Old Trafford.

Das Erreichen des Viertelfinales in der "Königsklasse" hat Kahn offenbar ohnehin einkalkuliert, deshalb liegt ihm der historische vierte Titel derzeit mehr am Herzen. "So heiß wie diesmal waren wir selten auf die deutsche Meisterschaft. Wenn wir viermal in Folge Meister würden - das wäre Wahnsinn", sagte Kahn und verwies auf den Zusammenhalt beim Weltpokalsieger: "Die letzten drei Jahre hatten wir einen phantastischen Teamgeist. Das konnten auch die letzten Wochen nicht erschüttern."

Hitzfeld warnt vor dem Duell der Giganten

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Carsten Jancker ist gegen "ManU" nicht dabei

Während für Kahn die Bundesliga derzeit noch oberste Priorität hat, beschäftigt sich Trainer Ottmar Hitzfeld ausschließlich mit "ManU". "Wir fahren dahin, um den direkten Vergleich für uns zu entscheiden. Ein 2:2 wäre deshalb ein Erfolg. Es ist ein Vorteil, wenn man als Gruppensieger im Viertelfinale zuerst auswärts spielt und zu Hause dann alles klar machen kann", sagte Hitzfeld vor dem Duell der Giganten.

Noch führen Manchester und München mit je acht Punkten vor Boavista Porto (4) und dem FC Nantes (1) und liegen damit optimal auf Viertelfinalkurs. Doch die Sicherheit ist trügerisch. Sollte Bayern nämlich in Manchester verlieren und Porto gleichzeitig in Nantes gewinnen, müsste der Titelverteidiger im letzten Gruppenspiel gegen Nantes (19. März) unbedingt gewinnen, um Porto (zeitgleich gegen Manchester) nicht womöglich noch vorbeilassen zu müssen.

Die Bayern-Stars rücken wieder in das Team

Gegenüber dem Last-Minute-Sieg im Lokalderby gegen 1860 München wird Hitzfeld seine Mannschaft umstellen. Denn die gesperrten Samuel Kuffour, Robert Kovac und Bixente Lizarazu rücken wieder in die Abwehr. Im Mittelfeld meldet sich der am Samstag ebenfalls gesperrte Kapitän Stefan Effenberg zurück. "Ich werde auf fünf oder sechs Positionen wechseln", kündigte Hitzfeld bereits an.

Beim Spitzenreiter der Premier League muss er aber weiter auf die verletzten Mehmet Scholl (Muskelfaserriss), Hasan Salihamdizic (Kreuzbandriss), Pablo Thiam und Niko Kovac (beide Knieverletzung) verzichten. Auch Carsten Jancker, der am Sonntag im Training unglücklich umgeknickt war, muss verletzt passen.

Mittelfeld ist und bleibt das Prunkstück bei "ManU"

Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson kann seine bisweilen wacklige Viererkette durch Innenverteidiger Ronny Johnsen wieder stabilisieren. Das Mittelfeld ist und bleibt das Prunkstück bei "ManU". David Beckham ist nach seinem Durchhänger besser denn je. Der Argentinier Juan Sebastian Veron fungiert als Antreiber, der Waliser Ryan Giggs zaubert mit seinem starken linken Fuß. Und der Ire Roy Keane betätigt sich als Abräumer. Und im Angriff lauert noch Ruud van Nistelrooy, der Mann mit der eingebauten Torgarantie.

Von Jörg Kottmeier, sid


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