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Humorvolles Roadmovie mit Choralmusik

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Die Mönche Benno, Arbo und Tassilo auf dem Weg nach Italien

Was passiert, wenn jemand, der bisher von der Welt abgeschottet lebte, plötzlich ihren Verführungen ausgesetzt ist?

Das Szenario ist nicht neu, wie es der Regisseur Zoltan Spirandelli in seinem humorvollen Roadmovie "Vaya Con Dios" umsetzt, dennoch sehenswert. Die Kutte am Leib, ein uraltes Buch und eine Ziege - mehr haben sie nicht, als sich die drei Mönche Arbo (Daniel Brühl), Benno (Michael Gwisdek) und Tassilo (Matthias Brenner) zu Fuß auf den Weg machen von Brandenburg in die Toskana.

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Das geht so lange gut, bis es zur Beinahe-Kollision mit einem schicken Cabrio auf einer einsamen Landstraße kommt. Von diesem Moment an sind die wundersamen Gestalten mit verwirrenden Gefühlen und unwiderstehlichen Versuchungen konfrontiert. Arbo, der als Baby in die Abtei kam, begegnet der hübschen Chiara (Chiara Schoras) und macht zudem erste Erfahrungen mit Alkohol. Der gelehrte Benno wird zum Sklaven seines Ehrgeizes, und in Tassilo bricht der Bauer durch, als er den Hof seiner Mutter unterwegs besucht.

Geisteswelt von Spirandelli

Spirandelli schrieb reihenweise absurde Situationen ins Drehbuch, die er mit feinsinniger Komik inszeniert. Das allein macht "Vaya Con Dios" zu einem unterhaltsamen Film, doch der Kinogänger kann darin noch mehr entdecken. "Der Orden der Cantorianer repräsentiert meine Geisteswelt. Mir macht es Spaß, das im Film zu manifestieren, und wenn dann andere Leute wiederum Spaß daran haben das kennen zu lernen, freut mich das", meinte Spirandelli in einem Gespräch. Die Bayerischen Filmpreise für Nachwuchsregie, den männlichen Nachwuchsdarsteller (Brühl) und weiblichen Nachwuchsdarsteller (Schoras) sind eine erste Bestätigung.

A-Cappella-Musik der Renaissance und moderne Pop-Musik

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"Es fing alles mit einer Schallplatte vom Grabbeltisch bei 2001 an. Ich hab dann überlegt, wie ich A-Cappella-Musik der Renaissance zum Gegenstand einer Filmhandlung machen kann", erzählt Spirandelli. Er erfand die Cantorianer, deren Gebete traumhaft schön gesungene Choräle sind. Den Spaß, "moderne Pop-Musik mit dem zu kontrastieren, was die cantorianischen Ohren wahrnehmen und aus der Sicht des Tonsatzes des 17. Jahrhunderts kommentieren", lässt sich der ausgebildete Opernregisseur nicht entgehen.

Am beeindruckendsten und anrührendsten gestaltete er die Szene, in der die drei Mönche durch ihren Gesang wieder zusammenfinden. Spirandelli dazu: "Die Musik und bestimmte akustische Elemente funktionieren nur mit dem Dolby Digital System. Wir haben da großen Aufwand betrieben und den originalen Kirchenhall im Kinoraum rekonstruiert, was mit der modernen Tontechnik möglich ist."

Silke Weiss, dpa


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Zuletzt geändert am 25. Maerz 2002 13:20 von tea

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