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Mo 11.03.2002
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| Bruder Ralf |
Ralf Schumacher, der nach seiner Flugeinlage in Australien punktlos bereits unter Zugzwang steht, meint zuversichtlich: "Unser Auto war auch bei den relativ niedrigen Temperaturen in Melbourne sehr konkurrenzfähig. Und in Sepang wird es nun viel heißer sein, da sollten unsere Michelin-Reifen ein noch größerer Vorteil gegenüber der Konkurrenz sein."
Norbert Haug hofft auf fünf Grad mehr als in Melbourne
Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug stimmt die erwartete Hitze zuversichtlich. "Fünf Grad mehr als in Melbourne - und schon sieht die Welt viel freundlicher aus", sagt er. BMW- Motorsportdirektor Gerhard Berger geht ebenfalls davon aus, dass die weiß-blau bzw. silbern lackierten Verfolger den "Roten" in Malaysia auf die Pelle rücken können. "Hohe Temperaturen liegen unserem Paket aus Chassis, Motor und Reifen. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir näher an Ferrari dran sein sollten. Das Ergebnis von Melbourne sollte nicht überbewertet werden."
"Schumi I" reagiert auf den Optimismus seiner schärfsten Widersacher mit Verweis aufs Vorjahr gelassen. Damals habe Bridgestone zu Saisonbeginn Probleme gehabt und sei "von den Experten abgeschrieben" gewesen. In Magny-Cours, wo er seinen 50. Grand-Prix- Sieg gefeiert hatte, seien die Schwierigkeiten dann gelöst gewesen. "Daher bin ich für Malaysia wieder sehr zuversichtlich und fest überzeugt, dass wir um den Sieg ein Wörtchen mitreden können", teilte der 33 Jahre alte Kerpener auf seiner Homepage mit.
Alter Ferrari kommt auch in Sepang zum Einsatz
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| Läuft gut: Schumi im "Oldtimer" F2001 |
Nachdem sein "Oldtimer" in Melbourne spielerisch leicht sogar schneller als die neuen Boliden war, steht Schumacher voll hinter der Entscheidung von Ferrari-Sportdirektor Jean Todt, auch in Sepang mit dem modifizierten Vorjahresmodell anzutreten. "Wir haben schließlich in Australien gesehen, dass wir bei unserem 2001er-Auto gegenüber den 2002er-Modellen der Konkurrenz keinen Schwachpunkt haben und auch vom Speed her voll mithalten können", sagt er. "Ich kann nicht sehen, warum das in Malaysia anders sein sollte, zumal hier sehr extreme Bedingungen herrschen." Er halte deshalb die Entscheidung "für sehr sinnvoll".
Australien statt der Schweiz
Sinnvoll angesichts der bevorstehenden Hitzeschlacht auf dem ultramodernen Kurs war auch Schumachers Entscheidung, zwischen den beiden Rennen nicht in die Schweiz zurückzufliegen. Mit Ehefrau Corinna entspannte sich der Australien-Fan erst ein paar Tage an den märchenhaften Stränden "down under". Seit dem Wochenende genießen die Schumachers die restliche Zeit an der nicht weniger schönen Küste Malaysias. "Es ist wichtig, sich zu akklimatisieren. Malaysia ist wahrscheinlich das Rennen, das einen körperlich am meisten fordert", so der WM-Spitzenreiter. "Daher hatten wir von Anfang an geplant, nicht zurückzufliegen."
Von Elmar Dreher, dpa
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